Seltsam

…was alles so hingenommen wird

Meine Transformation vom Philanthropen zum Misanthropen ist fast abgeschlossen.

Ich könnte mich mittlerweile bequem zu den Politikern und Wirtschaftsfaschisten gesellen und würde nur durch mein ärmliches Äußeres auffallen. Nicht mehr durch meine generellen Ansichten über Menschen und die Menschheit, als völlig misslungenes Experiment der Natur..

Ich bin nach wie vor gegen die gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen des globalen Wirtschafts- und Finanzfaschismus.

Nur das ich nicht mehr weiß, wozu und warum ich dagegen Stellung beziehe, denn die Verlierer dieses brutalen Monopoly-Krieges der Reichen gegen die Armen fühlen sich anscheinend nicht angesprochen, sehen die Existenz-vernichtenden Gefahren nicht, die ihnen aufgezwungen werden.

Ich verzweifele seit geraumer Zeit an der Ignoranz und Dummheit, die die Menschen mit sich herum tragen. Sie können ihre unendliche Dummheit und Ignoranz wohl wirklich nicht bemerken und sie wollen es auch nicht gesagt bekommen.

Glauben statt Denken, gehorchen statt aufbegehren, ergeben statt kämpfen.

Labern und moppern, sich in kritischen Blogs gegenseitig angreifen, statt sich zusammen zu schließen und handeln zu wollen.

Gemeinsam war und ist wohl keine Option.

Mosern und moppern ist einfacher und dazu noch „kostenlos, gratis“.

Widerstand organisieren ist beschwerlich, es würde gewaltige persönliche Ressourcen verlangen, die vermutlich gar nicht vorhanden sind.

* * *

Ich habe die NachDenkSeiten lange Jahre geschätzt, als kritisches Medium, als ehrliche und konstruktive Gegenöffentlichkeit zur Dauerpropaganda der privaten und öffentlichen Medien.

Herr Müller, dem ich nie etwas Schlechtes nachsagen werde und seine Redaktion haben versucht, manchmal etwas schlingernd und anfänglich zögernd, gegen die faschistischen und im Sinne der Volksgesundheit völlig nutzlosen „Lockdownmaßnahmen“ anzuschreiben.

Nur das Schreiben nutzt, wenigstens seit November 2020, nichts mehr.

Es nutzt nichts, auf ein Video der Frau Wagenknecht hinzuweisen und es als lohnenswert anzuschauen anzupreisen.

Denn dieses Video und jede öffentliche oder private Äußerung gegen die gegenwärtig agierenden Politiker (agieren, weil andere Gruppen tatsächlich herrschen) ändern nichts an den bestehenden Verhältnissen.

Denn die Herrschenden sind nicht von Worten zu beeindrucken, nur von Handlungen.

Handeln scheint aber nicht im Bereich der Möglichkeiten der Opfer zu liegen.

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Frau Wagenknecht hatte ich, bis vor ein paar Jahren noch, als einige der wenigen deutschen Politiker angesehen, die ihre sozialen Ansichten nicht für Dienstwagen und öffentlich alimentierte Posten aufgeben wollte.

Die Frau (nur als ein Beispiel unter vielen) hat m. E. komplett aufgegeben und ist Schachmatt, hat einen wesentlich älteren Millionär und Salonsozialisten mit Villa in der Toskana und Abgeordnetensitz im saarländischen Landesparlament geheiratet und versucht gegenwärtig durch ein paar unregelmäßig erscheinende Videos ihre öffentliche Wahrnehmung aufrecht erhalten zu wollen.

Auch hier ist für mich kein wirklicher Widerstandswille erkennbar, nur weiterhin nutzlose Reden.

Die Dinge, die Kritik die geäußert werden sind sicher nicht falsch, nur völlig nutzlos um Veränderungen herbeizuführen: „Blowin‘ in the wind“.

Es geht all diesen „linken“ (eine mittlerweile völlig nichtssagende politische Bezeichnung) Leuten persönlich viel zu gut, sie sind finanziell abgesichert, sind durch den alimentierten Zirkus des demokratischen Parlamentarismus in keinster Weise in ihrer Existenz bedroht.

Dort will man vermutlich keine wirkliche Veränderung, sondern weiter den wortstarken Oppositionellen geben.

Sie haben entweder ihre Herkunft vergessen oder nie irgendeine Not leiden müssen.

Schwätzer, die nur ihr altes Alibigerede absondern. Oder gleich ganz der Regierung nach dem Maul reden.

Die Millionen der stimm- und hirnlosen Betroffenen tragen Maske, gehen zur Arbeit und lassen sich ihrer Grundrechte widerstandslos berauben, weil sie entweder glauben oder nur gehorchen wollen. Vermutlich auch nur das können. Die gesellschaftlichen Folgen nicht einmal ansatzweise versuchen zu betrachten.

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Die faschistische Politik, die mit Hilfe eines Virus und einer dummen Bevölkerung gefahren werden kann, beherrscht das öffentliche und private Leben aller Menschen. Die Bürger handeln nach der Devise: „Et jeht allet vorüber, et jeht allet vorbei“ (Kölner Lebensmotto).

Stimmt auch eigentlich, nur was danach kommen wird, wird noch schlimmer sein, weil noch dauerhafter und existenzbedrohender, denn die Reichen werden sich ihre teilweise entgangenen Profite zurückholen.

Indem sie noch weniger Steuern zahlen werden und damit Politiker den Vorwand geben, die Menschen noch weiter zu entrechten, noch mehr staatliche soziale Aufgaben zu schleifen (Renten etc.) und noch mehr und noch schneller „privatisieren“ werden.

Die neoliberalen Regierungen schaffen „den Staat“ zum größten teil ab und werden sich hauptsächlich auf Bürgerüberwachung und Abwehr konzentrieren.

Die Lohnarbeit wird noch weiter rechtlos gemacht werden. Arbeitnehmerschutz wird noch weiter minimiert.

„The great Reset“ ist keine Spinnerei, sondern er wird unweigerlich kommen, wenn nicht jetzt gehandelt wird.

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Durch die Bevölkerung, in Form einer Massenbewegung, wird das nicht passieren können.

Die Notwendigkeit wird bei Millionen Menschen nicht eingesehen.Die Bequemlichkeit ist zu stark in den Leuten verankert.

Die Handlungsunfähigkeit der Millionen Betroffenen ist unüberwindbar.

Niemand weiß, was zu tun wäre und wie es getan werden muss.

Solidarität ist nicht vorhanden.

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Demonstrationen sind ebenfalls völlig nutzlos, nicht weil sie vorausschauend verboten wurden und konsequent niedergeknüppelt werden, sondern weil die Beteiligung zu gering ist.

Selbst Hunderttausende Teilnehmer, die eventuell für 3 bis 4 Stunden ihre Stimmbänder reizen, reichen nicht. Haben nie gereicht, siehe „Startbahn West, NATO-Doppelbeschluss, Gorleben und und und.

Es wird einfach nicht beachtet und zudem durch die Medien auftragsgemäß lächerlich gemacht, verunglimpft und geringschätzig abqualifiziert. Teilnehmer werden als Fall für die Psychiatrie bezeichnet.

Millionen Demonstranten, die tage- und wochenlang deutliche Spuren ihrer Unzufriedenheit hinterlassen, sind die Alternative, die ich realistisch eingeschätzt, aber nur als utopisch bezeichnen kann.

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Bis Corona wurden die Menschen mit dem islamistischen Terror in Angst gehalten.

Seit Corona scheint der islamistische Terror aus der Öffentlichkeit verschwunden zu sein, zumindest aus den Propagandamedien.

Richtige Terroristen sprengen sich und andere in die Luft, aber dem super gefährliche Virus (lt. Regierung, RKI, Wiehler und anderen Lumpen) wollen sie sich vermutlich auch nicht aussetzen?

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Bei jedem „Gipfel“ der Reichen und Mächtigen wurden gewalttätige Demonstrationen gegen diese perversen Zurschaustellungen von Größenwahn, Korruption und Machtmissbrauch in den Medien zelebriert.

Immer wurde die „linke Antifa“, gewaltbereit, vermummt, Demokratie zerstörend, bemüht und den kleinbürgerlichen Geisteszwergen als die wahren Übeltäter und „Chaoten“ präsentiert.

Ein paar Stereotypen und Bilder genügten, um den denk-befreiten Bürger gehorsam sabbern zu lassen.

Wo ist diese fürchterlich aggressive linke Chaostruppe heute?

Gegen G20 reisten sie angeblich aus ganz Europa an, „um Hamburg, die „Demokratie“ und das Fest der Reichen zu zerstören“.

Haben auch diese gefährlichen und immer gewaltbereiten Leute Angst vor Corona und bleiben deshalb lieber mal zu Hause?

Oder sind die nur gegen „Gipfel“ und generell eigentlich gar nicht gegen Faschismus?

Ist die Antifa mit dem Abriss der Grundrechte durch eine „demokratische Regierung“ sogar einverstanden?

Oder sind das gar nicht so viele Mitglieder, wie es immer in hysterischer Weise durch die Medien beschrieben wurde?

Wie muss ich das alles verstehen?

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Einfach als permanente Lügen der neoliberalen Systempresse, vermute ich mal.

Oder kann die Journaille wesentlich besser als ich differenzieren, zwischen richtig bösen und gefährlichen Demokratiegegnern und den Corona-getriebenen Bewahrern der Demokratie aus Politik und Wirtschaft?

Nein, es ist einfach ein Verständnisproblem.

Was ich unter Demokratie verstehen will, ist mit dem Verständnis der tatsächlich Herrschenden und ihrer Büttel nicht zu vereinbaren. So einfach ist das.

Ich hätte wirklich gerne mal eine tatsächliche Demokratie, mit regelmäßigen und intensiven Bürgerbeteiligungen, mit Volksabstimmungen.

Ein solches Unterfangen setzt aber jahrelanges, jahrzehntelanges Training voraus, eine andere Gesellschaft, mit anderen Lebenseinstellungen und -zielen.

Bürger mit sozialer Denk- und Handlungsweise, mit einem gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein, anstelle von Bequemlichkeit, Arroganz, Ignoranz, Konsumwillen und gelebtem Egoismus.

Also vermutlich nicht zu bewerkstelligen, denn die Menschen sind einfach nicht so, sie sind nur zum Egoismus und zur Zerstörung fähig.

Deshalb bleiben Kommunismus, Sozialismus, Anarchie immer nur nicht umsetzbare Utopien, weil Menschen eben keine Altruisten sein können. Und sinnvolle Regeln für ein ausgeglichenes Miteinander immer nur brechen wollen, um einen Vorteil zu erlangen.

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Was bleibt dann noch übrig?

Eine Diktatur, die die Reichen zum Teilen zwingt, die mit despotischen Mitteln ein soziales und gesellschaftliches Gleichgewicht herstellt und bewahrt?

Der gütige Diktator, dem Bereicherung, Machtmissbrauch, Nepotismus, Größenwahn völlig abgehen?

Oder eine Gruppe von demokratischen Diktatoren, Räten, was immer sie an Bezeichnungen wählen, die die Gier eines jeden Bürgers im Zaum hält?

Funktioniert „faires regieren“ überhaupt bei Millionen von Bürgern, oder kann man Gier überhaupt nicht beschränken, kontrollieren?

Muss es zwangsläufig immer schief gehen, weil Menschen sich einfach nicht beherrschen können und wollen, sondern immer nur den eigenen Vorteil anstreben?

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Ganz ehrlich, es ist mir scheißegal, das ich mittlerweile eine völlig andere Gedankenwelt betreten habe.

Was ich will ist, das dieser Corona-Terror sofort aufhört, das dieser Wirtschaftsfaschismus endlich gnadenlos bekämpft und besiegt wird.

Das Menschen endlich einsehen, das Geld nicht das erstrebenswerteste Ziel des Lebens ist.

Wie das geschieht, ist mir egal. Mit welchen Mitteln ist mir mittlerweile wumpe.

Das Ziel muss sein, jeden Soziopathen dauerhaft von Macht, Geld und Einfluss fernzuhalten.

Und wenn es die Hälfte der Menschheit betreffen sollte.

Damit menschliches Leben endlich einmal realisiert werden kann.

Seit 5.000 Jahren machen wir Idioten immer noch und immer wieder den selben Schwachsinn, haben uns nur im Kreis gedreht, haben nie aus unserer gewalttätigen, despotischen Historie gelernt und lassen uns immer wieder von jedem Dreckskerl (m/w) belügen und betrügen, in Kriege schicken, in Armut halten, verharren in Agonie, Desinteresse und Willenlosigkeit.

Dazu gelernt haben wir nichts, dafür immer wieder mitgemacht. Eine Form des Wahnsinns.

Eben einfach nur ein völlig misslungenes Experiment der Evolution.

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1 Kommentar

  1. Gefällt mir sehr gut, der Text, ist in conclusio dasselbe, was ich auch denke. Die wirklich Linken sind Kommunisten um Anselm Lenz, und die kämpfen auch.
    Alle anderen kann man vergessen.
    Dann gibt es noch die vermeintlich rechten, die wirklich rechten, und die sogenannten Reichsbürger (kaiserreichgläubige), die kämpfen auch, aber die sind noch seltener.
    Das geschieht alles im Verborgenen, weil es zu gefährlich ist.

    Anarchismus wäre meine bevorzugte Lösung, aber er ist derzeit nicht machbar, weil die Menschen einfach zu doof dazu sind. Die Dummheit der Leute taugt höchstens noch dazu, sich darüber lustig zu machen, ansonsten sollte man sich da lieber abwenden.

    Wir haben sehr viele Soziopathen, Egomanen, Narzißten, egal, wie man diese Leute nennt. Die müssen alle weg. Ohne die haben wir keine Chance, irgendetwas wieder neu aufzubauen.
    Das ist ein Problem. Weil es viele sind. Und viele werden, falls sich doch noch mal etwas ändern sollte, geschwindt das Lager wechseln. Darin sind diese Leute Meister.

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