AUS! Aus! aus!

Hurra, wir fahr’n nach Haus‘.

Wat war dat denn?

Die nationale und internationale Presse lässt sich, diesmal völlig zurecht, über das vollständige Fehlen von Leistungen, die üblicherweise in der Mannschaftssportart Fußball von den Protagonisten (Spielern) gezeigt werden, teilweise auch hämisch und spöttisch, aus.

Die Spieler und der Trainerstab inkl. des Managers der DFB-Auswahl schütten verbal tonnenweise „Asche auf ihr Haupt“. Auch völlig zurecht. Und bereits sofort und bereitwillig nach Ende des Spiels.

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Beim Spiel gegen Mexico bin ich der „Mannschaft“ noch auf den Leim gegangen, habe viele Defizite und zu schwache Leistungen entschuldigt / vielleicht auch entschuldigen wollen. Außer Özils und Khediras Weigerung, „sich am Riemen zu reißen“.

Das Spiel gegen Schweden hatte mich auch nicht wirklich überzeugt, dennoch hatte ich mich mehr am destruktiven „Riegeln-und-Kontern-Spiel“ der Schweden abgearbeitet und den, mehr als glücklichen, Siegtreffer durch Toni Kroos überbewertet.

Entschuldigung, Herr Andersson, ich bin zwar nach wie vor der Meinung, das „Catenaccio“ jedes Fußballspiel tötet und unansehnlich werden lässt, aber ihr Team hat nun, in ihrem dritten Gruppenspiel gegen ein, zwar schwach spielendes, mexikanisches Team immerhin 2 Tore erzielt. Der dritte Treffer war ja ein Eigentor.

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Gegen ein durchaus „limitiert und überschaubar“ spielendes südkoreanisches Team spielte die DFB-Auswahl wie ein Seniorenstift.

Die Mannschaft“ hatte 74% Ballbesitz, spielte 697 Pässe, von denen 624 Pässe in den eigenen Reihen „ankamen“ (Passquote von 90%) und machte daraus 28 pomadige, grottenschlecht ausgeführte Torschüsse, entweder daneben, darüber oder direkt und gezielt in die Hände des koreanischen Schlussmannes.

Die Statistikdaten habe ich direkt von „Kicker.de“ geklaut. Wenn Sie dort den Spielbericht aufrufen, finden sie die Statistik zum Spiel. Dabei ist interessant, das Südkoreas Fußballer bei viel weniger Ballbesitz, bedeutend weniger Pässen und bedeutend weniger angekommenen Pässen noch 2 Tore in der Nachspielzeit (93. und 96. Minute) erzielen konnten.

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So blöde und dämlich spielen nicht mal D-Jugend-Spieler aus der sächsischen Schweiz, die auf einer Kuhweide spielen müssen, weil das Dorf sich keinen Sportplatz leisten kann..

Das Auftreten der DFB-Elf hatte nichts mit „fehlendem Teamgeist, fehlendem Siegeswillen usw.“ zu tun.

Die wollten einfach nicht. Özil sah ich schon „im Tunnel“ an, das er keine Lust hatte.

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Achtung Satire, weil VT in Mengen.

War das ein verspäteter „Boykott“ der WM in Russland durch die deutsche Regierung?

Hatten einige Spieler Urlaub gebucht, aber an der Reiserücktrittsversicherung gespart?

Sind die zahlreichen, lukrativen Werbeverträge wenigstens mit Konventionalstrafen verbunden, bei Ausscheiden in der Gruppenphase droht die komplette Rückzahlung der Werbeeinnahmen plus Strafen im deutlich 6-stelligem Bereich?

Wenn nicht, ist es auch egal, sollen die Werbefuzzis doch endlich mal Werbung ohne Balltreter machen!

Haben die deutschen Medienzaren und ihre Werbekunden aus der Wirtschaft zusammengelegt und das Ausscheiden in der Gruppenphase gekauft? Um die Hetze gegen Russland und Putin wieder richtig hochfahren zu können? Weil Frau Merkel keinen offiziellen Boykott anordnen wollte?

Wurde den Spielern mit der Steuerfahndung seitens der Regierung gedroht, wenn sie nicht alles für ein sattes und frühes Ausscheiden tun, um eben den „offiziellen Boykott“ hintenrum durchzuführen?

Muss Englands Gurkentruppe Weltmeister werden, damit May, Johnson und die „Tory-Truppen“ die nächsten Monate überleben? Sie kennen ja alle Gary Linekers „Definition“ von Fußball.

Satire und VT – Ende

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Hinterher hat man es ja meist bereits vorher schon gewusst“ Horst Evers hat diesen Satz mit einem ganzen Bühnenprogramm unterlegt.

Die Experten scheinen sich einig zu sein. Das nun eingetretene „nationale Desaster“ war bereits vor langer Zeit sichtbar, wurde aber nicht wahrgenommen, verdrängt, mit flotten Sprüchen übertüncht.

Toni Kroos sagte, ich glaube, nach dem verlorenen Spiel gegen Österreich, so etwas wie: „Wir sind nicht so gut, wie viele glauben.“

Vielleicht wollten die Youngster dem Weltmeister und viermaligen Champions-Leage-Gewinner nicht widersprechen.

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Egal, „wir“ werden auch das überleben, schließlich überleben die meisten Deutschen schon so lange Frau Merkels Regierungsstil und haben davor schon Schröder überlebt.

Klar bin ich enttäuscht, vor allem davon, das ich mit meinen Vermutungen so dermaßen daneben lag, wie etwa:

Mexiko schlägt Schweden,

Deutschland schlägt Südkorea in einem kampfbetonten Spiel.

Argentinien fährt nach Hause (Danke an das nigerianische Team – you made my day…)

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Ich denke, ab jetzt halte ich mal meine Fresse über Fußball und drück Kroatien alle Däumchen, oder den Schweizern. Ich mag „Underdogs“, irgendwie.

Und dafür werden mich Schweizer und Kroaten noch köpfen.

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Aber bis dahin, Kopf hoch und:

et hätt no immer irjendswie joht jejangen“

(Kölsche Grundsatz-Philosophie)