Kein Jahresrückblick 2018

2018 lohnte der Mühe nicht mehr

Das heutige Titelbild kann symbolisch für mindestens zwei Ereignisse herhalten.

Die viel diskutierte und in marktradikalen Kreisen komplett verleugnete Klimaveränderung könnte große Teile der Erde in etwa einhundert Jahren so oder ähnlich aussehen lassen.

Schöner, vor allem großer Spielplatz für Moto-Cross Fahrer. Und dazu scheint die Sonne.

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Das Bild kann auch symbolisch für die soziale Steinwüste genutzt werden, die der Marktradikalismus weltweit bereits geschaffen hat und weiterhin ausbauen wird.

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Gelbe Westen

Die Franzosen haben mir schon immer wesentlich mehr zugesagt, waren mir immer schon wesentlich sympathischer als Briten und Amerikaner. Vor allem auch als Deutsche, also das Volk, in das ich durch Zufall vor langer Zeit mal hinein geboren wurde.

Franzosen sind viel intelligenter, viel pragmatischer und absolut nicht obrigkeitshörig oder devot. Sie merken bereits nach weniger als 2 Jahren, das der neu gewählte Präsident eine ganz beschissene Politik für das normale Volk machen lässt.

Die Deutschen haben diese Tatsache seit 1998 immer noch nicht verstanden.

Stattdessen haben sie die Straßenschläger Schröder/Fischer 2002 noch einmal wieder gewählt, um wenigstens HARTZ IV fertig zu bekommen und dann haben sie 4 (vier) mal nacheinander einer trantütigen ehemaligen FDJ-Aktivistin und Physikerin die Möglichkeit gegeben, jede noch so als geringste Sozialstaatlichkeit erkennbare Politik, restlos zu zerstören. Aktiv unterstützt von spd (3x) und FDP (1x).

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Nach der Erkenntnis gehen viele Franzosen dann lautstark und wochenlang auf die Straße. Moralisch unterstützt durch eine klare Mehrheit (über 70%) im noch nicht demonstrierenden Teil des Volkes.

Dafür brauchen Franzosen keine Gewerkschaften, keine Parteien oder andere Organisationen, irgendwelche Pseudo-NGOs mit diffusem Hintergrund, sondern nur gelbe Warnwesten, die in jedem Auto verfügbar sein müssen oder bei Bedarf, für ein paar Cent gekauft werden können.

Weder Frankreichs rechte/rechtsradikale Front Nationale, noch Frankreichs „Linke“ sahen die Menschen, das Volk kommen, schon gar nicht riefen gar sie selbst zum Widerstand auf den Straßen auf.

Das machen Franzosen von ganz allein, nicht nur ein paar Tausend für einem warmen Samstag Nachmittag (#Unteilbar, als familienfreundliches Volksfest arrangiert), sondern Hunderttausende heizen dem marktradikalen Posterboy Macron und seiner Klientel bereits seit Wochen im kalten November/Dezember ein.

Und ich glaube sogar, das die anhaltenden Proteste, an denen sich immer mehr Gruppen, auch Berufsgruppen, wie Sanitäter, etc. beteiligen, nur deshalb so lange anhalten konnten, sich sogar noch ausweiten, weil eben keine politische Partei, keine Organisation, keine Gewerkschaft organisiert oder mitorganisiert hat.

Dann wären die Proteste, ganz „Märktegerecht“, im Sinne der Besitzenden schon längst „im Sande verlaufen“. Weil die „fehlenden Ansprechpartner“ eben nicht einknicken können.

Sogar die beiden großen französischen Polizeigewerkschaften bezeugen Sympathien, organisieren „Bummelstreiks“, weil sie selbst in die „Sparzange“ genommen wurden und weil sie erkannt haben, das auch französische Polizisten immer noch ein Teil des Volkes sind.

Eine solche triviale Erkenntnis werden sie bei deutschen Polizisten, gar der GdP niemals finden. Dort wähnt man sich großkotzig und arrogant, in sturer preußischer Beamtentradition, als Teil des Staates, als die unverzichtbare Exekutive.

Als prügelnde, vermummte Ordnungsmacht (Hamburg G 20) oder als Zuschauer und Weggucker (Chemnitz, Dresden). Dabei ist es denen völlig egal, wem diese Ordnung nützt. Für welche Interessen sie diese „Ordnung“ durchsetzen.

Dienst ist Dienst…

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In Deutschland passiert dagegen im und durch das Volk seit 20 Jahren NIX, rein gar nichts.

Keine hunderttausende Menschen wochenlang auf den Straßen, laut und deutlich zu vernehmen, wütend und zornig. Eine starke parlamentarische, politisch sozial orientierte Opposition haben die Deutschen auch nicht hinbekommen (wollen).

Es gibt zwar eine PdL, aber deren Parlamentarierflügel versucht sich auch nur dem System anzudienen, um die eroberten Pfründe als Parlamentarier weiterhin behalten und nutzen zu können. Der Rest ist in „linker Tradition“ untereinander ziellos zerstritten und versucht nach wie vor, Marxens Texte „richtig“ auszulegen.

In Deutschland schwafelt, ganz systemkonform der PdL-Vorsitzende Riexinger (West-Gewerkschaftshintergrund) davon, das „Rechte“ die Gelbe Westen Bewegung möglicherweise bereits unterwandert hätten. Wenn da nur ein Rechter mit kurzem Haarschnitt seinen Dackel spazieren führt, dann ist der komplette berechtigte Protest in Frankreich für die systemkonforme Nomenklatura der PdL „pfui“.

Frau Wagenknecht sehe ich bisher als einzige Ausnahme, Vielleicht kommen ja noch ein paar andere PdLer aus der Deckung.

Ein „Journalist“ und Moderator des ZDF stellt die unfassbar dämliche, freche und arrogante Frage an Frau Wagenknecht, ob die Gelbe Westen Bewegung überhaupt legitim sei.

Ja verflucht, das kann und darf doch nicht „legitim“ sein, wenn der Pöbel (lt. Verfassung, Grundgesetz etc. der Souverän in sogenannten „Demokratien“) gegen die Reichen und einer obszönen Politik der offenkundigen Bevorteilung dieser Minderheit aufsteht und protestiert.

Mich kotzt diese extreme deutsche Duldungsstarre, Unterwürfigkeit und Obrigkeitshörigkeit so dermaßen an.

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CDU Erneuerung

Hamm wa wieder jelacht.

3 Kandidaten zur Auswahl – eine Art von Demokratie brach für kurze Zeit unter 1001 Degenerierten Delegierten aus und überforderte diese Leutchen naturgemäß in Hamburg.

Im Vorfeld: Regionalkonferenzen zu Hauf – eine „Rockband“ zog durchs Land.

Merz, der herzlose Geistesgnom in Wirtschaftsfragen unterlag ganz, ganz knapp Frau AKK, Merkels Klon und Wunschkandidatin. Schon wieder ein Mädchen, schon wieder hat sich Merkel irgendwie durchgesetzt…

Spahn kackte vollends ab und erreichte trotzdem ein Ergebnis, das noch über den aktuellen Zustimmungswerten für die sozialparodisten aus der spd lag.

Euro-Wolle“, die schwäbische-Hausfrau, der Austeritäts-Blitzkrieger im Rollstuhl fiel seiner langjährigen Chefin in den Rücken, als er sich kurz vor der Wahl öffentlich für Merz aussprach. Was ich als selbstverständlich bereits lange vorher erkannt hatte.

Hoffentlich zahlen dir Angela und Annegreat das noch richtig heim, du kleiner hinterfotziger Finanzscherge.

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Aber keine Sorge, Merz wird ab sofort der CDU und der Regierung als noch aktiverer Lobbyist der US-Finanzkraken erhalten bleiben. Man wird und will ihn „einbinden“. Der Druck der „Wirtschaftsfraktion“ (also die Gierigen) innerhalb der CDU ist zu groß.

Es stehen sowieso Veränderungen im „Kabinett“ in 2019 an, da hat der bescheidene Mittelschichtler sich schon mal öffentlich in Stellung gebracht. Er ist davon überzeugt, Fähigkeiten zu besitzen, die ihn für ein Ministeramt empfehlen.

Das bezweifle ich stark (AKK auch), aber zumindest hat er eine gigantische Finanzmacht hinter sich, die ihm sagen wird, was er wie und wann zu tun hat.

Merz spielt in der Öffentlichkeit sein privates Vermögen und seinen Besitz in lächerlicher Weise herunter, ebenso seinen politischen Einfluss als emsiger Netzwerker, ermöglicht durch die vielen Aufsichtsratsitze, den Vorsitz der Atlantikbrücke, bei BlackRock, die Zugehörigkeit zu etlichen Wirtschaftsvereinigungen, usw.

Wovor hat der Mann Angst, vor dem tiefsitzenden Neid der Deutschen: „für die Reichen arbeiten ist ok, selbst reich sein ist es nicht?“ Will er sein Wirken, seine Arbeit gar noch als „gemeinnützig“ hinstellen, als Tätigkeiten, bei denen „man eigentlich“ nichts verdienen kann?

Ich bin wirklich gespannt, ob Merkel sich diesen „Influencer“ bis 2021 noch vom Hals halten kann und das überhaupt noch will. Denn ihre Kanzlerschaft wird bis 2021 noch etliche internationale und nationale Problemfälle der Marke: „Knallhart“ zu bewältigen haben.

Oder ob ihr jetzt erst recht bereits alles noch mehr egal ist, als es ihr vorher schon war?.

Oder ob sie vielleicht doch trotzig sagt: „So Jungs und Mädels, die letzten 3 Jahre als Kanzleuse mache ich nur noch das, was ich will. Also manchmal, vielleicht, mal sehen wo es passt…“

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Putzig, der bisherige Vorsitzende der „Jungen Ungefickten“ wird neuer „General“ der CDU, als Dank für seine Arbeit pro-AKK. VT: Hatte vielleicht er den Ton bei Fritzens Rede runter gedreht?

Was ich ja wirklich belustigend finde, ist die angebliche Tatsache, das Merkels Beliebtheitswerte beim Pöbel in Umfragen (wie die zustande kommen, kann ich mir lebhaft vorstellen), wieder angestiegen sein sollen. Vermutlich bei den bescheidenen Mittelschichtlern mit weniger als zwei Flugzeugen in der Garage im Hangar.

Auch die CDU kann angeblich nach ihrer parteiinternen Demokratieübung beim befragten Pöbel wieder zulegen, zumindest lt. absolut seriösen, unabhängigen und überparteilichen Umfrageinstituten.

Jawohl.

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spd

Die CDU brauchte laut Medien nur ein paar Tage zu ihrer eigenen „Erneuerung“ (es war fast eine Wiedererweckung, wenn ich Springers Ergüsse richtig verstanden habe). Die spd lässt sich noch etwas Zeit.

Frau Nahles arbeitet wohl noch am neuen „Fahrplan spd-Erneuerung“. Der „verbindliche Regierungsfahrplan“ war ja nur ein lauer Böller, weil Fr. Merkel am selben Tag verlauten ließ, das sie ihren Parteivorsitz nicht mehr erneuern lassen wollte.

Die spd-Erneuerung könnte aber auch anders gehen, wäre sogar einfach und schnell zu bewerkstelligen.

Wenn die spd-Mitglieder sich selbst ihres Ballastes und ihrer Problemfälle entledigen würden: Marktradikal, Hartz IV, Schröder, Müntefering, Steinmeier, Nahles, Scholz, Stegner, Schwesig, …

Kürzlich wurde sie nur noch bei angeblich 8% im Osten (ehemalige Zone) gesehen und nur noch mit 15% bei den Besserwessis. Ist aber immer noch viel zu viel. Ich wäre mit einem Bundesdurchschnitt von dauerhaft 4% ganz zufrieden.

Nicht das eine solche Positionierung irgend etwas an der marktradikalen Politik Deutschlands ändern würde.

CxU, AfD, FDP, Grüne und die vom Dienstwagensyndrom befallenen „Politiker“ innerhalb der PdL können für eine ungute Weile ganz bequem und sorglos weiter machen. Denn sie werden weiterhin gewählt, mal mehr Prozente, mal weniger Prozente, die Politiker kungeln das nach der Wahl dann paritätisch aus.

Volker Pispers erkannte es bereits vor Jahren: „Sie kriegen in Deutschland einfach keine Mehrheit für eine Politik zusammen, die der Mehrheit nutzt.“

Die Mehrheit entscheidet sich in Deutschland immer dafür, das es einer reichen Oberschicht von weniger als 1 Million Leuten gut und immer besser geht. Das der Reichtum tatsächlich „nach oben fließen“ kann, sogar muss.

Vermutlich trösten sich all diese geistigen Gartenzwerge damit, das sie wenigstens statistisch ein pro-Kopf-Vermögen von um die € 70.000 „haben“.

Jedenfalls bin ich auf den Zeitpunkt gespannt, an dem der gelungene Suizid der spd endgültig offiziell festgestellt wird.

Hirntot sind die „Genossen“ ja schon lange, nur die „Verdauung“ arbeitet noch.

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Trump, USA, Syrien, Afghanistan, Israel, Saudi-Arabien, Türkei, Iran

James „Mad Dog“ Mattis tritt im Februar 2019 zurück, weil er seinem OB zugesteht, das dieser ein Recht darauf habe, sich mit solchen Mitarbeitern zu umgeben, „die mehr auf seiner Linie liegen“.

McGurk, der oberste US-Scharfmacher „im Kampf gegen den Terror“ zieht seinen für Februar 2019 geplanten Rücktritt auf Ende Dezember 2018 vor. Das wird Trump beeindrucken.

Wassn nu los?“

Trump telefonierte mit Erdogan. Erdogan überzeugte den besten und schönsten Präsidenten, den die Welt je sah und sehen wird, das sein Militär die paar noch verbliebenen IS-Schrate in Syrien selbst von der Platte putzen kann.

Darauf befahl Trump den teilweisen, sofort einzuleitenden Rückzug von, in Syrien seit Jahren illegal operierenden, US-Einheiten. Er soll sogar den miesesten Scharfmacher in seiner „Regierung“, John Bolton harsch angegangen sein, als dieser versuchte zu widersprechen.

Pikant dabei ist, das die Regierungen der Türkei und der USA seit Monaten richtig „Überkreuz liegen“.

  • Tausche Pastor gegen Mullah,

  • russische Raketenabwehrsysteme wurden von Ankara gegen heftigen Protest der US-Regierung gekauft,

  • Wirtschaftskrieg“ der USA gegen die Türkei,

  • heftiger Werteverlust der Lira, die aber mehr mit dem Abzug von „Investitionen“ westlicher Spekulanten zu tun haben,

  • Erdogan, Putin und Irans Staatschef tuscheln andauernd zusammen und verabreden regionale Deals, die dem US-Imperium überhaupt nicht passen,

  • usw.

Über den Rückzug aus Afghanistan hat Trump auch schon ziemlich laut nachgedacht. Sogar schon die Anordnung erlassen die Hälfte (7.000 Soldaten) zügig heim zu fliegen.

Was aber noch nichts heißen muss.

Trump scheint immer nur das zu tun, was ihm die letzte Person einflüsterte, die mit ihm sprach, ihn beeindruckte und überzeugte. Man muss also schnell sein, bzw. dauernd in seiner Nähe sein, wenn man seinen „Kurs“ durch Trump durchsetzen lassen will.

Grundsätzlich begrüße ich jede Art von militärischem Rückzug. Bei Trump ist nur das Risiko groß, das er alles in letzter Sekunde wieder über den Haufen wirft.

Und wenn er das nicht tut, braucht er die „frei gewordenen“ Truppen dann woanders? In Südamerika, Mittelamerika, Südostasien?

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So, jetzt mal etwas seriöser, ernsthafter.

Ich halte Trump ganz und gar nicht für den Trottel und das politische Irrlicht, als das er immer wieder hingestellt wird. Den kompletten Regierungsapparat der USA auf Trump zu reduzieren und ihm alles „in die Schuhe schieben zu wollen“, ist kompletter Stuss.

Ich bin kein Fan, beileibe nicht.

Nicht, weil er „so gar nicht präsidial agiert“, so wie seine mordenden Vorgänger, so wie es Europäer, im Besonderen Deutsche von ihren politischen Vorturnern (Ausnahme Willi Zwo und Adolf – aber selbst die haben noch jede Menge Fans/Hooligans) gewohnt sind und erwarten, das Sprechblasen wenigstens „würdevoll“ abgesondert werden. Nicht, weil er pausenlos „twittert“. Nicht, weil er kein Benehmen hat.

Ich verabscheue seine Grenzpläne, seine Anordnungen zur menschenunwürdigen Behandlung von arbeitssuchenden Immigranten ohne Geld. Er ist und bleibt ein eingeschworener Kapitalist, ohne Empathie.

Aber er scheint eine große Abneigung gegenüber dem zu haben, was viele Leute einfach mit „Wall Street“ umschreiben, wenn sie die international rücksichtslos agierenden Finanzterroristen in 3.000-Dollar-Anzügen meinen.

Und an dieser Stelle will ich auf einen Bericht des Voltairenet hinweisen, veröffentlicht am 25.12.18, „Die USA weigern sich, für transnationale Finanziers zu kämpfen“. Ein etwas chaotischer Titel, aber mit sehr interessantem Inhalt.

Vielleicht derzeit etwas gewagt, in der Gänze seiner Schlussfolgerungen.

Wenn nicht, dann wird diese marktradikale EU und seine monetäre Atomwaffe, der EURO, in kürzester Zeit vor noch mehr Probleme gestellt werden, als derzeit Italien und Frankreich verursachen könnten.

Somit wird auch Deutschlands marktradikale Politik schwer zu halten sein. Deutschlands industrielle Stärke, die auf dem Euro, dem Niedriglohn und einer völlig exportabhängigen Industrie basiert, könnte zerbröseln, wie ein Keks unter dem Stiefel.

Jedoch, ich musste immer wieder feststellen, das Thierry Meyssan mit seinen Berichten und Analysen wesentlich öfter das Ziel traf und nur wenige Male daneben lag.

Ich lese dort seit etwa 4 Jahren. Ich bin sicher, er kann russische Quellen nutzen, aber auch amerikanische.

Es gab dort bereits recht früh Einschätzungen über Trump zu lesen, die ich nicht glauben wollte. Sie erschienen mir nicht glaubwürdig, zu phantastisch, eher vom Wunschdenken getrieben, als von „Fakten“.

Es hat derzeit für mich den Anschein, das Mr. Meyssan Recht behalten könnte.

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In dem Zusammenhang gibt es noch einen weiteren, sehr lesenswerten und informativen Artikel über Mr. le President Macron, vom 11.12.2018: „Wessen Schuldner ist Emmanuel Macron?“

Darin geht es nicht um die Rothschild-Vergangenheit, sondern um das Netzwerk der Bilderberger, in dessen Zentrum mittlerweile Henry Kravis (Wikipedia-Eintrag in Englisch, da wesentlich mehr Informationen) von KKR (ebenfalls in Englisch, da wesentlich mehr Informationen angeboten werden, als die deutsche Version bietet) Fäden zieht.

Man kann die Informationen natürlich als Spinnereien und Verschwörungstheorien abtun.

Aber ganz ehrlich, ich traue diesen Finanzgangstern alles zu, einfach weil sie glauben, sie tun das Richtige und sie dürfen sich über Gesetze hinwegsetzen.

Denn wer Gesetze in Auftrag geben kann, der kann auch „unpassende“ Gesetze ignorieren, oder?

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Netanjahu und Erdogan sind keine Freunde. Dauernd beschimpfen sie sich und überziehen sich mit tatsächlich wahren Vorwürfen.

Ja tatsächlich! Beide haben Recht mit dem, was sie sich vorwerfen. Denn beide sind ausgesprochen miese Despoten.

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Despoten gibt es ja nun wahrlich genug in dieser Ecke der Welt. Ganz besonders üble Exemplare findet man in Saudi Arabien. Ein völlig archaischer Wüstenstaat, derzeit „geführt“ von einem lupenreinen islamischen Rechtsgelehrten, Mohammed bin Salman.

MBS (ich glaubte zuerst, das sei die Abkürzung für Mercedes Benz S-Klasse), seit kurzem auch liebevoll Mr. Bone-saw genannt, ist von seinem Vater, dem amtierenden saudischen König und Premierminister Salman ibn Abd al-Azis al Saud 2015 zum Kronprinzen und „Verteidigungsminister“ ernannt worden.

MBS brach dann sofort den geostrategisch „wichtigen“ Jemen-Krieg „vom Zaun“, der im Interesse der USA und GBs liegt, auch Deutschlands Kriegswaffenindustrie verdient sich an diesem Massenmorden „dumm und dämlich“.

MBS wurde in der westlichen, marktradikalen Presse vor allem als „Reformer“ gepriesen. Auch diese Auftragsarbeit war wieder nur Bullshit.

Seit Amtsantritt des „Reformers“ haben sich die Zahl der öffentlich zelebrierten Hinrichtungen verdoppelt. Köpfen ist bei MBS sehr beliebt, gefolgt von der Steinigung.

Ein in den USA lebender saudischer Journalist soll auf direkten Befehl des „Kronprinzen“ im Generalkonsulat Saudi-Arabiens in Ankara ermordet worden sein. Warum? Fragen sie MBS!

MBS ist guter Kunde der US-Mordindustrie (jüngstes Auftragsvolumen: 110 Mrd. US-Dollar), und Trump selbst hat dicke Investitionen in Saudi-Arabien laufen.

Außerdem wird Saudi Arabien (Sunniten, hanbalitischer Islam in der extremen wahabitischen Prägung) gegen den Iran (Schiiten, Zwölfer-Schia) gebraucht. Vor allem die USA und GB nutzen hier die ewige Rivalität und den existierenden Hass unter den beiden größten islamischen Religionsteilen.

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Denn der Iran ist als „das Böse gelabelt“ worden, genau wie Russland und China. In Südamerika ist es aktuell Venezuela. Da kommen bestimmt noch welche dazu. AMLO in Mexico kann so ein Kandidat werden, wenn er tatsächlich den neoliberalen Kurs seines Landes anfängt zu beenden.

Es ist wirklich nicht besonders schwer, sich Amerikas Missgunst zu sichern.

Schwupps, schon bist du Terrorist oder du bist kein Anhänger der „liberalen“ Wirtschaftsordnung, dann kriegst du Sanktionen, Krieg ist eine weitere Option. Deine Bürger werden irgendwo im Ausland verhaftet, weil …, naja irgend etwas ist immer, die US-Justiz ist da sehr einfallsreich.

Und solange der US-Dollar immer noch als Weltleitwährung anerkannt wird, die Zinspolitik der FED über milliardenschwere „Investitionen“ von Zockern, Anlegern, Spekulanten im Ausland entscheiden kann, sind auch industrielle und wirtschaftliche Schwergewichte wie China nicht gegen den US-Imperialismus gefeit.

Denn viele chinesische Konzerne und Banken sind zudem noch hoch verschuldet, nämlich vor allem in US-Dollar! Was auch die KPCh kürzlich noch scharf bemängelte. Die wissen auch warum, denn es bringt sie in eine unangenehme Lage beim derzeitigen Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China.

Japan hatte in den späten 80er Jahren bereits die unangenehm heftigen Auswirkungen von Zinserhöhungen der FED zu spüren bekommen und sich bis heute nicht wirklich erholen können.

Südkorea dagegen hat sich wirtschaftlich nie mit den USA angelegt, obwohl Südkoreas expansive und staatlich gestützte Exportwirtschaft (so wie Deutschland) sich mit Leichtigkeit auch den Zorn der Cowboys hätte zuziehen können.

Aber Russland, unter Putin, das war eine bodenlose Frechheit, die „das Imperium“ nie verwinden, vergessen und verzeihen wird.

Sie hatten Jelzin fest in der Tasche (in der Flasche), haben ihm eine Wiederwahl ermöglicht, die niemand für möglich gehalten hatte, freien Zugang zu diesem riesigen Land mit seinen riesigen Ressourcen und dann kam Putin mit seinem „Neues Russland“ daher.

Da waren sie ganz schnell draußen, aber sie wollten sofort wieder rein und jetzt auch durch Krieg, egal wie.

Aber vielleicht bremst Trump dieses Vorhaben hinter den Kulissen auch schon ab?

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Ein Wort noch zu diesem seltsamen und verqueren, despotischen Religionsstaat auf der arabischen Halbinsel. Knapp 34 Mio. Bürger, die noch mit und durch einem hohen Sozialstandard relativ sorglos leben, der nur durch das Öl ermöglicht wird, werden vermutlich nicht mehr lange teure Angriffskriege führen und milliardenschwere Waffenkäufe durchziehen können.

Öl wird nicht mehr der entscheidende Energieträger sein. Das ist beschlossen, auch wenn der Bürger es zur Zeit nicht sehen kann.

Die Welt steht am Anfang des Ende vom Öl als dem wichtigsten Energieträger. Es geht derzeit langsam vonstatten, aber wenn es Fahrt aufnimmt und das ist nur eine Frage der Zeit, dann wird Saudi-Arabien vor ernsten Problemen stehen.

Und ich bin sicher, die USA werden ihren jetzigen Verbündeten genauso fallen lassen, wie sie es mit vielen anderen Verbündeten auf Zeit bereits schon vorher getan haben.

Für die USA gibt es eigentlich nur 2 Staaten, die sie als Dauerverbündete ansehen und halten wollen, GB und Israel.

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Iran

Ein Land mit einer langen Geschichte, ehemals ein Weltreich, bis Alexander der Große vorbei schaute. Im Laufe der Jahrhunderte schauten noch viele andere internationale und regionale Mächte vorbei.

Eklig wurde es für die Iraner dann wieder ab den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Auslöser: Öl. Die Briten sahen nicht ein, das „ihre“ Ölquellen (= Reichtumsquellen) verstaatlicht wurden. Weil sie aber durch ihren Sieg über die Nazis zu geschwächt waren, um „die gottgewollte“ Ordnung selbst wieder herzustellen, baten sie die „Vettern“ aus Amerika um Hilfe.

Der CIA nahm sich der Sache gründlich an und legte damit gleichzeitig den Grundstein für Ayatollah Khomeini und einen Gottesstaat. Es folgten Geiselnahmen in der Teheraner US-Botschaft und eine völlig misslungene „Befreiungsaktion“ des US-Militärs. All das sorgte eben auch nicht für Frieden und Freundschaft.

Der US-Admiral Cebrowski, vor ihm die Herren Kissinger und Brzezinski, alles Strategen der US-Hegemonialpolitik, erkoren den Staat Iran zum „Feind“, aus vielen Gründen, aus vorgeschobenen und aus geostrategischen Gründen.

Iran könnte auch „Büllerbü“ heißen, es wäre egal. Dann wäre eben „Büllerbü“ der Feind „Amerikas und der freien Welt“, weil es u.a. eigenen Atomstrom herstellen will und damit auch die theoretische Möglichkeit besteht, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen.

Wie Israel, Pakistan, Indien, China, Russland, die USA, GB und Frankreich.

Außerdem liegt „Büllerbü“ geostrategisch günstig. Oder ungünstig. Je nach Betrachtungsweise.

Und genau das war nach der Machtübernahme des islamischen Klerus in den 1970er Jahren der wahre Grund für die strategischen Überlegungen in den USA

Die Straße von Hormuz ist so eine geostrategische Angelegenheit. Dazu pflegt der Iran auch noch engere Beziehungen zu Russland und der VR China, zudem grenzt der Iran auch noch an den Irak (heiße US-Kampfzone) und Afghanistan (heiße US-Kampfzone).

Israel mag den Iran politisch nicht, obwohl es etliche, sogar langjährige wirtschaftliche Beziehungen gibt, sogar staatliche, energiewirtschaftliche Firmengründungen (50/50) zwischen beiden Ländern.

Israel mag dagegen Saudi Arabien (häh?), weil das KSA den Iran traditionell, aus religiösen Gründen, hasst (aha!).

Die USA kündigen einseitig einen völkerrechtlich bindenden Vertrag und sprechen erneut völkerrechtswidrige Sanktionen gegen den Iran aus. Nicht nur US-Firmen sind betroffen, jede ausländische Firma, die in den USA Geschäfte machen will, muss mit sanktionieren.

Das reicht nicht, die Cowboys verlangen von ihren „Verbündeten“ (Vasallen), sich ebenfalls wirtschaftlich teilzukastrieren und komplett mit zu sanktionieren. Wie die dusselige EU das gegen Russland schon lange Zeit eingeübt hat.

China und Russland, sogar die Türkei sind dankbar für die fortgesetzte US-Idiotie und machen die „dicken Geschäfte“ und stärken nebenbei ihre eigenen außenpolitischen Absichten.

Ganz so wie China und Russland sich mit Pakistan wirtschaftlich und militärisch verbandeln, weil die USA und ihre dämlichen europäischen Vasallen es auch hier „verkackt“ haben, als sie Pakistan fallen ließen, wie faule Äpfel.

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Der globalisierte Finanzterror / Globalisierte Wirtschaft / „Die Märkte“ /

Wie sehen, verstehen sie eigentlich diese Themenfelder, welche Meinung haben sie dazu, auch ohne Studium und Doktortitel in Ökonomie, BWL, VWL und „Wirtschaftsglaskugelguckerwissenschaftler“?

Verstehen Sie sich als „Keynesianer“ oder als marktradikaler Jünger von Hayeks (wie die national-völkische Lesbe Dr. A. Weidel)?

Oder halten sie die Forderung, das „die Wirtschaft / wirtschaftliches Handeln nur dem Wohlergehen aller Menschen zu dienen hat“ für ein erstrebenswerteres Ziel, für das es sich einzustehen lohnt?

Ich wäre dafür, endlich „den Krieg gegen den globalen Finanzterror“ auszurufen.

Als Bolsonaro, dieser faschistische Kretin und politische Pavian, die Präsidentschaftswahl in Brasilien mit einem deutlichen Vorsprung (unfassbar) für sich entscheiden konnte, da nässte sich „Wall Street“ wochenlang vor lauter Freude ein.

Irgendein Wichser von der Deutschen Bank (Kurswert einer 50€-Aktie heute: €7,04 / vor einem Jahr €16,44 / vor zig Jahren €100 / Aktie gleich Wertpapier?) schwallerte von „einem Sieg der Märkte“.

Jetzt sollte auch der letzte Desinteressierte kapiert haben, was Finanzterroristen unter dem Begriff „die Märkte“ verstehen.

Nur sich selbst.

Markt – Marktplatz = „Der Treffpunkt für Handel zwischen Anbietern und Nachfragern“; das war vor langer Zeit die korrekte Beschreibung für Markt / Märkte.

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Nichtsahnende, Unwissende lassen sich immer noch gerne von Begriffen wie: „deutsche DAX-Unternehmen, deutsche Konzerne und ähnlichem vorgaukeln, es handele sich bei diesen Groß-Konzernen um rein deutsche Unternehmen.

Die völlig globalisierte Gestaltung und Ausrichtung von Konzernen wird völlig ausgeblendet, vermutlich aus Unwissenheit, aber ganz bestimmt auch aus diffusen nationalen Gefühlen heraus.

Was ist deutsch an der Deutschen Bank, an Siemens, an Mercedes et al?

Der Firmensitz: Ja!

Die Besitzverhältnisse: NEIN!

Die „Deutschland AG“, die fast schon inzestuöse Vernetzung von in Deutschland ansässigen Konzernen (deutsche Wurzeln), damals arrangiert und zusammen gehalten durch „deutsche Großbanken“, wie die Deutsche Bank, die ehemalige Dresdner und die Commerzbank, ist Anfang der 2000er Jahre „abgewickelt“, aufgelöst worden.

Warum?

Weil sich die US-„Großinvestoren“, die „Heuschrecken“ und vor allem die „Vermögensverwalter“ auch in Deutschland und Europa „breitmachen“ konnten.

Unternehmensanteile, ganze Unternehmen mit billigem geliehenem Geld, manchmal auch mit eigenem Geld und vor allem mit dem Geld von „Investoren“ (institutionellen und privaten) kauften.

Ermöglicht wurde das durch Druck der US-Regierungen, die durch „Wall Street“ und dem dort herrschenden Marktradikalismus gelenkt wurden, auf europäische Staaten, endlich deren Finanzmärkte zu deregulieren, also alles das, was vorher aus gutem Grund verboten war, endlich zu erlauben.

Deregulierung war also das neue Zauberwort, niedrige Zinsen / Nullzins der Notenbanken der dazu gehörende Zauberstab und schwupps, änderten sich rasend schnell die Besitzverhältnisse.

Die neuen Anteilseigner, vor allem aus Amerika, nutzen ihre erworbenen Stimmrechte durch ihre Anteile und modelten die Konzerne um, machten sie zu „Goldesel“, dabei stets zu Lasten der Arbeitnehmerschaft.

Die Gewerkschaften guckten zu und hielten still (verrieten also permanent ihre zahlenden Mitglieder), wurden dann und wann auch mal zu den Bilderbergertreffen eingeladen (Bsirske von ver.di).

Der „Umbau“ ging natürlich recht bald über einzelne Konzerne hinaus, es reichte nicht mehr, um die steigenden „Gewinnforderungen“ zu befriedigen.

Also wurden ganze Industriesparten (mehrere Konzerne) auch weltweit umgebaut.

Auf Profit getrimmt, durch die Schaffung von „Synergieeffekten“, also illegalen Preisabsprachen, illegalen Marktabsprachen, illegaler Schaffung von vereinheitlichten Produktionsprozessen unter vermeintlich, nach außen auftretenden, „Konkurrenten“, die tatsächlich alle den selben Eigentümern gehören.

Nämlich BlackRock, Vanguard, Goldman-Sachs, Rothschild, HSBC, State Street, usw.

Und dahinter stehen wieder anonyme Eigentümer, Shareholder, Anteilseigner, Milliardäre, die ohne einen Finger krümmen zu müssen, jeden Tag ihren obszönen Reichtum anwachsen sehen.

Und dabei nur eines heftig beklagen und bedauern: den immensen „Investitionsstau“, der nur das Ergebnis ihrer eigenen kurzsichtigen Raffgier ist.

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Trump beklagt immer wieder öffentlichkeitswirksam, wenn er z. B. Strafzölle androht oder ähnliches, das das Außenhandelsdefizit der USA so ungerecht sei.

Er bezieht sich dabei, weil er um die Unwissenheit der meisten Menschen weiß, auf die tatsächlich existierenden Handelsbilanzdefizite die beim (Nicht-)Verkauf von real existierenden Produkten, „Made in USA“ mit anderen Ländern entstehen, vor allem mit China, aber auch besonders mit Deutschland.

Es gibt nämlich nicht mehr so viel in den USA produzierende amerikanische Großindustrie, die exportieren könnten, was Trump allerdings nicht zu verantworten hat, das fing bereits mit Nixon ab etwa 1972 (China-Reise) an.

Die großen US-Konzerne lassen in Asien fertigen, in Südamerika, überall da, wo es „schön billig“ ist und Umweltschutzmaßnahmen ignoriert werden können, wo „Sozialleistungen“ unbekannt sind, wo Probleme mit Schmiergeldern gelöst werden können.

Bei den „Dienstleistungen“ sieht das US-Handelsbilanzdefizit nicht anders aus.

Was Trump aber wissentlich verschweigt, ist der Überschuss an Kapitalflüssen, die vom Ausland in die USA fließen, entstanden durch die Profite, die durch die Anteilseignerschaft amerikanischer Finanzterroristen entsteht.

Und die sind so groß, das sie sogar das Handelsbilanzdefizit, das Trump bei Produkten und Dienstleistungen für die USA beklagt, locker ausgleichen und sogar tatsächlich ein Überschuss entsteht. „poor me“.

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Wissen Sie was Globalisierung ist?

Wenn amerikanische Finanzgangster sich zusammentun, national und international richtig viel Geld einsammeln und in Fonds nach amerikanischem Recht bündeln und dann damit soviel Anteile von Konzernen überall auf der Welt, wo das ermöglicht wurde und profitabel ist, aufkaufen.

Dann durch ihre Stimmrechte diese Konzerne umbauen, ganze Industrien auf nationaler und internationaler Ebene „gleichschalten“, um Kosten zu senken, besser noch zu eliminieren.

Die „erwirtschafteten“ Profite werden dann in die USA transferiert. Globalisierung fertig.

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Das sieht dann etwa so aus:

Von in Deutschland ansässigen Konzernen werden so viele Anteile gekauft, bis man sie neu ausrichten kann, so das man in Ungarn, Bulgarien, China, Indien (oder woanders) seine Produkte zusammenbaut. Eben billig.

Und in den „deutschen Stammwerken“ Leute entlässt, etwas später dann einige der zuvor Entlassenen in eine neu gegründete, 100%-ige Tochter-GmbH, zu absoluten Scheiß-Löhnen und Arbeitsbedingungen weiter ausbeutet. Aber eben viel profitabler als wenige Monate zuvor. Die Gewerkschaften wissen übrigens um diese Funktionsweisen.

Den billig zusammen gehauenen Scheiß verschifft man wiederum über tausende Seemeilen auf mit Schweröl betriebenen Containerschiffen, weiter mit Bahn und Lkws, um die „Lieferkette“ zu vervollständigen und Amazon nutzt am Ende seine Marktmacht (wie die entstand und durch wen, können Sie selbst mal versuchen, zu eruieren) und seine durch-computerisierten Arbeitsabläufe, lässt billig Pakete in „Lieferzentren“ packen und billige Paketboten den Dreck beim verblödeten Endkunden ausliefern.

Wo in dieser ganzen Kette jetzt die Punkte sind, an denen Amazon und BlackRock die Profite einstreichen und nach Delaware transferieren lassen, können sie selbst heraus finden.

Warum IBAN implementiert wurde, hat auch etwas mit diesen „weltweiten Finanzflüssen“ zu tun, natürlich auch mit der damit einhergegangenen Ausgrenzung von Staaten wie Russland, Iran etc.

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Sprechen wir mal weiter über „deutsche Wirtschaft“, europäische Wirtschaft, Weltwirtschaft.

Ich denke, von „deutscher Wirtschaft“ ist nicht mehr soviel übrig. Zumindest bei den großen Konzernen.

Es gibt noch den Mittelstand, aber der schrumpft, wird weiter kaputt gemacht, durch die Marktmacht der internationalen, globalisierten Konzerne. Durch die Schaffung von Monopolen, wenigstens aber Oligopolen.

Hauptverantwortlich in Deutschland: spd, Grüne CxU, FDP.

Dieser „Trend“, diese Veränderungen zugunsten von „Welt-Konzernen“, die ihre Profite den größtenteils US-amerikanischen Anteilseignern in den USA überweisen, wird zunehmen, er wird sich verstärken.

Einfach, weil niemand wieder regulieren will, kontrollieren will, verbieten will.

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Die in Deutschland ansässige Automobilindustrie hat zu einem großen Teil ausländische Anteilseigner, die nicht nur Profit wollen, sondern auch, durch ihre Staatszugehörigkeit, eigene politische Interessen haben.

BlackRock (nur als Beispiel) ist keine, von der US-Politik völlig losgelöste Profitmaschine, sondern dient auch amerikanischen politischen Interessen. Und bestimmt diese auch mit.

Es handelt sich um eine Symbiose aus wirtschaftlichen und politischen Interessen.

Deutschland, als Staat und „Heimat“ von fast 80 Millionen Deutschen lebt vor allem vom Export wirtschaftlicher Güter.

Der bedeutendste Industriezweig ist die Automobilindustrie, weil sie Zulieferer aus allen möglichen anderen Industriezweigen (Chemie, Elektronik, Metall, usw.) ebenfalls zu einem großen Teil „am Kacken“ hält.

Sie ist auch der bestimmende Faktor in der deutschen Politik geworden, weil ihnen diese Position durch die Politik überlassen wurde.

Politiker schwafeln immer gerne über die „Arbeitsplätze“, die der deutsche Automobilbau in Deutschland selbst sichern würde. Man redet ifast mmer von mehr als 800.000 „Arbeitsplätzen“.

Das ist Folklore, wenigstens zu einem großen Teil, denn die Zahl stimmt nicht, aber was viel mehr zählt, ist die Tatsache, das es sich bei den öffentlich „umsorgten und bejammerten“ Arbeitsplätzen in den meisten Fällen um reine Ausbeuterjobs, um Niedriglohnarbeit, Zeit- und Leiharbeit handelt.

Was das Publikum, also der Wähler nie beachtet, wenn er seine „Nachrichten“ konsumiert und die ritualisierte Hysterie der marktradikalen Medien verinnerlicht.

Warum macht sich die deutsche Regierung nicht nur beim „Dieselskandal“ (griffige und verharmlosende Medien-Folklore) strafbar, warum missachtet sie alle möglichen deutschen Gesetze, dazu EU-Recht, nationales und internationales Wettbewerbsrecht?

Weil sie glaubt, ihr bliebe nichts anderes übrig. Denn sie ist im marktradikalen Denken verhaftet.

Weil Marktradikale grundsätzlich schizophren sind und sich immer wieder selbst in den eigenen Schwanz beißen müssen.

Einerseits schwafelt jede deutsche Partei, außer natürlich der AfD von Internationalität, von Globalisierung, vom Zusammenwachsen der Völker.

Bullshit, denn wirkliche Globalisierung gibt es nur in der Wirtschaft, nicht in der Politik.

Andrerseits will diese nationale Eigenständigkeit (Souveränität) nämlich kein Politiker aufgeben und selbstverständlich fast niemand unter den Bürgern (der eigene Kral). Und Bürger sind in manchen Ländern auch noch Wähler

Zwar wurde bereits viel zu viel Legislative (also Gesetzesschaffung) an die EU überantwortet.

Wer sich dann nicht an die EU-Gesetze hält, zahlt Strafen. Deutschland muss viele Strafen bezahlen, weil die EU nur dann für deutsche Politik wichtig ist, wenn es „Deutschland first“ hilft.

Weiterhin machen bereits 709 „Abgeordnete“ heuer immer noch „nationale“ Gesetzgebung.

Die Regierung wacht dann über und schützt „nationale“ Interessen in dieser globalisierten Wirtschaftswelt.

Und wird dabei selbst straffällig.

Die oben angesprochene Schizophrenie ist, das man glaubt, Wirtschaft und alle anderen Felder der Politik voneinander trennen zu können.

Kann man nicht, konnte man nie und wird es nie können.

Der sogenannte Dieselskandal, mit all seinen idiotischen Zwischenergebnissen ist so ein schizophrenes Ergebnis. Der hat nämlich viele Teilaspekte. Manche groß und wichtig, manche eher kleiner. Es ist eine Standpunktfrage.

Die Regierung unter Frau Merkels Kanzlerschaft vertritt den Standpunkt, die „deutsche Automobilbranche“ schützen zu müssen, obwohl die Eigentumsverteilung eher international (global) ausgerichtet ist.

Das heißt, ein Großteil der (vielleicht in Deutschland versteuerten) Gewinne, die überall auf der Welt, auch durch Ausbeutung, entstanden sind, fließen letztendlich in die USA, nach Dubai, Saudi-Arabien, GB, Singapur, oder wo große Einzelinvestoren und noch größere „Vermögensverwalter“ ihren steuer-bevorteilten (Delaware, Caymans, Antillen, die Kackinsel im Ärmelkanal, usw.) Wohnsitz haben

Also macht die Bundesregierung (und alle anderen Regierungen) den Firmensitz der Konzerne zum entscheidenden Kriterium, auch die Zugehörigkeit zum VDA, zum BDI spielen keine unerhebliche Rolle.

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Ein sehr wichtiger Teilaspekt ist die Tatsache das Verbrennungsmotoren bereits zu einem auslaufenden Modell geworden sind. Das ist Fakt.

Die deutschen Manager setzen aber nicht auf elektrogetriebene Fahrzeuge, sondern auf Wasserstoffantrieb.

Elektrofahrzeuge, wie sie China verbindlich vorschreibt und die nötige Infrastruktur in einem „Affentempo“ schuf, selbst die Herstellung und den weltweiten Vertrieb chinesischer E-Autoprodukte voran trieb, haben für den Industriestandort Deutschland einen ganz großen und entscheidenden Nachteil.

Das E-Auto benötigt viel weniger bewegliche Teile, als Fahrzeuge mit dem herkömmlichen Verbrennungsmotor.

Der Wegfall vieler traditioneller Zulieferer ist damit vorprogrammiert.

Und damit marginalisierte Umsätze, Profite, Steuereinbußen, verlorene Arbeitsplätze, die Bedeutung Deutschlands als Industriestandort wird ebenfalls drastisch verringert.

Weil es keine andere Industrie in Deutschland gibt, die eine „geschrumpfte“ Automobilindustrie „auffangen“ könnte.

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Wo liegt die politische Schizophrenie?

Im nationalstaatlichen Denken in einer wirtschaftlich völlig „globalisierten“ Welt.

In Deutschland „schützt“ die Regierung die internationalen Eigentümer vor noch höheren Strafzahlungen und Ersatzleistungen, vor der deutschen Justiz und wird dabei selbst straffällig, wogegen die deutsche Justiz ihrerseits auch nicht einschreitet.

Die „Arbeitsplätze“ sind dabei ein „öffentliches“ Argument, für die Öffentlichkeit gebraucht, um von den justiziablen Vorgängen der Regierung abzulenken, bzw. diese gutheißen zu lassen, aber tatsächlich interessiert sich die Politik nicht besonders für „Arbeitsplatzsicherung“.

Denn Arbeitsplätze werden sowieso immer weiter und schneller abgebaut. Das liegt an der rasanten technologischen Weiterentwicklung in der „Arbeitswelt“, die viel mehr menschliche Arbeit überflüssig machen wird. Weltbank und IWF schätzten kürzlich das zukünftig die Hälfte, sogar ¾ aller menschlichen Arbeit durch den technologischen „Fortschritt“ wegfallen könnten.

Gleichzeitig fürchtet die Regierung einen Verlust der deutschen, also ihrer wirtschaftlichen Stärke als Nation.

Die US-Regierung lässt ihre Justiz von der Kette und die spricht Milliardenstrafzahlungen aus und verdonnert VW (deutsch – obwohl in den USA auch produzierend) zu Schadensersatz. Die Deutsche Bank kennt dieses Procedere seit vielen Jahren.

Deutschlands Regierung versucht Deutschlands größten Industriezweig zu retten, ihn wenigstens über die Runden zu helfen, bis die neuen (angeblich) völlig umweltfreundlichen Antriebstechnologien verfügbar sein werden UND weil man der marktradikalen Doktrin ohne Wenn und Aber blind folgt.

Noch ist der Diesel nicht tot, der Benziner ebenfalls nicht. Aber die hohen Abgasnormen der Politik, die nicht ohne weiteres zu erreichen waren, wenigstens nicht ohne zusätzliche, daher Profit mindernde Hardwarebestückung jedes einzelnen PKWs, haben den Dieselmotor ins Abseits gefahren.

Der Umweltschutz ist ein immer stärker werdender Gedanke bei den Menschen, auch wenn dabei viel zu viel heiße Luft und Falschinformationen medial produziert werden.

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Die Schizophrenie marktradikaler Politiker in Europa ist ja der „Spagat“ zwischen den hohen und steigenden Profiten für sehr wenige Leute, die in sehr wenigen Staaten außerhalb der EU wohnen, leben, Steuern (nicht) zahlen und durch weitere Investitionen noch mehr Produktionsmittel und noch mehr Macht erlangen (vor allem durch die digitalen Möglichkeiten der nahen Zukunft) und nationalstaatlichen Interessen.

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Anders ausgedrückt:

Nach meiner unmaßgeblichen Meinung sind die Sieger des Marktradikalismus immer noch die Hegemonialpolitik der US-amerikanischen Regierungen und die amerikanischen Milliardäre, sowie die amerikanischen Finanzterroristen.

Dort wurde das Spiel „Marktradikal“ des von Hayek und seiner Freunde wieder entdeckt und politisch implementiert.

Es war notwendig geworden, weil der bisherige Weg der US-Dominanz, der durch eine starke produzierende heimische Industrie sichergestellt worden war, nicht mehr funktionierte. Das Bretton Woods System funktionierte ebenfalls nicht mehr.

Europa, der Rest der von den USA „beschützten Freunde“ überall auf der Welt folgte und begann auf marktradikal umzustellen, einfach um den Anschluss nicht zu verpassen. Um sicherzustellen, vom Fell des Bären einen Anteil zu bekommen.

Auf die 99% Menschen, die dabei verlieren mussten,wurde keine Rücksicht genommen.

Deshalb musste Deutschland 2008 die Gelder der Reichen retten, um als große Wirtschaftsnation im Spiel zu bleiben. Entgegen aller Wettbewerbsregeln.

Deshalb glaubt die deutsche Regierung, die „deutsche“ Automobilindustrie, nicht nur VW „helfen“ zu müssen. Entgegen aller Wettbewerbsregeln. Entgegen den einschlägigen Paragraphen deutscher Strafgesetzbücher.

Deshalb überlegte kürzlich das Finanzministerium „unter“ Olaf Scholz (spd – Schäuble II) was man mit der Deutschen Bank anstellen könne, Fusion mit der Commerzbank und weitere Optionen.

Deshalb wird die deutsche Regierung vermutlich auch Bayer „helfen“, wenn die Monsantoklagen den „deutschen“ Chemiekonzern drohen untergehen zu lassen. Das war wahrscheinlich die langfristige entscheidende Überlegung von BlackRock und Vanguard, als sie den Bayer-Vorstand zwangen, diesen idiotischen Deal abzuschließen.

Wer gewann?

Meist US-Amerikaner, Milliardäre, Finanzkonzerne und die US-Regierung.

Dieses Spiel treiben die Amerikaner aber nicht nur mit Deutschland. Das machen die in allen Ländern dieser Erde, und wo das nicht durchsetzbar ist, verhängen sie Sanktionen, die dann auch noch murrend von den „Freunden“ mit umgesetzt werden.

Das ist marktradikale Schizophrenie, wenigstens für mich.

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Wer trotzdem nicht auf einen Jahresrückblick verzichten will, der kann ja auf diesen Link zu RT klicken: https://deutsch.rt.com/meinung/81544-ruckblick-auf-jahr-2018-feuerwerk-peinlichkeiten/

Oder andere Rückblicke in Mediatheken, Youtube oder sonst wo im „Netz“ aufrufen.

Ich persönlich habe dieses unglaublich miese Jahr abgehakt und erwarte von 2019 politisch, gesellschaftlich nicht viel Besseres.

Denn die, die da immer noch entscheiden, können und wollen nichts anderes, als das, was seit den 1980er Jahren falsch läuft.

Und auch in 2019 wird es immer noch viel mehr Deutsche geben, die sich weiterhin einreden, „es ist alles gut“.

Die wenigen, die wissen, das nur sehr wenig „gut“ ist, werden weiter vor die Mauern des strengen Glaubens und der gepflegten Unwissenheit laufen.

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Machen Sie alle es gut, irgendwie.

Versuchen Sie durchzukommen, durchzuhalten, nicht aufzugeben, vor allem in Ihrer kritischen Haltung und fragenden Distanz.

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Bis dann…

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