Hirn püriert

Wissen ist Macht, nix wissen macht auch nix.

Von dieser wichtigen Kernaussage westlicher Wertepolitik sind nicht nur Theresa May und Boris Johnson überzeugt.

Frau Merkel hat diesem Leitsatz ihre gesamte politische Karriere zu verdanken, vom Saunabesuch am 3. November 1989 bis ins Kanzleramt.

Der bundesdeutsche Außenminister und seine Sprachschergen huldigen den goldenen Worten ebenso. Wie jeder Bundesminister und Staatssekretär, nur allerbesten Traditionen der Vorgänger folgend.

Der idiotische Treueeid gegenüber der britischen Regierung beweist wieder mal, das der obige Spruch auch ganz besonders auf marktradikale Politiker angewendet werden muss, wenn man eine wortarme, aber zutreffende Definition westlicher Regierungspolitiker formulieren will.

* * * * *

Willy Wimmer wird mir immer sympathischer.

Seine „Liebesgrüße aus Moskau“, getan auf dem „Moscow Economic Forum“, an Adressaten in Berlin und London gefallen mir jeden Tag mehr. (Auf RT als Videos zu finden)

Er ließ bereits Frau Merkel und Herrn Maas (und somit auch die gesamte deutsche Presse) wissen, das der gegenwärtig angeschlagene Ton gegenüber Russland sich schlichtweg nicht gehört und deutlich gemäßigter auszufallen habe.

Dann legte er nach und sagte:

„Wir müssen nur auf Tony Blair zurückblicken. Sie lügen uns von einem Krieg in den nächsten“.

Gibt nur zu wenig Leute, die RT lesen, german foreign policy, Voltairenet oder die NDS.

Warum folgt die Bundesregierung der britischen Lügenintrige blind und taub?

Weil das bei jeder kriminellen Vereinigung so gemacht werden muss. Sonst ist die Gruppen-Disziplin „im Arsch“.

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Das Gruppenfoto zum Text soll daran erinnern, das das „Kabinett Merkel IV, also GroKO III“ auf jeden Fall für „KEIN WEITER SO“ steht.

Weil, ALLE aus CDU, CSU und spd hatten bereits kurz nach 18:00 Uhr, am 24. September 2017 VERSTANDEN.

Vor allem der Horst.

Weil Alle Alles Verstanden hatten, haben sie auch etwas länger gebraucht, um wirklich ALLES zu verstehen und das Verstandene auch in die neue Regierungsbildung mit einfließen lassen zu können. „Gut Ding will Weile haben.“

Denn, ein „Weiter so“ wird es auf keinen Fall mehr geben. Dafür sorgen „Minister“ wie Maas, Seehofer, Spahn, Barley, Giffey, der Peter aus dem Saarland.

UND NATÜRLICH DIE KÖNIGIN, die nach 12 Jahren Marktradikal noch 4 Jahre Marktradikal dran hängt, aber diesmal ganz anders als vorher.

Sie alle haben ja „verstanden“.

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Frau Dr. Katharina Barley, Bundesjustizministerin incl. Verbraucherschutz, hat ganz schnell verstanden. „Blitzmerkerin“

Ich wusste, rein instinktiv, das ich mich auf die Frau verlassen konnte. Denn es dauerte nicht lange, bis sie ihre marktradikale Glaubensrichtung eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und damit einhergehend, nicht zum ersten mal, ihre politische Unfähigkeit.

Sie sagte kürzlich, im Zusammenhang mit den schlappen 87-millionenfachen illegalen Datenverkäufen von Fuckbook-Nutzern durch Zuckerbergs „Kaufleute“ an Cambridge Analytics, das sie „sehr froh sei, das Facebook zugesagt habe, ihre Forderung nach mehr Transparenz bei den Algorithmen wohlwollend zu prüfen“

Hier der komplette Satire-Clip von Extra 3, vom 5.4.18 zu Facebook und dieser stahlharten Ministerin.

Eine bundesdeutsche Ministerin für JUSTIZ und VERBRAUCHERSCHUTZ ist sehr froh, wenn ein paar Kackbratzen eines organisierten Datendiebstahl-Unternehmens ihr die Zusage geben, etwas „wohlwollend zu prüfen“!

So und nur so hat der korrekte politische Umgang mit börsennotierten Konzernen in den Zeiten der marktkonformen Demokratie auszusehen!

Russland dagegen ist kein an der NYSE gehandeltes Milliarden-Unternehmen. Hat aber wieder verdammt fähiges Militär.

Über diesen „Fun-Fact“ kann das „Kabinett Merkel“ mal nachdenken.

Bei Gelegenheit. Wenn’s keine Umstände macht.

* * * * *

Ich schrieb bereits am 14. Februar 2018 in meinem Text „Am Scheideweg“ über das neue „bayrische Polizeiaufgabengesetz“.

Anfang April haben sich dann auch schon die heute-show und Extra 3 dieser totalitären, komplett faschistoiden Totalüberwachungs- und Willkür-“Gesetzgebung“ aus München (ist und bleibt die „Hauptstadt der Bewegung“, da können die Dresdner spazieren, was sie wollen) satirisch angenommen.

Ich schrieb im Februar auch über die Bestrebungen der niedersächsischen Landesregierung (spd & CDU), die bayrische Variante von Polizeistaat erweiterter Sicherheit, auch in VW-Land einzuführen

Deren „Justizministerin“ Barbara Havliza verkündete damals bei SPON vorauseilend und vollmundig, das sie, als „gelernte Juristin“ und ehemalige Richterin am OG Düsseldorf (Staatsschutzsachen!!) keine Unvereinbarkeiten mit dem GG erkennen könne.

Mein Tipp: „Gehste einfach nochmal auffe Uni, vielleicht nicht wieder Jura. Gartenbau is auch ganz nett und überfordert einen nicht permanent.“

Ich war immer schon ein Gegner von Parteibuchinhabern unter Beamten und im öffentlichen Dienst. Zumindest für jeden über der Besoldungsgruppe A7.

Das, was Bayerns CSU-Faschisten sich da zusammen gezimmert haben ist kein Gesetz für Recht und Ordnung, sondern dagegen.

Es ist zu Recht erhobenes Unrecht.

Joachim „Amigo“ Herrmann, bayrischer Staatsminister des Inneren, schwadronierte im Landtag vom „höchsten Grundrecht der bayrischen Bürger, der Sicherheit“, das bald viel effektiver geschützt werden könne.

Klar, kein Ding, weil damit alle anderen Grundrechte in die Tonne getreten werden. Das verstehen geistig völlig aus dem Ruder gelaufene bayrische konservative „Demokraten“ unter „Sicherheit“.

Natürlich, denn der Bürger und Wähler wird mittlerweile als Feind angesehen, CSU-Mitglieder gehören zur „Familie“. Sicherheitsfragen werden intern gelöst. Seehofer nach Berlin abzuschieben war so eine interne Sicherheitslösung. Für Söder.

Dieses „bayrische Sicherheits- und Rechtsverständnis“ ist das „Handwerkszeug“ von Horst Seehofers neuem Heimatmuseum.

Der Stuss vom „Islam, der nicht zu Deutschland gehört“ und andere verbale Ausfälle der letzten Zeit, dienen dazu, die nötige Stimmung bei den deutschen Abendlandsern, Abend-Spaziergängern und ewigen, tiefgläubigen „Christen“ aufzubauen.

Viel Mühe gehört dazu allerdings nicht. Bei dem allgemein besorgniserregenden Geisteszustand der meisten Empfänger der „frohen Botschaft“….

Der Mann ist nach seinem Schlaganfall für kein öffentliches Amt mehr geeignet. War er zwar zeit seines Lebens nicht.

Aber jetzt ist es einfach genug mit Minister, Politik und sinnlosem Gestammel in der Öffentlichkeit.

* * * * *

Nochmal der Außenheiko.

Nicht nur die völlig idiotische und ungeprüft vorgenommene Verbrüderung mit Britanniens regierenden Politikern fällt ihm jetzt gerade auf die Füße.

Wobei die Laiendarsteller aus dem AA stur weiterhin bei ihrer öffentlichen Behauptung bleiben, das es genüge, wenn Mordvorwürfe gegen Russland zwar nicht bewiesen werden müssen, denn für das AA ist es ausreichend, wenn die Vorwürfe nur „glaubhaft“ klingen, also gut formuliert sind.

* * *

Kaum war Maas zu Besuch in Israel, legte vor der Knesset das dort erwartete und übliche Gelübde deutscher Regierungen ab, ließ Israels faschistische Terror-Regierung wieder loslegen.

Gegen die Palästinenser, die im Gazastreifen eingesperrt sind. Und dort zu Recht protestierten.

Auf fliegende Steine und brennende Autoreifen antwortete das israelische Militär, wie gewohnt und von der Weltöffentlichkeit überwiegend ignoriert, mit Schusswaffengebrauch. (Link führt zu einem RT-Bericht zur derzeitigen Situation im Gazastreifen.)

Etliche Tote und massenhaft Verwundete waren das (gewünschte) Ergebnis.

Die NDS haben am 9.4.18 den Bericht veröffentlicht: „Nur die Toten finden hier ein besseres Leben.“ Eine erschütternde Zusammenfassung der Ereignisse seit Ende März.

* * *

Herr Maas fuhr wohl ohne jedes intensive Briefing nach Israel, nur mit den bekannten Weisungen des AA, wie man sich von offizieller deutscher Regierungsseite gegenüber israelischen Regierungen und Abgeordneten zu verhalten hat.

Herr Maas erzählte auch, das ihn „Dachau“ dazu veranlasst habe, in die Politik zu gehen.

Werter Herr Maas, die Tatsache das 6 Mio. Menschen jüdischer Herkunft von irren, geisteskranken deutschen Blut- und Bodentheoretikern hemmungslos bestialisch ermordet wurden, kann keinesfalls dafür herhalten, das jede deutsche Regierung und deren Vertreter die vielfältigen kriminellen Vorgehensweisen jeder israelischen Regierung deckt und mannigfaltig unterstützt.

Das seit der Gründung Israels bestehende Vorgehen faschistoider, skrupelloser und rechtsextremer israelischer Regierungen gegen die arabischen Bewohner (des früheren Palästina) widerspricht jeglichem internationalen Recht und jeglicher Menschlichkeit.

Diese Tatsachen belegen und beklagen ebenso viele jüdische Menschen und israelische Staatsbürger, darunter Akademiker, die darüber ganze Bücher verfasst haben. Die es zu lesen lohnt, auch und besonders als Außenminister.

Außerdem Herr Maas, dieses abscheuliche Massenmorden der Nazis traf ebenso politische Gegner der Nazis, Sozialdemokraten, Kommunisten, Katholiken und Protestanten, Gesetzesbrecher wie Mörder, Zigeuner, Homosexuelle, körperlich und geistig Behinderte (alle als „unwertes Leben“ bezeichnet), einfach alle Menschen die nicht in das kranke Weltbild der Nazi-Faschisten passte. Es traf deutsche Bürger und massenhaft Ausländer, deren Länder damals einfach überfallen wurden.

Das war zwischen 1933 und 1945 die „großdeutsche Gestaltungsmacht“, sie hieß nur anders, irgend etwas mit „Lebensraum“.

* * *

Die Dachau-Rhetorik, die Herr Maas dazu nutzen wollte, um seine Dienstreise nach Israel öffentlich zu rechtfertigen, empfinde ich als genauso billig wie abscheulich.

Ein heftiger Tritt für die unzähligen Opfer israelischer Aggressionspolitik.

Herr Maas, in Deutschland werden wieder rechtsextreme Dinge gesagt, die „man ja wohl noch mal wird sagen dürfen“.

Obwohl jeglicher Anstand und geringst vorhandene Menschlichkeit es jedem, noch irgendwie selbst denkenden Menschen von selbst verbietet, genau „das ja wohl nie wieder“ aus der verblödeten Fresse zu kotzen“.

Welche Leistungen im Kampf gegen rechts- und linksradikales Hetzen kann der ehemalige Justizminister Maas vorweisen?

Dazu kamen jedes Jahr vermehrt Straftaten aus dem rechtsradikalen, fremdenfeindlichen „Umfeld“, meist ohne effektive Strafverfolgung und gerichtliche Ahndung.

Dazu noch ein Verfassungsschutz, als Finanzier der rechtsextremen Szene, der tatsächliche Terrorverdächtige unbehelligt quer durch die Republik reisen ließ (Anis Amri), der von Politikern gedeckt wird (u. a. Volker Bouffier als hessischer Innenminister), der parlamentarische Ausschüsse und Gerichte belügt, polizeiliche Ermittlungen massivst behinderte, unterbindet, dazu einfach das Zauberwort von den „Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland“ aufsagen muss.

Um die eigenen Verbrechen zu verschleiern.

Herr Maas war Justizminister der letzten Regierung Merkel III.

Netzwerk DG, ein nichtsnutziges Prostitutionsgesetz, VDS, eine nichtsnutzige, löcherige „Mietpreisbremse“, dass waren die „Highlights“ seiner „Tätigkeit“.

Und genauso nutz- und sinnlos wird er wohl sein neues „Amt“ ausführen. Zumindest in meinen Augen.

Wegen was genau ist er nochmal in die Politik gegangen?

Oh ja, die „Werte“, die heutzutage die marktradikale Politik bestimmen, haben sich gegenüber anderen Zeiten (FRÜHER TM) gewaltig verschoben.

Da kommt bei Maas wohl die „Gnade der späten Geburt“ zum Tragen, wie beim Spahn. Und anderen.

Deutsche Waffen verkaufen, deutschen wirtschaftlichen und politischen Einfluss herstellen, das sind die (alten) neuen Aufgaben des Auswärtigen Amtes zu Berlin.

In Bonn war das damals(TM) etwas anders, eine andere Zeit, ein anderes Jahrhundert, wesentlich geringere Möglichkeiten für damalige Bundesregierungen, als Folge des geteilten Deutschlands.

Ist die Luft in ganz Berlin tatsächlich mit soviel Großkotz angereichert, das bisher noch jede sich dort befindliche deutsche Regierung irgendwann dem Größenwahn verfallen muss?

* * * * *

Größenwahn – gutes Stichwort. Dann also von Berlin nach Ankara.

Der dortige Großpascha Recep, lokaler Warlord, Geiselnehmer, Kurdenhasser, Leopard-Fan, vormals Türsteher der EU, großzügiger Clan-Vorstand mit Sinn fürs Familiengeschäft und Bewohner eines bescheidenen Reihenendhauses. „Tausche Journalisten gegen Panzerfabrik“.

Liebhaber gefährlicher politischer Spiele. Die er diesmal sogar gewinnen könnte.

Als NATO-Mitglied kauft er neuerdings russische Flugabwehrsysteme vom Typ S-400.

Vielleicht zeigt er Frau Merkel noch, wie man auch US-Truppen aus türkischen Basen dauerhaft verabschiedet. Als Muster zur Schließung von Ramstein und anderen US-Basen in Deutschland.

Kürzlich traf er sich mit Putin und den Iranern in Ankara zu einem trilateralen Gespräch mit weitreichenden Kooperationen,Vereinbarungen und Vertragsabschlüssen.

Weil: Allianz mit USA nicht mehr möglich: Türkei bevorzugt regionale Zusammenarbeit mit Russland“. Diesen RT-Bericht sollte man zum Thema lesen.

Die USA und die EU, vor allem GB und Frankreich geben ihre kriegerischen neokolonialen Absichten, trotz immer zahlreicher werdenden Rückschlägen auf diplomatischem und militärischem Gebiet nicht auf.

Voltairenet hat dazu am 03. April einen weiterführenden Bericht eingestellt:

„Der Nachkriegssituation im erweiterten Nahen Osten entgegen“

Beide Artikel berichten über die schwindende Bereitschaft der Türkei sich weiterhin bedingungslos der NATO, vor allem den Zielen der USA, GB und Frankreichs unterzuordnen.

Auslöser ist das Zusammengehen der US-Politik, unterstützt von der britischen und französischen Regierung, mit kurdischen Gruppen, die Ankara als zur PKK zugehörig ansieht und seit langen Jahren bekämpft.

Der Iran hat die Gunst der Stunde erkannt und setzt sich mit Russland und der Türkei an einen Tisch.

Trump will „raus aus Syrien“. Twitterte er vor einiger Zeit.

Der Washingtoner „deep state“ macht immer noch das Gegenteil, kann sogar ungehindert weitere US-Truppen (gegen das Völkerrecht und angeblich gegen den Willen des obersten Befehlshabers der US-Streitkräfte) in Syrien stationieren.

Und geht eine Allianz mit kurdischen Gruppierungen ein, die aus der PKK stammen.

Scheißt damit einem, bis dahin „strammen“, NATO-Partner „vor den Koffer“.

Briten kochen in der ganzen Region Naher Osten weiterhin ihr eigenes „Porridge“, das mit der Wiederbelebung der „Muslim-Bruderschaft“, die eigentlich schon 1936 starb, zu tun hat und nur die Wiederherstellung alter britischer Kolonialherrschaften bewirken soll.

Der Dussel Macron, weil er auf England-affine Berater gehört hat, lässt sich in dieses Morden mit hineinziehen und trifft sich mit kurdischen Gruppierungen in Paris, die ebenfalls auf Erdogans „mag ich nicht-Zettel“ stehen.

Und lässt drohen dem Pascha mitteilen, das französische Truppen „sehr schnell in die Region verlegt“ werden können.

„Völkerrecht“? Ist bei kolonialer Politik nur hinderlich.

* * *

Pompeo, Bolton und Haspel werden sich nun ganz bestimmt mit einem „Regime Change“ in der Türkei beschäftigen, eingehender mit einer türkischen „Farb-Revolution“ und deren Gestaltung befassen.

* * *

So ein Scheiß, eigentlich wollte man doch nur den Iran „demokratisieren“.

Jetzt kommt noch die Türkei hinzu. Noch hat man zahlreiche US-Truppen, als „NATO-Verbündeter“ im Land.

Aber, Putin und Lawrow haben schon eine neue Allianz mit der Türkei und den „schurkischen“ Iranern gegründet.

Und dazu lauern die Chinesen auch noch im Hintergrund.

* * *

Dann noch die geplanten Entmuslimisierungen Demokratisierungen in Südostasien. Bangla Desh, Myanmar, Malaysia. Da muss auch mal endlich für Demokratie gesorgt werden.

Gut, den wahnsinnigen Duterte haben die USA derzeit wieder eingefangen, aber für wie lange, so sprunghaft wie er ist?

Selbst Chinesen haben ihn leicht belächelt, als er einen Staatsbesuch in Beijing absolvierte und gegen die Yankees schimpfte, weil er damals etwas von der Volksrepublik, auch von Russland wollte. Hat aber nicht lange gehalten.

Innerhalb weniger Monate hatten ihn die US-Botschaft in Manila und Trumps Charisma (Duterte bewundert Trump) wieder eingefangen. Neue, noch engere militärische und wirtschaftliche Verträge zum Vorteil der USA, wurden „ruckzuck“ unterschrieben.

Alles nur, um in Asien die weiter bröckelnde US-Vorherrschaft aufzuhalten und wieder, gegen China und Russland, aufzubauen.

Sogar Indien ist den Amis auf den Leim gegangen. Klar, in jedem Grenzkonflikt mit China hat Indiens Militär in kürzester Zeit immer den „Kürzeren gezogen“. Das nervt.

Außerdem ist China ein direkter und starker wirtschaftlicher Konkurrent. Da sind bereits so manche Profite an indischen Unternehmern vorbei gewandert, direkt nach China. Auch das tut weh.

Dann plagt die US-Hegemonialpolitik in Asien noch die immer schon unsicher gewesenen Verbündeten, wie Thailand, Kambodscha.

Indonesien ist ein Fall für sich, 200 Mio. Muslime im Vielvölkerinselstaat. Größter Handelspartner ist die VR China. Interessant für die politischen US-Interessen ist das ausgedehnte Staatsgebiet, das sich von der großen Insel Sumatra bis nach Neuguinea erstreckt

* * *

Politik in Südostasien ist immer ein Jo-Jo-Spiel. Es geht in diesem Teil der Erde immer nur um kurzfristigen Gewinn, der auf kurzfristig angelegten „Bündnissen“ beruht.

Sprunghaft wirkende Änderungen, radikale Kurswechsel gehören hier zum politischen Alltag.

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Alle „Regierungen“ der USA haben seit Nixons Reise 1972 nach China ihren Milliardären zwar enorme Profite ermöglicht, durch die bereitwillige Überlassung billigster asiatischer Arbeitskräfte der jeweiligen asiatischen „Partnern“.

Aber, das Gespenst des Kommunismus, die Angst vor der Enteignung und dem Verlust von Besitz und Macht existiert in diesem Maße bei den asiatischen Besitzenden nicht mehr.

China hat sich trotz aller kommunistischen Bemühungen, machtpolitisch motivierten Massenmorden, „großen Sprüngen nach vorne“ und „gardistischen Revolutionen“ als das entpuppt, was Chinesen immer waren und bleiben werden, habgierig und kapitalistisch bis ins Knochenmark.

Sicher gibt es Bedenken in Kambodscha, in Vietnam, in Thailand, egal wo China in unmittelbarer Nähe als direkter Nachbar oder 2 bis 3 Länder weiter weg dräut.

Das hat aber gar nichts mehr mit Kommunismus zu tun, sondern mit den „natürlichen Führungsansprüchen“ der Han-Rasse, die benachbarte Völker im Laufe von 5 Jahrtausenden „Nachbarschaft“ immer wieder als unterdrückte Völker erleben „durften“.

Fragen sie nur mal Vietnamesen, was die von ihren chinesischen „Nachbarn“ halten.

Diese Gegebenheiten sind also der den USA verbliebene „Hebel“ um asiatische Regierungen auf „ihre Seite“ zu ziehen.

Die aber dann und wann, immer mal wieder einen Seitensprung mit China wagen, denn der Nachbar ist allgegenwärtig und bietet mittlerweile auch einige „Leckerli“.

Die USA sind dagegen viel weiter weg, nur ein paar Trägergruppen im Pazifik, hier und dort ein CIA-Foltergefängnis und eine US-Botschaft.

Das reicht nicht, um die „Verbündeten“ aus Chinas Umarmungen dauerhaft fernzuhalten.

Viel Arbeit für Mike, John und Gina.

* * * * *

Von Ankara nach Asien und jetzt in die deutsche Provinz, nach Münster.

Was für eine Erleichterung, nur ein „psychisch auffälliger Deutscher“ ist in eine Menschenansammlung gerast. Eigentlich schade.

Daher Entwarnung: Kein Terroranschlag.

Diese Feststellung hilft ungemein, vor allem den Opfern und deren Hinterbliebenen. Aber um die geht es auch in Münster wieder nicht. Um die geht es nirgendwo.

Es geht um die Entfachung weiterer Hysterie und Panik beim „Michel“.

Weil, Terror machen nur diese dunklen, bärtigen Antänzer deutscher Frauen in Köln und überall.

Araber, Moslems, Musels, Ölaugen, Hadschis.

Sprechen auch nur „Kanakisch“, das an jeder Ecke. „Man hört überhaupt kein deutsches Wort mehr“. (Ein „Zitat“ aus einer „Reportage“ des SWR, vermutlich zum Geisteszustand deutscher Kleinbürger.)

Bald gibt es „nur noch Moscheen und keine Kirchen mehr“ (die von immer weniger toitschen „Christen“ besucht werden). Ist auch ein „Zitat“ aus einem „neutral gehaltenen TV-Bericht“ zum Thema „Ausländer in Deutschland“.

Dazu die zahllosen Theorien, die sich publikumswirksam mit „Umvolkung“ beschäftigen. Die Hirne dieser Leute gehören eher mal „umgetopft“.

* * *

Die Ausländer, wollen sich alle nicht intrigieren, aber jede Menge „Kohle abgreifen“ („…von MEINEN Steuergeldern“).

Keiner dieser teutonischen Hassprediger, keiner dieser leidenschaftlichen Berufsverängstigten weiß, was „Integration“ bedeutet.

Es interessiert sie auch nicht.

Gegen wen den Frust über die eigene gescheiterte und kümmerliche Existenz richten, wenn „die Ausländer“ top integriert wären?

Sie hören gerne die Forderung nach „Integration und deutscher Leidkultur“ aus allen Ecken der heuchlerischen, politischen Rattenfänger aller Parteien. Die immer und sofort mit der Behauptung verbunden wird, die „Integration“ sei bereits gescheitert.

Weil sie mehrheitlich vom Volk und der Politiker gar nicht wirklich gewollt ist. Die Anwesenheit der AfD in fast allen Parlamenten genügt mir als Beweis für meine Behauptung.

Das Scheitern der Integrationsbemühungen liegt natürlich immer nur am Unwillen der sich zu integrierenden Ausländer.

Das Deutsche, wenn sie die Integration tatsächlich wollten, auf Ausländer auch zugehen müssten, mit ausgestreckter Hand, statt geballter Faust oder Molotow-Cocktails und Baseballschlägern, kommt den wenigsten in den Sinn.

Wie soll man sich als Ausländer integrieren, wenn man fast überall nur auf Ablehnung, Hass, Beschimpfungen und Drohungen, auf Gewalt stößt?

Wer will denn hier keine Integration?

Die von Sarrazin, Spahn und so vielen anderen Rassentheoretikern aufgehetzten Inländer?

Oder die als „Hängematten-Flüchtlinge“ verachteten Ausländer?

Die Bereitschaft zur „Integration“ in eine „Volksgemeinschaft“ muss von beiden Seiten kommen.

Die einen fordern sie durch lautstarkes Schwafeln nur ein, und die anderen sagen sich: „Da kann ich tausendmal besser Deutsch sprechen, Bratwurst grillen und besoffen gegen das Schützenfestzelt pissen – ich werde immer „anders“ aussehen.“

* * *

So, wie sich der deutsche Pauschal-Tourist im Ausland gegenüber den Einheimischen verhält, so verhält er sich „zu Hause“ gegenüber den Ausländern.

Das „Traumschiff“ macht es vor: Devote Kanaken (immer problemlos perfekt Deutsch sprechend und trotzdem nicht integriert) als Dienstboten und Arbeiter auf dem Schiff, devote Kanaken (auch immer problemlos perfekt Deutsch sprechend, aber die müssen nicht integriert werden) am Zielort.

Natürliche Tätigkeit: ebenfalls als devote Diener, Zimmermädchen und Servierer für die erfolgreichen, aber immens gestressten deutschen Macher (m/w = wegen Gleichberechtigung, auch im ZDF).

Oder für die jungen deutschen Schönheiten, die der „Hello-Kitty-Welt“ noch nicht entwachsen brauchten (von Beruf Tochter). Dafür jede Menge „Seelenschmerz“ mit sich herumtragen und ihre Umwelt damit terrorisieren.

Integration bedeutet auch die Bereitschaft zur Aufnahme Fremder.

Die ist mehrheitlich in der deutschen Bevölkerung nicht gegeben, nicht gewollt und niemand will sich tatsächlich darüber Gedanken machen, wie man das „hinkriegen“ könnte.

* * * * *

Schleswig, eine andere Stadt in der deutschen Provinz beherbergt auch ein Oberlandesgericht.

Das befand, dass der europäische Haftbefehl der auf Rebellion und Untreue lautet, der auf Betreiben der spanischen Zentralregierung gegen Carles Puigdemont erwirkt wurde, aufgrund deutscher Gesetze von vorn herein unwirksam sei.

Die Richter stützten sich auf ein ähnliches Grundsatzurteil des Karlsruher Bundesverfassungsgerichtes.

Nur den Vorwurf der Untreue ließen die Richter vorerst gelten, sehen hier aber mehr Informationsbedarf, der durch die spanische Justiz noch abgedeckt werden soll.

Gegen Auflagen und Hinterlegung einer 75.000 Euro-Kaution wurde Puigdemont vorerst aus der Auslieferungshaft entlassen. RT berichtete am 6.4.18.

Wenn es Spaniens Regierung geschickt anstellt und „wasserdichte Beweise“ vorlegen lässt, dann kann der Vorwurf der Untreue doch noch zu einer Auslieferung führen.

Was mir an den Vorgängen gefällt, ist der Schlag in die Fresse der Generalstaatsanwaltschaft SH, die da glaubte, markt-, EU- und Merkel-konform eine Verhaftung mal eben vornehmen lassen zu können.

Geprüft will man angeblich haben, aber mal wieder nicht richtig. So befand das OLG.

Mir gefällt auch, das Spaniens rechte Falangisten und Regierung (der EU-Sklave Mariano Rajoy), die nie etwas anderes als „Knüppel frei“ in ihrer politischen Überzeugungsarbeit einsetzten, zunächst mal fein ausgebremst wurden.

Spaniens marktradikale Regierungen konnten noch nie beweisen, das sie sich von rechtsstaatlichen und demokratischen Grundprinzipien haben leiten lassen.

Und das wäre doch eigentlich für ein EU-Mitglied, das an ganz strenge politisch-moralisch-ethische Aufnahmekriterien gebunden ist, angeraten?

Nee, nee, das war ein Witz. EU und Moral, Ethik.

* * *

Ich stehe den katalanischen Sezessionsbestrebungen ganz und gar nicht positiv gegenüber. Hier werden vor allem alte, nationalistische Antipathien gegenüber Restspanien geschickt genutzt, um in der Bevölkerung eine breite Mehrheit für eine vollständige und politische Eigenständigkeit herzustellen. Die es auch früher nie gab.

Ich sehe dieses ganze Unterfangen als sehr fragwürdig an.

Denn Katalonien ist zwar innerhalb Spaniens eine bedeutende, hoch industrialisierte autonome Region mit nur 7 Mio. Einwohnern, bei 204 Mrd. Euro BIP, hat aber auch einen sehr hohen Schuldenstand und erreichte eine Arbeitslosigkeit von 15,7% in 2016, weit über dem offiziellen EU-Durchschnitt.

Wie wollen die katalanischen Sezessionisten ein eigenständiges Katalonien „leben lassen“, finanzieren?

Ich vermute, hier soll einfach nur ein weiteres Steuerhinterziehungs- und Finanzparadies geschaffen werden, weit deregulierter als es Spanien bereits ist. Die ungebrochen hohe Arbeitslosigkeit in Spanien kommt nämlich nicht von ungefähr. Sr. Barroso könnte detailreich Auskunft geben.

Ein „unabhängiges“ Katalonien wäre damit vermutlich nur eine weitere Konkurrenz zu Irland, Luxemburgs Briefkästen, den Niederlanden, Guernsey, den britisch kontrollierten „Steueroasen“ (das Wort ist eine Unverschämtheit) auf vormals britischen Kolonien.

Und müsste sich als „Start-up“ „etwas einfallen“ lassen.

Ich bin mir sicher, man weiß bereits, was sich die Finanzindustrie wünscht, sonst hätte es kein Referendum gegeben!

Über Puigdemont selbst ist nicht soviel gehaltvolle deutschsprachige Information zu finden. Ich würde gerne wissen, welche Verbindungen er zur weltweiten Hochfinanz hält.

Eine „City of Barcelona“, Briefkästen und Investmentgangster wird die katalanische Arbeitslosigkeit und Massenarmut definitiv schnell und sprunghaft ansteigen lassen.

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Eigentlich wollte ich noch „mal eben“ was über Wasserprivatisierung schreiben.

Über Nestle, The Coca-Cola-Company, über die Weltbank und deren Verstrickungen und was für Arschlöcher aus Privatwirtschaft, Regierungen (Brasilien und Argentinien) und allen möglichen Organisationen mit Hochdruck daran basteln, die weltweite Wasserversorgung in private Hände Klauen zu bringen.

Ein viel zu umfangreiches und erschreckend monströses Thema für „mal eben“. Hat auch Frederico Füllgraf bestimmt bemerken müssen, als er für die NachDenkSeiten diesen Text verfasste:

Landlose erstürmen Nestlé – Die Tagung des World Water Councils und der Kampf gegen Privatisierung des Wassers in Südamerika“

Da wird über sehr viel mehr berichtet, als nur eine „Erstürmung“.

Herr Füllgraf hat erschreckende Fakten zusammengestellt, die jeden Menschen angehen. Nicht nur Lateinamerikaner und Afrikaner.

* * * * *

Bis die Tage…

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