Dramen, Schmierentheater, Tingel-Tangel, Gaukler

Was von den Medien übrig blieb

Die ständige Verbreitung von Angstszenarien, politischem Drohsprech und falschen Informationen ist seit der Machtübernahme der marktradikalen Imperatoren die hauptsächliche Aufgabe der allermeisten westlichen Medien.

Die stehen, genau wie Sie und ich, auf der Seite der Guten, auf der Seite der Märkte, der NATO, der Konzerne, der Investoren (Spekulanten).

Auf der Seite von Demokratie, christlichem Abendland und westlichen Werten. Sie und ich auch.

Sie und ich stehen dabei nicht auf dem goldenem Parkett der Finanzjongleure sondern waten bis zum Hals in der Kloake des Neoliberalismus.

Die ist angefüllt mit:

  • HARTZ-IV-Schikanen

  • Renten- und Altersarmut

  • einem desaströsem „Gesundheitsunwesen“

  • einem, durch weitgehende Privatisierung und Profitgier unmenschlichem Pflegedesaster, medial bemäntelt als „Pflegenotstand“

  • durch Profitgier rasant steigende Mieten

  • ein von jedem Drecksack unterlaufenes und nicht beachtetes Gesetz zum „Mindestlohn“, von lächerlichen € 8, sonst was pro Stunde

  • ein „expandierender „Niedriglohnsektor“ (den Besten der Welt gibt es in Deutschland zu genießen)

  • Zeitarbeit, Teilzeitjobs, Industrie 4.0

  • immer mehr privatisiertem Bildungswesen

  • qualitativ immer schlechter werdende Schulbildung

  • eine immer weiter und schneller voranschreitende Zerstörung der Natur, der Böden, der Luft und natürlicher Grundwasservorkommen, der Meere und Ozeane durch jährlich wachsende Müllmengen und gefährlicher, krankheitserregender Chemieprodukte, nicht nur zur „Ertragssteigerung“ bei „Ackerbau und Viehzucht“

  • immer mehr Privatisierung von originär staatlichen Aufgaben

  • immer häufigere und teurere Sozialisierungen von Verlusten der privaten „Wirtschaft“.

* * *

Damit Sie und ich die Fresse halten, nicht aufmucken, nicht auf dumme Gedanken kommen, gar politisch werden, zu denken anfangen, sich sogar noch anfangen zu wehren, gibt es die Medien, die Gaukler, die Jahrmarktschreier und Possenreißer in den „Redaktionen“ der „Presseorgane“. Die wurden einst besonders geschützt, durch das Grundgesetz und durch das Presserecht.

Um Demokratie, das Recht der freien und ungehinderten Meinungsäußerung für jedermann und Meinungsvielfalt zu gewährleisten.

So kann man sich täuschen.

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, in den Absichten der Macher aus Politik, Wirtschaft und Medien und dem ungebrochenen, völligen Desinteresse der „nach Demokratie lechzenden“ Bürger.

Nach etwas mehr als 70 Jahren Frieden. In Europa, naja, nicht in ganz Europa, wenn wir mal die Kriege im ehemaligen Jugoslawien, in Georgien (eigentlich schon Asien), in der Ukraine, das irrsinnige Morden in Nordirland usw., vergessen.

Wenn wir mal den weltweiten Krieg „Reich gegen arm“ komplett ausblenden.

Wenn wir mal die permanenten deutschen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausblenden, auch schon vor 1998. Die gab es zu jeder Zeit der Bundesrepublik

Wenn wir mal die Einmischungen deutscher Politik in Krisengebiete vergessen. Auch die nahmen nach 1998 kräftig zu, aber es gab sie schon vorher.

Wenn wir mal „unsere Großbanken“ ausblenden, die eigentlich zu jeder Zeit Kriege mitfinanzierten, Waffenlieferungen „halfen“ zwischenzufinanzieren, wegen der enormen Gewinne.

Nein das gilt alles nicht wirklich.

Für Oppa Gaulandser und Panzerursel von der Leyen sind Kriege nur dann richtige Kriege, wenn es hier bei uns, in Mittel-, aber auf jeden Fall in Osteuropa, mal wieder richtig kracht.

Der 1941 geborene Gauland schwärmt ja mehr für die „großartigen Leistungen deutscher Soldaten“ im WK II. Klar, dem beruflichen Dummschwätzer und Hetzer ist ja die „Gnade der späten Geburt“ dazwischen gekommen und so durfte er sich bei den „Leistungen deutscher Soldaten“ nicht mehr selbst einbringen.

Panzer-Ursel wurde 1958 in die erzkonservative CDU-Familie Albrecht hinein geboren. Sie pflegt auch die Mitgliedschaft im Evangelisch-Lutherischen Glaubenszirkel.

Trotz 7-facher Mutterschaft ist sie mit Freuden Verteidigungsministerin bei Frau Merkel und macht immer wieder gerne mit kämpferischen Drohsprüchen („Position der Stärke gegenüber Russland“ usw.) in Richtung Russland auf sich aufmerksam.

Darauf hat jetzt mal der derzeitige russische Verteidigungsminister Schoigu geantwortet und riet der Dame, u.a. zu „200 Jahren Schweigen“.

Was kürzlich von RT und den Nachdenkseiten publiziert wurde, weil diese Nachricht den deutschen Medien-Gauklern vermutlich „durchgerutscht“ ist. Man kann halt eben nicht alles „zeitnah“ in dieser „schnelllebigen Zeit“ bearbeiten. Da kann schon mal was liegen bleiben.

* * *

Was unter keinen Umständen „liegen bleiben“ durfte, war der rapide und plötzlich einsetzende Wertverlust der türkischen Währung, der Lira gegenüber dem Dollar.

Was für ein Fest, was für eine Gelegenheit, dem dämlichen deutschen Lohn- und Konsumsklaven ein weiteres Mal die Überlegenheit und alles reinigende Kraft der frei agierenden (nicht regulierten) Märkte zu verdeutlichen.

Da hat der Donald (in Freihandelsangelegenheiten und NATO-Fragen sonst eigentlich der Böse für uns alle) Zölle auf türkisches Alu und Stahl „verhängt“ und schwupps, kann der Erdogan mit seiner Währung nur noch die Böden seines großen Palastes durchwischen.

Glauben Sie, das so schnelle und heftige Wechselkursveränderungen durch simple Zollerhebungen einsetzen?

Ja?

Dann wissen Sie nicht, das Wechselkurse von den großen, weltumspannenden Banken jeden Tag mehrmals in Telefonaten abgesprochen werden?

Das nur Banken die Möglichkeit haben, so große Mengen an Valuten zu bewegen, das wirklich signifikante Wechselkursveränderungen innerhalb weniger Tage entstehen können.

Was mit der Lira letzte Woche passiert ist, war das vorläufige Ergebnis von jahrelangen Spekulationen sogenannter Investoren, die sich in „emerging markets“ herumtreiben und den türkischen „emerging market“ bereits weit vorher begannen „trocken zu legen“, also „Investements“ drosselten bzw. abzogen und neue Investments nicht in der Türkei tätigten, sondern anderswo. Wo in ein paar Jahren das exakt selbe „Spiel“ zu beobachten sein wird.

Weil dies ganz einfach die ständigen „Nebenwirkungen“ von deregulierten Märkten sind.

* * *

Als Trump sein „Twitter-Gewitter“ über Zölle abschoss, war die türkische Lira bereits seit Jahresanfang im stetigen Sinkflug.

Die Trumpsche Zölle-Nummer hatte dann nur zusätzlich noch zu sofort verstärkt einsetzenden und noch heftigeren „Wett-Aktivitäten“ gegen die Lira durch die internationale Finanz-Zocker-Gemeinde geführt. Man folgte also gewissermaßen, nur einer Einladung der US-Regierung, an diese Kreise.

Erdogan hat daher in wesentlichen Teilen mit seinen Anschuldigungen gegenüber den USA nicht völlig unrecht.

Die Türkei ist, allerdings vor allem durch ihre vorherige offene, ebenfalls ziemlich unregulierte Wirtschafts- und Finanzpolitik, nun und bislang vorerst wirtschaftlich, zu einem Angriffsziel der US-amerikanischen Politik geworden.

Die wahren Gründe für diesen „Angriff“ sind bei Erdogans sprunghafter und nicht berechenbarer Politik, vor allem der nicht mehr völlig NATO-treuen Gefolgschaft, zu suchen.

Erdogans „Fremdgehen“, seine unverhohlen offen zelebrierten und demonstrativen Annäherungen an Russland, China und den Iran haben „Washington“ schon seit geraumer Zeit immer argwöhnischer werden lassen.

Nun ist Erdogans Rhetorik zuerst einmal immer seinem Zielpublikum zu Hause angepasst.

Wie überdreht Türken mit „Ehre“ und „Respekt“ teilweise umgehen, dürfte in Deutschland mittlerweile bekannt sein.

Wobei auch Trumps öffentliche „Rhetorik“ den „neuen Zeiten“ angepasst ist. Was auf viele europäische Schlipsträger immer noch verstörend wirkt.

* * *

Denn die Türkei droht aus der NATO auszuscheren, das allerdings schon seit geraumer Zeit. Auch ich veröffentlichte bereits letztes Jahr ein paar Mal dazu Informationen.

Mit dem aktuell öffentlich zelebrierten Gedöns um US-Pastor/türkischem Mullah (?) wurden nur wieder einmal unwichtige Halbwahrheiten für den Pöbel medial aufgemotzt und heiß serviert.

America first“ ist nicht länger bereit, Erdogans „souveräne Solonummern“ hinzunehmen, denn es geht, wie immer nur, um die „US-geführte unipolare Weltordnung“, die die USA weltweit, in vielen unterschiedlichen Gegenden, wieder herstellen wollen, weil sie beschädigt ist.

Vor allem auch mit Hilfe der NATO, mit Hilfe der NATO-Mitglieder, durch drastisch steigende Rüstungsausgaben der anderen NATO.Mitglieder, zum Kauf von, möglichst amerikanischen Waffensystemen.

Aber nur wegen der wichtigen Standardisierung, is klar, ne!

Die NATO-Mitglieder sollen Amerikas Machtansprüche ab jetzt in erheblich höherem Umfang mitfinanzieren und auch wieder herstellen. Das ist auch ein Teil von „America first“.

Es ist allerdings keine originäre Trump-Idee, sondern das Ziel jeder bisherigen US-Regierung.

* * *

Denn als der Neoliberalismus durch den politischen Vollpfosten Reagan und die Sozialhexe Thatcher politisch gestützt wurde, fing etwas an, was die politischen Schnarchnasen jener Zeit nicht berücksichtigt hatten.

Durch durch die weltweit geforderte und geförderte Deregulierung der „Wirtschaft“ verloren politische Regierungen westlicher souveräner Nationalstaaten immer mehr an Einfluss, an Macht. Vor allem die USA verloren an politischer Macht und Einfluss überall auf dem Planeten.

Mit Putin überließ Russland seine Vermögen und Werte nicht mehr widerspruchslos dem Westen („Tausche wertvolle Rohstoffe gegen McDonalds-Buden und Vodka“). China trumpfte in einem, damals nicht für möglich gehaltenem, Maße auf und tut es immer noch und immer heftiger.

Indien soll jetzt das neue China für die westlichen „Investoren“ (Profitgeier) werden, denn China ist zu groß und zu mächtig geworden, zu selbstbewusst, stellt sogar Ansprüche und Forderungen.

Will sich den Trägerverbänden der US-Navy auf den Weltmeeren entziehen, durch das Megaprojekt „One road, one belt“.

Auch das westliche Europa verlor viel an politischen Einfluss, dem durch die Gründung und der schnellen Erweiterung der EU, im neoliberalen Sinne, gegen den anwachsenden politischen Macht- und Einflussverlust entgegen gewirkt werden sollte.

Daher rührt in Europa das neue Gespenst der „Gestaltungsmacht“, der „EU-Armee“, der wiederentdeckte Neokolonialismus und jede andere politische Sabotage von friedlicher Koexistenz, vor allem mit Russland, durch das deutsch geführte marktradikale EU-Konsortium.

* * * * *

Lange hatte es ja nicht gedauert, bis US-Gerichte ihren bisherigen Unwillen aufgegeben haben, Urteile gegen den Seuchenkonzern Monsanto zu sprechen. Millionenklagen stattzugeben und Millionensummen für Opfer von Monsantogift zu verhängen.

Klagen gegen diesen Drecksladen gab und gibt es zuhauf. Tendenz steigend, weltweit.

Lange Zeit konnten „Anwälte“ von Monsanto größeres juristisches und finanzielles Unbill in den USA für den damals eigenständigen Konzern verhindern, weil sie mit Erfolg die angebliche Nichtbeweisbarkeit von krankheitserregenden und -fördernden Stoffen in Monsanto-Erzeugnissen nutzten. Gutachten-Schlachten waren das.

Das scheint jetzt vor US-Gerichten vorbei zu sein.

Ob es damit zu tun hat, das Bayer durch seine Minderheitsanteilseigner Black Rock (angeblich nur 7%) und andere US-amerikanische „Vermögensverwalter“ mit ähnlich geringen Anteilen, gezwungen wurde, Monsanto zu übernehmen?

Keine Ahnung, kann sein, kann auch nicht sein. Wie gezwungen, durch was, kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber ich kenne mich in den obersten Konzernetagen und den dort üblichen Handlungsweisen auch nicht aus.

Die Tatsache, das Bayer in Leverkusen seinen Firmensitz hat, sagt nichts über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse aus. Da dürfte von „deutsch“ nicht mehr viel übrig sein. Vielleicht ist der deutsche Konzernsitz in irgendeiner Weise für Black Rock vorteilhaft, obwohl Klagen vor US-Gerichten nach US-Gerichtsbarkeit verhandelt werden.

Vielleicht ging es dabei nicht so sehr um unterschiedlich angewendetes Strafrecht, sondern um die vermutete höhere Bereitschaft deutscher neoliberaler Politiker, eher zu „Konzernrettungen“ neigen zu können, als US-amerikanische Regierungen?

Zunächst einmal sind damals mehr als 60 Milliarden Dollar an Werten verschoben worden. Von Bayer, Deutschland an Monsanto, USA. Vielleicht auch woanders hin.

Nicht jeder Bayer-Aktionär dürfte damals auch Anteile an Monsanto gehalten haben.

Haben Black Rock und andere US-“Vermögensverwalter“ danach bereits angefangen, ihre eigenen Anteile an Bayer und Monsanto zu verringern, komplett verkauft und sich anderen Chemieriesen, wie DOW zugewandt?

Denn die vielen weiteren, weltweit bereits anhängigen Klagen und neu hinzu kommende Klagen werden Bayer, als allein haftender Idiot, noch sehr viel Geld kosten. Das kann man in den Vermögensverwalterkreisen nur noch als nicht hinnehmbares Profitrisiko einstufen und dem, mit seinen Mitteln und Kenntnissen, entgegenwirken.

Ich bin sicher, Black Rock und Konsorten haben nicht nur die Minimierung von unwägbaren „Profitrisiken“ für sich im Auge, sondern basteln dabei auch an einer neuen Konzernordnung der internationalen chemischen Industrie.

Weil man die komplette Justiz der USA doch noch nicht nach Belieben und Erfordernissen beeinflussen kann.

Die NachDenkSeiten haben dazu aktuell hier nochmal auf Black Rock hingewiesen und auch auf kriminelle Machenschaften, die möglicherweise in den Kreisen der Vermögensverwalter auch schon Anwendung gefunden haben, bei der Domestizierung von widerwilligen Managern zum Beispiel.

Außerdem verweisen die NDS in diesem Beitrag auch auf einen neuen Film der Journalistin Gaby Weber, die sich heuer nochmals auf Youtube Black Rock und der „Monsanto-Bayer-Hochzeit“ angenommen hat.

Das solche Filme nicht im Mainstream gezeigt werden, ist für mich schon Grund genug, die meisten westlichen Medien als Gaukler zu bezeichnen.

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Bis dann…

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