So geht man nicht mit Menschen um!

Die EU schon, angeblich wegen „unserer Sicherheit“.

Das ZDF hat zu diesem Thema kürzlich eine Doku gesendet. Die finden Interessierte auf ARTE oder in der ZDF-Mediathek (bis 2019) oder auf Dokustreams.de oder möglicherweise bald auf Youtube.

Türsteher Europas“ wird vermutlich nicht viele Zuschauer generieren, weil: uninteressant, langweilig, „geht mich alles nix an“, „hab genug eigene Probleme“.

Es geht ja nur um Afrikaner, um Armut, um Hunger, um große Korruption, um organisierten Menschenhandel (vor allem auch auf staatlichen Ebenen), um fortgesetzte Verbrechen an der Menschlichkeit, um Mord, um massenhafte Dauervergewaltigungen, um Lobbyismus, um Profitgier, um Zynismus, um den generellen und anscheinend normal gewordenen Umgang mit jedwedem menschlichem Leben im marktradikalen Wirtschaftsfaschismus (marktkonforme „Demokratie“).

Schauen Sie sich die Sendung bitte an.

Und vielleicht fragen Sie sich, ob Sie das wirklich wollen. Was die „EU“ in unserem Namen anrichtet. Über die USA müssen wir uns nicht mehr aufregen.

Denn wenn Sie und ich, wir alle weiterhin nichts tun, dann ist menschliches Leben sehr bald wirklich überhaupt nichts mehr wert.

* * *

Mir hat die Sendung mehrmals zu Wutanfällen und Zornesausbrüchen verholfen.

Immer dann, wenn EU-Typen zu Wort kamen, immer dann, wenn durch und durch korrupte afrikanische „Polizeigeneräle“ und „Regierungs“-Hansel interviewt wurden.

Leute wie Olawale Maiyegun, Direktor für Soziales der Afrikanischen Union oder die niederländische Professorin Mirjam van Reisen glichen mit ihren Aussagen meine durchaus angespannte Gemütslage zwar wieder ein wenig aus.

Das hielt aber nicht lange vor, denn es kamen jede Menge Zyniker und gierige Profiteure zu Wort, wie Dirk Niebel (FDP, ehem. MdB, ehem. Bundesentwicklungshilfeminister, ehem. Teppichschmuggler, heute Cheflobbyist bei Rheinmetall, dem größten dt. Rüstungskonzern) oder der Direktor von Frontex.

Ganz besonders widerlich stieß mir der Herr Stefano Manservisi, enger und langjähriger „Freund Afrikas“ (nach eigenen Aussagen) auf, langjähriger EU-Karrierist, derzeit „EU-Generaldirektor für internationale „Zusammenarbeit“, davor mit „Sicherheit“ beschäftigt.

Das widerliche und verlogene Gerede dieses Technokraten-Vogels war an Zynismus und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten.

Manservisi und Niebel gehören zu dem riesengroßen Kreis von Gestalten, die ich mal so richtig feste und ganz lange drücken möchte.

* * *

Wäre ich afrikanischer Diktator, würde ich überlegen, was ich habe und was ich haben will.

Ich habe viele Menschen, die mir am „Arsch vorbeigehen“. Die kann ich illegal exportieren und die „Ware“ muss mir auch viel Geld für den „Transport“ bezahlen, weil ja illegal.

Illegal“ ist sowieso immer geil, macht immer alles viel teurer und erhöht den Profit, wissen Sie?

Viel mehr Geld gibt es aber aus der EU. Damit meine „Schwatten“ bei mir bleiben.

Wenn ich jetzt also so tue, als ob ich mein Geschäftsmodell „Migration“ für die marktradikale EU stoppe, kriege ich von denen ab sofort richtig viel Geld und jede Menge „Sicherheits-Equipment“, Geländewagen, Ausbilder für diesen technischen Kram und und und.

Jammern, beschweren und meckern gehört zum Deal auch dazu. „Immer viel zu wenig bekommen“ und so, Sie kennen das doch auch?

Das „Sicherheitszeug“ kann ich später auch noch gebrauchen, zur Überwachung meiner daheim gebliebenen Hanseln, das finde ich ganz toll. Mein Bruder, der Innenminister ist auch schon hellauf begeistert.

Ich krieg auch wieder mehr EU-Waren (Handel ohne Sanktionen) und kann meine Rohstoffe auch wieder nach EU-Land verkloppen, ohne diese scheiß „Sanktionen“, die bisher nur meine Gewinne geschmälert hatten. Geliefert hatten wir immer, nur auf Umwegen.

Jetzt guckt die verkackte EU auch nicht mehr auf „Menschenrechte“, „Demokratie“ und so nen Quatsch, wie früher immer von mir eingefordert. Ehrlich, wie eine nervtötende Endlosplatte ging das immer.

Sicher, wir haben in der Afrikanischen Union Reisefreizügigkeit für unseren Kontinent vereinbart. Das wird jetzt durch die EU und ihre Abkommen mit mir und anderen Staats-Bossen „wieder in die Tonne getreten“.

Aber, was will ich machen?

Mein Konto wächst nicht durch innerafrikanische Reisefreizügigkeit und meine mächtigen Stammesbrüder (die brauche ich auch wirklich) haben auch Konten in der Schweiz, auf den Caymans, Groß-Familien, Mätressen oder andere Interessen.

Was, in der Sahara verrecken mittlerweile mehr Leute als im Mittelmeer?

Na ja, ist doch Platz genug und die trocknen ja schnell aus. Ganz anderer Anblick als Wasserleichen. Und die Weißen sind ja manchmal auch so verdammt empfindlich.

Außerdem hat jede Patrouille mittlerweile eine oder zwei Schippen dabei. Sand ist ja leicht zu bewegen.

Im Grunde ein irre gutes Geschäft, hätten wir aber auch früher drauf kommen können, ehrlich!“

* * *

Und die EU?

Jede Menge neue „Aufgaben“, neue Generaldirektorenposten, Direktorenposten, EU-Botschafter und andere „Arbeitsplätze“, Mengen an neuen „EU-Statthaltern“ vor Ort.

Macht sich unentbehrlicher, setzt sich wie Zecken im Hochsommer in das Fell der Bürger

Die Verbindungen, die die Rüstungs- und „Sicherheitstechnik“-Lobby in jahrelanger, schweißtreibender Arbeit bei der EU aufgebaut hatten, fangen an sich endlich auszuzahlen.

Aufträge kommen, Rheinmetall et al ist es auch lieber, Brüssel zahlt, als diese unsicheren Kantonisten aus Afrika. „Da warteste ewig auf die Kohle.“

Und die brauchen „da unten“ ja wirklich alles, klar haben ja nix. Ein Milliarden-Geschäft. Wir haben es „kommen sehen“, waren vorbereitet, jetzt wird geerntet.“

Was, ob wir den Afrikanern gesagt hätten, sie sollen als Horden in Europa einfallen? Nu komm, mach mal nen Punkt. Die Armut bei denen haben wir nicht alleine geschaffen, da war eigentlich jeder große Konzern beteiligt und EPA hat auch ganz gut geholfen. War alles nur eine Frage der Zeit.“

* * *

Warum das alles?

Warum auf diese Weise und nicht anders?

Warum nicht zuerst an die Menschen denken?

Also, mal ehrlich. Wollen Sie in Europa, so leben wie die „da unten“. Für die Absicherung unseres Lebensstandards müssen wir schon was tun. Uns auch mal abschotten, Grenzen dicht, wenn zu viele von denen kommen. Haben ja auch meistens nix gelernt. Wir müssen da auch aufpassen, wer uns nützt und wer nicht.

Wir fertigen hochpräzise Sicherheitsgeräte, die kosten Geld, Entwicklung, Rohstoffver- und -bearbeitung, Fertigung, Vertrieb.

Unsere Spezialisten arbeiten nicht für „ne Schale Reis“ und wir haben enormen Konkurrenzdruck, Kosten- und Leistungsdruck. Im Management brauchen wir Leute mit Erfahrung, Durchsetzungsvermögen, da kann man keine Zeitarbeiter gebrauchen.

Da unten“ werden unsere Geräte gebraucht, da nutzen sie uns allen. Dann müssen wir dafür auch mal in die Tasche greifen.

Wir leben in marktkonformen Zeiten, besser wir verdienen an gewissen gesellschaftlichen Gegebenheiten, als das wir „denen da unten“ Fabriken hinstellen, die schon nach 1 Jahr kaputt sind.

Tja, an den gesellschaftlichen Gegebenheiten trage ich keine Schuld, Ich bin auch nicht bei der EU, ich mache hier meinen Job, darum muss ich mich kümmern, dafür werde ich bezahlt. Ich hab Familie, einen Sohn, der schon in Princeton studiert, das kostet auch. Und wenn ich den Job nicht mache, dann sitzt hier in 10 Minuten ein anderer.

War’s das jetzt?

Ich habe heute noch eine andere Verpflichtung. Meine Frau ist heute Gastgeberin der Charity-Gala „Ein Herz für Afrika“.

200 illustre Gäste aus Politik, Kunst, Medien und Wirtschaft. Werden wohl so 15 bis 20.000 Euro für ein Kriegswaisenhaus zusammen kommen. Ist ja für einen guten Zweck und von der Steuer absetzbar.

Schönen Tag noch.“

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Was denken Sie, sollen wir die alle so weiter machen lassen?

Bis dann…

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