Sie sind auf dem Weg!

Der letzte Schritt kann bis zu 11 Stunden dauern…

Eine mir, in den letzten Tagen sehr wichtig gewordene Dauernachricht, wird hoffentlich bald ein positives Ende finden.

Heute morgen um 10:00 Uhr thailändischer Zeit (05:00 Uhr in Deutschland) haben 13 ausländische Tauchexperten und 5 professionelle thailändische Taucher die Tham-Luang-Höhle betreten, um die 12 jungen Fußballer und ihren 25-jährigen Assistenz-Trainer nach 16 Tagen aus ihrer „Gefangenschaft“ in dem Tham Luang Höhlensystem in der Provinz Chiang Rai zu befreien.

Um 07:00 Uhr wurden die Eltern um ihr Einverständnis für die Durchführung der riskanten Rettungsaktion gebeten. Zuvor hatten die 13 eingeschlossenen Kinder und ihr Trainer einstimmig beschlossen, das Wagnis einzugehen.

Um 09:00 Uhr wurde der Platz vor der Höhle von Polizisten geräumt. Presse und Leute die nicht unmittelbar mit der Rettung zu tun hatten, wurden unmissverständlich aufgefordert, den Platz sofort zu räumen.

Dieser letzte Schritt zur endgültigen Befreiung der Jungs ist extrem risikobehaftet, denn die 4 Kilometer zum Höhlenausgang sind teilweise noch geflutet, die Kinder müssen schwimmen, tauchen und trekken. Das alles in teilweise engster Umgebung, nach 10 Tagen ohne Nahrung, in Kälte, bekleidet mit dünnem Sportoutfit. Sie werden natürlich von Profis begleitet und angewiesen, trotzdem sind die Risiken für die Kinder immer noch extrem.

In den letzten 6 Tagen, nach ihrem Auffinden durch zwei britische Höhlentaucherexperten, wurden sie mit spezieller, kräftigender Nahrung versorgt, Ärzte der thailändischen Armee mit Taucherfahrung und anderen Spezialtrainings, sowie australische Ärzte führten die Erstversorgung durch, Taucher einer speziellen Teileinheit der thailändischen Marine (es handelt sich tatsächlich nicht um SEALs, sondern um eine etwa 144-köpfige Marinetaucher-Truppe die die „Underwater-Demolition-Unit“ bilden, eine Einheit, die seit den 50er Jahren Teil der Royal Thai Navy ist) unterwiesen die „Gefangenen“ in Basiskenntnissen für selbsttätiges Schwimmen (die meisten Kinder können nicht schwimmen) und in ersten Schritten zum Tauchen.

Ein „Törn“, der Weg zum Aufenthaltsort der Kinder dauert für erfahrene, kräftige, gesunde Taucher etwa 5 bis 6 Stunden. Dabei handelt es sich um ca. 4000 Meter, die zu überwinden sind.

Die Rettungsaktion, die am 23. Juni in Gang gesetzt wurde, um die 12 Kinder und ihren jungen Trainer zu finden, hat eine beispiellose Welle von internationaler Hilfsbereitschaft in Gang gesetzt. Vor allem professionelle Höhlentaucher, Höhlenforscher, Wasserexperten, Bohrexperten, Wissenschaftler, private Firmen mit Spezialkenntnissen und Spezialgeräten aus Thailand und aller Welt haben sich an der Suche und den anschließenden Arbeiten zur endgültigen Bergung beteiligt.

Die stillen Helfer, ob es sich um Müllentsorger der lokalen Verwaltung handelt, die jeden Tag mehrmals die etwa 2,5 Tonnen Müll beseitigten, Menschen die für die Einsatzkräfte kochten, Toiletten reinigten, Wäsche der Rettungsarbeiter wuschen, Schlafplätze herrichteten, erreichten dabei genauso ihr körperliches Limit, wie die Taucher der Thai-Navy und ihre in- und ausländischen Kollegen. Oder die Retter, die im Urwald des Berges nach Eingängen suchten bzw. nach Möglichkeiten, um Tunnel zu den Eingeschlossenen zu bohren.

Tragisch dabei ist, das die Rettungsaktion bereits ein Todesopfer forderte, Samarn Kunun, 38, ein ehemaliger Soldat der Thai-Navy-SEALs, ließ sich von seinem Arbeitgeber AoT, beurlauben, um freiwillig seine Kenntnisse und sein Können in Chiang Rai zur Verfügung zu stellen. Er transportierte Taucherflaschen in die Höhle (6 Stunden Hinweg) und starb kurz nach Rückkehr (6 Stunden Rückweg) weil er nicht mehr genug Sauerstoff in seiner eigenen Flasche hatte, am Höhlenausgang.

Dieses traurige Ereignis zeigt, welches Risiko alle Beteiligten mit dem heutigen Entschluss einzugehen bereit sind, die Höhle zu verlassen, um sich auf den, vermutlich mehr als, 6-stündigen und äußerst kräftezehrenden Marsch mit erzwungenen Schwimm- und Taucheinlagen zu machen.

Ich wünsche den Eingeschlossenen Mut, Kraft und Durchhaltevermögen, die notwendige Portion Glück und den sie begleitenden Tauchern Kraft und den Überblick, jederzeit die richtige Entscheidung zu treffen.

Ich hoffe, das alle Beteiligten am Ende dieses Sonntages, vielleicht auch erst im Laufe des Montags, sicher und wohlbehalten aus der Höhle kommen werden.

Schon alleine deshalb, damit Herr Infantino sein Versprechen einhalten muss, denn er hat die Kinder und den Trainer zum Finale nach Moskau, am 15. Juli 2018 eingeladen, falls sie bis dahin befreit werden konnten.

Und diese Reise wünsche ich den jungen Fußballern aus Chiang Rai von ganzem Herzen.

http://www.nationmultimedia.com/detail/national/30349459

http://www.nationmultimedia.com/detail/national/30349580

http://www.nationmultimedia.com/detail/national/30349581

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Und weiterhin erhoffe ich mir für Thailand, für seine Bevölkerung und für seine Beamten und für die Regierung ein seit langer Zeit notwendiges Umdenken.

Das jeder aus diesem Drama etwas lernt. Wie es Ministerpräsident Prayut Chan-Ocha in einer TV-Ansprache bereits vor wenigen Tagen von allen Thais einforderte.

Ich hoffe, die Regierung und deren Ministerpräsident wird mit einigen wenigen, dafür wichtigen Beteiligten, vor allem auch ausländischen Beteiligten, eine ausführliche „Manöverkritik“ abhalten, um aus den gesamten Vorgängen Lehren zu ziehen, um daraus sinnvolle Pläne für zukünftige Katastrophen zu entwickeln.

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Wasser ist eine Plage in diesem Teil der Welt.

Entweder in kürzester Zeit viel zu viel davon und man weiß nicht wohin damit. Obwohl es jedes Jahr zu Katastrophen durch Monsun kommt.

Oder man hat zu wenig davon, obwohl es jedes Jahr in immer den gleichen Gegenden zu einem dramatischen Wassermangel kommt.

Der verstorbene König Bhumipol hatte Zeit seiner 70-jährigen Regentschaft mehrere tausend Initiativen ins Leben gerufen, um vor allem dem Thema „Wasser“ in seinem Land Herr zu werden.

Thailand hat zig Behörden, die sich mit „Wassermanagement“ beschäftigen sollen.

Ich habe im Laufe meiner bis jetzt 14 Jahre hier so viele Dinge gesehen und mir mein Bild machen können.

Da ich das alles aber mit „westlichen Augen“ sehe und mit „westlichem Verständnis“ erfasse, brauche ich gar nicht erst versuchen, mit Thais über Veränderungen und stetige Verbesserungen zu sprechen.

„Das Leben“ hier und die „Lebensführung, Lebensauffassung“ von Asiaten generell, von Thais im Besonderen, steht westlichen Sichtweisen komplett diametral entgegen.

Dazu kommen gesellschaftlich akzeptierte und gelebte Unarten, wie eine tiefsitzende, alles beherrschende Korruption, der man nicht mehr Herr werden könnte, selbst wenn man wollte. Aber es will keiner, zumindest niemand von denjenigen, die davon profitieren.

Der Rest schaut demütig zu, weil es „schon immer so war.“

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In Malaysia macht die neue Regierung zur Zeit und wie versprochen „Nägel mit Köpfen“.

Der vor kurzem abgewählte Ministerpräsident Najib ist der Korruption angeklagt worden.

Hoffentlich bringt das alles etwas für die Bevölkerung. Ein erster wichtiger Schritt, um politische Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, ein erster ganz kleiner Schritt, dem viele Schritte folgen müssen. Nicht nur in Malaysia.

Die USA, Deutschland, die EU ist genauso von Korruption verseucht, wie jedes andere Land dieser Erde.

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Der Sandinist und „Revolutionsführer“ Daniel Ortega lässt Teile seiner, mit Recht unzufriedenen und protestierenden, Bürger zusammenschießen.

Auch nur ein machtgeiles Arschloch von vielen, auf das die Welt gut verzichten kann.

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Mexico hat den ehemaligen Bürgermeister von Mexico-City zum Präsidenten gewählt. AMLO (Andrés Manuel López Obrador) wird im Dezember das Amt übernehmen, falls er das noch erleben darf.

Ob er halten kann, was er seinen verzweifelten Wählern versprochen hat, wage ich zu bezweifeln. Er mag vielleicht Erfolge gegen die zahlreichen bewaffneten Drogenkartelle erzielen können, aber gegen die Macht und das Geld der Wallstreet, der US-Wirtschaft und der EU wird er nicht viel ausrichten können.

Und so werden weiterhin Millionen von Mexikanern den „Freihandel“ mit ihrer viel zu billigen Arbeitskraft am Leben erhalten. Zum Wohle einiger reicher Arschlöcher mit Konten und Stiftungen auf britischen Kolonialinseln.

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Frankreichs höchstes Gericht hat nach 2 Jahren endlich ein richtig geiles Grundsatzurteil in Sachen „Menschenrechte für Migranten“ und selbstlosen Helfern gefällt. Das haut so richtig in das Kontor aller national-besessenen Ausländerhasser.

Schade, das das Urteil des frz. Verfassungsgerichtes nicht für die EU und insbesondere für den Bundesvollhorst, die CSU und die AfD gelten kann.

Es geht hier um die Bedeutung des Wortes „fraternité“ (dt.: „Brüderlichkeit“), ein Begriff, der in der frz. Verfassung neben Liberté und égalité festgeschrieben wurde. Das Gericht befand, das diese Begriffe immer noch (erst recht in marktradikalen Zeiten) keine hohlen Phrasen seien und besonders zu schützen sind.

Auch und gerade vor dem Missbrauch durch Rechtspopulisten und politischen Jahrmarktschreiern, die mit dem diffusen Wort „Sicherheit“ auf Stimmenfang gehen.

Und dabei, weltweit, nicht nur in Frankreich, selbstlose Helfer, seien es Privatpersonen oder karitative Vereinigungen, teilweise mit Erfolg kriminalisieren.

Hut ab, wertes Verfassungsgericht in Paris, wenigstens Sie haben sich ihre Unabhängigkeit noch erhalten, ganz im Gegensatz zu deutschen Berufsrichtern und Parteibuchinhabern in Karlsruhe.

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Soll ich zu

  • Merkels und Macrons EU-Deal bezüglich europäischer Migrationsabwehr Stellung beziehen? Von der geplanten Schaffung „humanitärer Konzentrationslager“ in Ländern, die der EU Migranten vom Hals halten sollen?

  • Zum Bundesvoll-Horst Seehofer, seinen Kläffern und Wadenbeißern Dobrindt und dem Marcus-Rex und dem Theater um „Koalitionszerreißproben“, leider nie ernstgemeinten „Rücktrittsankündigungen“ und leider von Anfang an fest geplanten „Rücktritt vom Rücktritt“.

  • Von der, wie üblich, wankelmütigen spd?

  • Von einem Chulz, der in irgendeinem marktradikalen Systemblatt kürzlich die „fehlende politische linke Kraft“ beklagte. Da wollte ich das Display meines Smartphones zerschlagen. Weil darauf die verlogene Visage des Martin Ch. zu sehen war.

Was ich zu diesem unwürdigen politischen Schmierentheater zu sagen habe: die geplanten Grenzlager auf deutschem Boden sind illegal.

Sie widersprechen allen möglichen Gesetzen, auch geltendem EU-Recht.

Was aber den Sicherheits-Horst anscheinend nicht zu interessieren braucht. So einer steht über allen Gesetzen, weil ihn jeder läßt und keiner stoppt.

EU-Recht gilt sowieso nur dann, wenn solche „Gesetze“ dafür Sorge tragen, das 550 Mio. EU-“Bürger“ ihrer Rechte beraubt werden, wie durch das DSGVO, oder dem neu geplanten EU-weit gültigen „Gesetz“ zur Reformierung und Stärkung des Urheberrechts“, was nichts weiter ist, als eine noch tieferführende Entrechtung der Menschen und Beschneidung der Meinungsfreiheit innerhalb der EU .

Mit-Initiatoren dieses geplanten Verbrechens sind u.a. auch deutsche Verleger.

Nein, zu deutschem Polit-Theater, billig ausgetragen auf dem Rücken der ärmsten und verzweifeltesten Menschen aus Afrika, sage ich nichts mehr.

Bürger, seht zu, wie ihr diese Polit-Hasadeure endlich ruhig stellt und los werdet. Was anderes wählen, wäre ein guter Anfang.

Oder findet ihr daran etwa doch Gefallen?

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  • Soll ich zu Pompeos rüpelhaftem Auftritt in Nordkorea etwas sagen?

  • Zu Käfigen der „US-Homeland“-Behörden, in denen Kinder gefangen gehalten werden, die nichts anderes getan haben, als eine beschissene Grenze ohne Pass und „Visum“ zu überqueren.

Da kann ich nur noch sagen: „Land of the free“ – Wisst ihr was? Fickt Euch!

  • Zu US-Gerichten und beschissenen reaktionären Richtern, die „illegal immigrierten Kindern“ keinen Rechtsbeistand zuweisen wollen, weil es ein „Gesetz“ gibt, das solch einen Scheiß erlaubt.

  • Vermutlich ganz im Sinne von Trumps regelmäßig zitierten Schwachsinn: „It’s not fair to the tax-payers“. (Womit er sich und seine Familie nicht meinen kann).

  • Jeder Drecks-Drogendealer und Mörder hat Anspruch auf einen Rechtsbeistand, kleine Kinder nicht. –

Da kann ich nur noch sagen: „Land of the free“ – Wisst ihr was? Fickt Euch!

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Oder zum „Handelskrieg“ zwischen Trump- und Xi-Land. Haben sie die „Experten“ gehört, gelesen, gesehen. Alles wird den Bach runter gehen. Was May und Johnson nicht schafften, den 3. Weltkrieg anzuzetteln, das werden Trump und Xi schaffen. Mit Zöllen!

Die „Märkte“ sind schon so nervös. Unternehmer, also besitzende Milliardäre, das sind die die wirklich viel verlieren können, wenn der marktradikale „Freihandel“ durch Zölle ein paar Zähne gezogen bekommt, habn Trump bereits gewarnt. Das wird den Mann mächtig beeindrucken.

Mir gehen mittlerweile die medialen Dauerinszenierungen mit den allermeisten „Wirtschaftsexperten“ dermaßen auf den Sack.

Diese Typen haben keine andere Aufgabe, als mit Fachgeschwurbel und aufgeblähten, dafür umso sinnentleerteren Aussagen, mit Angstszenarieren und Weltuntergangsdramen, die dummen, (Nichts wissenden, daher glauben müssenden) „mündigen Bürger“, von der marktradikalen Wirtschafts- und Finanz-Achterbahn, als alleiniges und immer funktionierendes Wirtschaftssystem, zu überzeugen.

Mehr kann das nicht sein. Das die damit immer wieder bei der Mehrheit der Leute durchkommen, hat nur einen Grund. Die Mehrheit hat, wie immer, keinen blassen Schimmer.

Sonst wäre eine Merkel nie gewählt worden. Ein Scholz nie Bundesfinanzminister geworden. Und eine Nahles hätte ihre politische Karriere in ihrem eigenen Ortsverband verbracht. Ein Schröder hätte bereits 2002 seine Zelte in Russland aufschlagen müssen.

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Wie es Albrecht Müller erst vor kurzem so oder ähnlich schrieb: „Der Versuch der Aufklärung ist vergebens und sinnlos.“

Stimmt, Herr Müller, bei den allermeisten „mündigen Bürgern“ ist dieser Versuch nutzlos. Man spricht einfach nur „ins Leere“.

Die Entmündigung der „mündigen Bürger“, nicht nur in EU-Land ist in vollem Gange.

Wie konnte das alles nur jemals passieren?

Wer hat das denn nur mit sich machen lassen?

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Bis bald.

Und, bitte drücken sie die Daumen für die Jungs und die Taucher in der Tham-Luang-Höhle.