Luftpumpen

Deutsche Medien, nicht die beiden Herren im Bild!

Sie haben gesprochen, 4 Stunden lang. Sie haben wenig bis nichts verlautbaren lassen, was sie besprochen haben.

Daraus machen die marktradikalen Systemmedien in Deutschland dann ihre aufgeblasenen Stories.

Auch diesmal eben nur wieder „heiße Luft“, garniert mit Abschriften von Twitter-Äußerungen, aus denen dann Nachrichten fabriziert werden. („Was sagt das Netz?“)

Getreu dem Motto der meisten marktradikalen öffentlichen Sprachrohre, aka Medien:

EGAL, WAS DIE FAKTEN SIND,

WIR machen das, was wir immer gemacht haben,

WIR bilden die Meinung des Pöbels,

im Sinne UNSERER Inserenten und Verleger.“

* * *

Egal, welchen Unsinn ich mir heute zum gestrigen „Gipfel“ durchlesen wollte, mein Adblocker erbost die Werbeschleudern, aka Medien und man fordert mich auf, den Adblocker doch abzustellen, weil mit der Werbung doch die vielen Redakteure und Mitarbeiter der Verlage fürstlich entlohnt werden.

Wurscht, es gibt genügend andere Presseorgane, die mich nicht mit Reklame zu scheißen wollen und ich deren Sichtweise auch mit Adblocker „konsumieren“ kann.

Das sind zwar meist ausländische Erzeugnisse, aber deshalb haben mich meine Eltern ja auch damals Fremdsprachen lernen lassen.

* * *

Was ist zunächst wichtig?

Sie haben direkt miteinander gesprochen. Sie haben sich nicht die Schädel eingeschlagen.

Trump twitterte im Vorfeld, die schlechten Beziehungen zu Russland sind das „Ergebnis amerikanischer Blödheit“.

Ja, wenn man Blödheit mit Absicht, Kalkül, Niedertracht und Machtphantasien gleichsetzen will, und in diesem Fall ist das sogar angebracht, dann hat der Donald recht.

Vladimir Putin sagte: „Der kalte Krieg ist schon lange vorbei.“

Vielleicht für ihn, aber er weiß es besser.

Denn seit 18 Jahren, solange führt er Russlands politische Geschicke, merkt er jeden Tag, das der Erhalt des kalten Krieges für gewisse amerikanische und europäische Kreise ein „lebenserhaltendes Muss“ ist.

Selbst wenn die beiden Staatsführer darin übereingekommen sind, zukünftig miteinander arbeiten zu wollen, die westlichen Kriegspläne ad acta zu legen, mit humanitären Hilfen im arabischen Raum zu beginnen, den westlichen Waffennachschub zu beenden, dann sehe ich den Donald die weitaus größere Last dieser Aufgaben tragen.

Denn er muss die Kriegstreiber des tiefen Staates in seinem Land, in der NATO und bei den westlichen „Verbündeten“ „an die Kette legen“.

Eine „Mords Aufgabe“, denn diese Typen sind in einem festen, Jahrzehnte alten Netzwerk eingebunden und werden sich nicht so einfach „vom Acker“ machen.

Kann natürlich auch sein, das der „Agentenführer Putin“ seinem „Agenten Trump“ nur weitere Instruktionen und Aufgaben zugewiesen hat.

Wie krank muss man eigentlich sein, um sich so eine Scheiße auszudenken und wie viel mehr krank muss man sein, so etwas in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wie krank und niederträchtig muss man als Verleger, als Redakteur sein, sich an solchem Dreck zu beteiligen, dabei mitzumachen?

* * * * *

Ich bin durch eine „News-Plattform“ auf eine weitere „Sau“ der Presse gestoßen, die derzeit „durchs Dorf getrieben wird“. Angestoßen wurde das Ganze durch den ehemaligen Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart. Ein spd-Männlein, der miesepetrige „spd-Berufsvize“ Ralf Stegner, hing sich sofort mit dran.

Von Steingart wurde wohl die provokante Frage gestellt, warum „die Menschen“ mit eingeschlossenen Kindern in Nordthailand mehr Mitgefühl haben, als mit Ertrunkenen und in Seenot befindlichen Afrikanern im Mittelmeer?

Meine Antwort:

Die Menschen“ werden durch Medien und deren „Berichterstattung“ beeinflusst.

Das „Mitgefühl“ wird durch Medien erzeugt, durch die Art der Berichterstattung, die Wortwahl.

Haben der Herr Steingart oder der Herr Stegner mit „die Menschen“ gesprochen, sie zu ihrer Gefühlslage befragt, zu ihren Sympathien, Antipathien?

Oder haben die Herren einfach die Menge der Presseberichte miteinander verglichen und daraus falsche Schlüsse gezogen:

Viele mitleidige Berichte über 13 Höhlengefangene

gegen

wenige, neutrale Berichte über Seenotdramen im Mittelmeer

=

Die Deutschen haben mehr Mitleid mit 13 Eingeschlossenen, die 10.000 Km entfernt leben,

als mit tausenden Toten, die jeden Scheiß-Tag mehr werden und direkt vor der „Haustüre“ krepieren.

* * *

Oder sind die Äußerungen von Steingart als Provokation zu verstehen, gegen die beeinflussende Berichterstattung der Medien gewandt? Er kennt das miese Mediengeschäft bestimmt „in- und auswendig“!

Wenn es eine Provokation war, dann muss ich Herrn Steingart mit seiner Initiative recht geben, die vermutlich überwiegende Ignoranz und das Desinteresse der Europäer (nicht nur der deutschen Bevölkerung) gegenüber dem seit Jahren stattfindenden menschlichen Dramen auf dem Mittelmeer, ist ganz besonders das Ergebnis einer viel zu nüchtern gehaltenen Pressearbeit.

Im Stil von Wirtschaftsberichten börsennotierter Konzerne

Eine, mit voller Absicht, relativierende Nachrichtenverbreitung. Die den „human touch“ nicht nutzen soll und darf.

  • Tote Menschen werden nur noch zu „Opferzahlen“ degradiert.

  • Diese Menschen haben keine Namen, keine Gesichter, keine Geschichten, keine Familien, keinen „human touch“, sie bleiben daher, gewollt anonym.

  • Und werden von den Europäern, den Lesern daher auch nicht mehr als „menschliches Leben“ wahrgenommen, sondern als Teil einer Statistik.

  • Sie kamen, nur um UNS etwas wegzunehmen. „Pech gehabt.“

  • Die „Kosten“ für die EU und die EU-Grenzstaaten, die die „Flüchtlingsinvasion“ uns allen aufzwingt, sind enorm, nicht zu bewältigen.

  • Europa soll „umgevolkt“ werden, „muslimisiert“, mit solch kranken Äußerungen hängen sich beschränkte rechtsnationale Volltrottel an diese menschlichen Dramen.

  • Die Art und Weise der „Berichterstattung“, die meist unterschwellig angebrachte Ablehnung gegenüber „Flüchtlingen, „Wirtschaftsflüchtlingen“, „Migranten“, „Illegalen“ ist zum größten Teil für die öffentliche Abstumpfung verantwortlich.

  • Die Wortwahl in den einzelnen Berichten haben in den langen Jahren die Menschen abstumpfen lassen.

  • Die eigenen täglichen Probleme, die der marktradikale Wirtschaftsfaschismus in der EU den meisten Menschen auferlegt und sie geistig, moralisch, empathisch gefangen hält, lässt nur noch eine begrenzte Aufmerksamkeitspanne gegenüber Flüchtlingen und Notleidenden, gegenüber anderen Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten zu. Menschen, die dazu noch anders sprechen, andere Lebenseinstellungen haben, andere Sitten und Gebräuche pflegen.

Glaubt jemand, das sei „Zufall“? Ich nicht.

Es ist Teil des Feinbildaufbaus: „DIE gegen UNS“, das die marktradikalen Faschisten brauchen, um von sich abzulenken.

* * * * *

Vor einigen Wochen hatte ich mich ja noch sehr positiv zu Italiens neuer Regierung geäußert, die mir durchaus Spaß machte, weil ich glaubte, man würde endlich mal ausreichend Sand in das marktradikale EU-Getriebe werfen.

Was für ein Idiot ich doch bin.

Immer noch nichts gelernt, immer noch nicht kapiert, wie Politik funktioniert, immer noch nicht kapiert, wie „fest die Marktradikalen die EU im Griff haben“.

Immer noch nicht geschnallt, das Politiker öffentlich immer nur hoch pokern, sich aufblasen, das öffentlich artikulierte Drohgebärden für den Pöbel inszeniert werden.

* * *

Signore Salvini, sie sind ein Verbrecher. Ihre Anordnungen zur Schließung italienischer Häfen sind Straftaten, die geltendes Recht brechen. Sie gehören vor ein Gericht.

Natürlich ordnen Sie ihre Rechtsbrüche in Abstimmung mit und Duldung, Aufforderung der EU an.

Diese Leute innerhalb der EU, ihren Gremien sind, wie jeder EU-Staats- und Regierungschef und Minister, der dieses Vorgehen durchsetzt, genauso straffällig geworden, wie Sie selbst.

Sie haben in Brüssel, vor wenigen Wochen erreicht, das Italien nicht mehr die „Hauptlast der Migrantenkrise im Mittelmeer“ alleine tragen muss.

Die EU hatte Verständnis, besonders Frau Merkel, denn die stand ja selbst zu dieser Zeit in ihrer eigenen Regierung mächtig unter „friendly fire“.

Und ihr Ministerpräsident hat ja damals in Brüssel wirklich „ein Riesenfass“ aufgemacht. Was mich freute, weil ich ein erklärter Gegner dieses EU-Konstruktes bin.

Aber, was ich von dieser italienischen Regierung ganz sicher nicht erwartet hatte war, das ihr euch eure humanitäre Verantwortung für die afrikanischen Flüchtlinge und zwangsläufig in Seenot geratenen Menschen so billig, so mies und menschenverachtend, eben marktradikal, habt abnehmen lassen.

  • Das sie gegen international gültige Gesetze wissentlich und willentlich verstoßen,

  • aus Seenot gerettete Menschen, durch Schließung der Häfen nicht aufnehmen wollen,

  • das sie die Bergung von in Seenot geratenen Menschen verhindern, in dem sie rechtswidrig Rettungsschiffe in Häfen festhalten und

  • Kapitäne unter fadenscheinigen Vorwänden vor Gericht stellen wollen.

Die italienische Regierung, die EU-Kommission, die Staats- und Regierungschefs der EU, haben sich wissentlich und willentlich Straftaten schuldig gemacht. Ebenso jeder Beamte, der diese rechtswidrigen Anordnungen ausführt.

Wo sind die Strafanzeigen von normalen Bürgern, die nicht mehr bereit sind dabei zuzusehen, das marktradikale Politiker jedes Recht und Gesetz in voller Absicht brechen, das Humanität und humanitäres Handeln verbindlich einfordert, das jedes menschliche Leben schützt und über alle anderen Interessen stellt?

Wo sind die Staatsanwälte, die unaufgefordert Ermittlungen aufnehmen, weil diese Straftaten keiner Strafanzeige bedürfen, um Ermittlungen aufzunehmen?

Ist es Richtern verboten, selbständig Strafanzeigen zu stellen? Richter sind doch der Einhaltung von Gesetzen und ihrer Durchsetzung gegenüber jedermann in besonderer Weise verpflichtet?

Oder sind das alles nur Märchen?

Die „Antwort“ der EU hatte ich ja erwartet.

Weitere Abschottung der EU-Grenzen durch Rechtsbrüche, noch viel mehr Geld für Internierungslager (durch Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes in Libyen wurden „KZ-ähnliche Zustände“ in einem Bericht für die Bundesregierung bereits festgestellt) in Nordafrika geben, den Seeweg über das Mittelmeer bereits in Nordafrika sperren lassen.

Dazu „spricht“, verhandelt man dann mit den Leuten, die Amis und Briten mittels des „arabischen Frühlings“ an die Tröge führten und blendet die Tatsache aus, das von 10 Verhandlungsteilnehmern auf der afrikanischen Seite mindestens drei selbst zu den zu „bekämpfenden Schlepperorganisationen“ gehören, oder sie sogar selbst führen.

Fällt unter „freies Unternehmertum“, wird ja auch von der EU gefördert und gefordert.

Das „Migranten-Problem“ soll „nordafrikanisiert“ werden.

Die NATO hilft dann auch gegen den, mit Sicherheit weiter anwachsenden „Terror“ in Afrika.

Wie in Mali vorexerziert.

Oder von amerikanische „Spezialtruppen seit Jahren in Afrika im Geheimen, gegen das Völkerrecht, bereits durchgeführt.

* * * * *

Widerwärtig, das alles. Schnauze voll, restlos.

Bis irgendwann, vielleicht…

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