Dummheit, Bequemlichkeit und Glaube,

der unverzichtbare Humus für Kapitalismus und Neoliberalismus!

Ich will mir nichts mehr vormachen und weiter darauf hoffen, die Menschen würden erkennen, wie sie sich selbst unentrinnbar im Gefängnis des Kapitalismus und Neoliberalismus gefangen halten.

Ein Gefängnis, dessen Mauern aus ökonomischen Theorien, Schulden, Zinszahlungen, Lohnarbeit und einseitig formulierten Gesetzbüchern besteht.

Ein Gefängnis, dessen Wachen sich aus verlogenen Politmarionetten und neoliberalen Pressemeinungen zusammensetzen.

* * * * *

In Frankreich wird derzeit gewählt, seit Montag, dem 25. April 2017 steht fest, das auch die französischen Wähler sich in ihrer Entscheidung vom Sonntag dazu durchgerungen haben, sich dann endgültig in 2 Wochen, am 07. Mai 2017, zwischen Pest oder Cholera zu entscheiden.

So wie es die amerikanischen Wähler tun mussten. Obwohl denen die Entscheidung durch ein sogenanntes Vorwahlsystem innerhalb der beiden politischen Traditionsbetriebe leichter gemacht wurde.

Die Franzosen haben Jean-Luc Mélechon knapp scheitern lassen. Statt dessen einen komplett neoliberalen Posterboy und eine rechtsradikale, völkisch und national besessene Hysterikerin in das Rennen um den Aufenthalt im Élysée-Palast zu schicken.

Der Posterboy wird es wohl schaffen und das durchsetzen, was Hollande nicht ganz schaffte, Frankreich u.a. mit Hartz IV, Austerität und völliger Deregulierung zu beglücken. Aber vielleicht sollte Hollande auch auch nur den Acker bestellen, den sein Nachfolger dann abernten wird.

Aufatmen in Berlin, bei Schäuble und seinen neoliberalen Kameraden, denn das deutsche Kapital braucht die EU für ihr Überleben, für das neoliberale „Weiter so“ in Europa.

Und nur ganz wenige fragen sich, wie Macron es in sehr kurzer Zeit schaffen konnte, eine Präsidentschaftskandidatur aufzubauen und vermutlich auch zu gewinnen.

Tja, der Mann ist eben „gut“! Wer bereits in jungen Jahren (derzeit 39 Lenze) schon eine Teilhaberschaft bei Rothschild & Cie. erreichen konnte, schon als Wirtschaftsminister von Aug. 2014 bis Aug. 2016 tätig war, der muss einfach gut sein. Oder so….

Andererseits glaube ich auch nicht daran, das Madame Le Pen sich den neoliberalen Interessen ernsthaft verweigern würde.

Belassen wir es dabei.

Nur noch so viel: Wahlen sind in dieser neoliberalen Welt für die meisten Menschen völlig nutzlose Instrumente geworden. Vielleicht waren sie das schon immer.

Heute sind sie nur noch eine Schimäre, eine Illusion, solange es die Besitzenden schaffen, wirkliche alternative politische und wirtschaftliche Angebote aus dem Wahl-Zirkus heraus zu halten.

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Türkei

Hat irgend jemand tatsächlich geglaubt, der Herr Erdogan würde das Referendum nicht gewinnen?

Natürlich hat er gewinnen lassen. Natürlich hat der kleine Despot aus Ankara Wahlfälschungen vornehmen lassen.

Natürlich wird die Einschränkung der Meinungsfreiheit weitergehen, weiter alle möglichen Grundrechte der Türken Stück für Stück (viel dürfte davon sowieso nicht mehr übrig sein) außer Kraft gesetzt, weiter Kritiker, Journalisten et al in Knäste geschickt, weiter Kurden ermordet.

Natürlich interessiert das keine Sau in Berlin, in Brüssel, Washington, London, Paris, innerhalb der NATO. Lippenbekenntnisse, scheinheilige Empörung und dann „Weiter so“.

Weiter so“ mit Waffenlieferungen von Rheinmetall, Wirtschafts-Deals und politischen Mauscheleien, wie sie nur echte Demokraten aus CxU und spd hinkriegen.

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Nordkorea

Hat der dicke Junge schon wieder mit Raketen gespielt! Obwohl es ihm doch alle so verboten hatten.

Und der Donald und der Mike so gezetert hatten. Ganz viele Schiffe nach Nordkorea geschickt hatten. Ein Flottenverband kam allerdings in Australien an, das hatte der Donald verwechselt.

Er hatte ja auch schon Irak und Syrien verwechselt. Da kann man auch schon mal durcheinander kommen, bei 70 Lebensjahren sollten wir ihm solche kleinen Irrungen verzeihen.

Wenn es mal mit Nahostkriegen nicht so klappt, dann kann man immer noch Nordkorea aus dem Sack holen.

Weil die CIA wieder mal gelogen hatte, als sie einen Giftgasangriff Assads beweisen wollte, den russische Quellen sofort als das erklärten, was es war, nämlich das bei einem Angriff auf ein Dschihadisten Waffenlager dort gelagerte chemische Kampfstoffe austraten und deshalb Menschen in dem nahe gelegenen Dorf Khan Shaykhun verreckten.

Dazu noch die wissenschaftliche Einschätzung von Theodore A. Postol, Emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und Nationaler Sicherheitspolitik am Massachusetts Institute of Technology, der den CIA-Bericht als Lüge entlarvte.

Dazu das Scheitern der verlogenen Bemühungen der Briten und der USA den UN-Sicherheitsrat, wieder einmal, für ihre Zwecke zu missbrauchen. Ein russischer Delegierter wurde dann doch mal etwas deutlicher, vor allem in Richtung Großbritannien.

Da eigneten sich Demonstrationen wie Tomahawk-Abschüsse, der Abwurf der größten konventionellen Bombe und Nordkorea bestens zur Ablenkung.

Oder wollen die Irren des „New American Century“, die Erben von Kissinger, Brzeziński, Cheney und Rumsfeld in Wirklichkeit doch China militärisch angreifen und nutzen den dicken Buben nur als Vorwand, um viel Militär um China zusammenziehen zu können?

Ich weiß nicht, wer da in Washington seit dem 20. Januar 2017 regiert. Vermutlich der selbe Kreis von größenwahnsinnigen Kriegstreibern und neoliberalen Endzeitstrategen, die schon, wenigstens seit Reagan, jeden gewählten Präsidenten als sprechende Puppe benutzten.

Warum Wallstreet und der MIC ausgerechnet Trump zum Präsidenten aufbaute, kann ich mir nur so erklären: Man will noch in diesem Jahrzehnt endlich den direkten Krieg mit Russland und China und Trumps kafkaeskes Verhalten soll als Erklärung herhalten. „Wir konnte ihn eben einfach nicht aufhalten…“

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Lateinamerika und aktuell Venezuela

Nach Chile, Argentinien, Brasilien ist Venezuela der nächste große südamerikanische Staat, der für einen Regime-Change nach US-Vorstellungen von einer besseren, demokratischen und freiheitlich geprägten Welt, fällig geworden ist.

Zur Erinnerung:

Chile wurde nach Allendes Tod 1973 Stück für Stück zum ersten neoliberalen Staat Südamerikas umgebaut. Die Chilenen durchlitten zunächst eine durch die USA gestützte Militärjunta. Ab 1988 folgte der neoliberale Umbau durch mehrere Präsidenten, der immer noch nicht abgeschlossen ist, wie anhaltende Demonstrationen gegen den ungebremsten Sozialabbau im Land gegenwärtig beweisen.

Seit 2014 bastelt wieder (erste Amtszeit von 2006 bis 2010) die angebliche Sozialistin Michelle Bachelet an „Reformen“, also an neoliberalem Sozialabbau. Von Beruf ist die Dame Kinderärztin, hat aber auch als UN-Untergeneralsekretärin nach 2010 bei UN-Woman präsidiert

Argentinien wurde vor ein paar Jahren durch Wallstreet und US-Gerichte zur Räson gebracht. Stichwort: Argentinienkrise.

Seit Dezember 2015 ist der neoliberale Unternehmer Macri dort Staatspräsident und ein getreuer Vasall von Wallstreet und MIC. Gegenwärtig will er das Demonstrationsrecht in Argentinien dergestalt aushöhlen und Anti-Regierungsdemonstranten „bei Verstößen“ gerne einsperren lassen. Amerika21 berichtet dazu in obigem Link.

Brasiliens Präsidentin Rousseff wurde im August 2016, durch 55 völlig korrupte Senatoren aus dem Amt geputscht (des Amtes enthoben). Der nachfolgende Präsident und Wall Street affine Michel Temer fing sofort mit den bekannten neoliberalen Umbauten a la Reagan, Thatcher, Blair und Schröder an.

Und sorgte so für anhaltende Massenproteste, mit vielen Toten und Verletzten, durch die in Brasilien gerne und ausgiebig von Waffen Gebrauch machenden Polizei- und Militärpolizeieinheiten.

Dazu lösten Ende 2016 die Aussagen des inzwischen verurteilten Milliardärs Marcelo Odebrecht einen Korruptionstsunami namens Operaçao Lava Jato“ in Brasilien aus. 98 Personen stehen auf einer Liste, die Odebrecht und seine Manager als korrupt benannten, darunter 8 Minister, 24 Senatoren und 39 Abgeordnete.

Temer selbst ist genannt worden, die Justiz ermittelt aber nicht gegen ihn.

Venezuela und El Salvador erkannten die Regierung Temer nicht an und beriefen Ihre Botschafter ab.

Nach dem Willen der „bestimmenden Kreise“ in den USA, also ganz sicher Wallstreet, MIC und wer da sonst noch mitmischt, sollen Brasilien und Argentinien, vielleicht auch Chile, die neoliberalen Speerspitzen für Lateinamerika werden.

* * * * *

Und das bringt uns aktuell zu Venezuela.

Deutsche Medien berichten schon länger etwas verhalten über Lateinamerika, vor allem, wenn sich die dortigen Menschen massenhaft gegen neoliberales Unrecht erheben und protestieren, wie es in Chile, Argentinien und Brasilien passiert.

Solches Verhalten ist ja eigentlich durch und durch unbotmäßig und könnte nur als schlechtes Beispiel zitiert werden.

Aber „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, auch bei den Neoliberalen, denn „schlafende Hunde soll man nicht wecken“.

Keine Sorge, Dames en Heeren Neoliberal, das hier ist Deutschland, hier wird nicht demonstriert, schon gar nicht gegen die Knute, die man hierzulande treudoof immer wieder selbst wählt.

Und doch ist im Fall Venezuela die vornehme Zurückhaltung in der deutschen Berichterstattung einer ziemlich ausgiebigen medialen Aufmerksamkeit gewichen.

Und das ist gar nicht verwunderlich, denn die dt. Presse berichtet einseitig und tendenziös über die Anti-Regierungsdemonstrationen.

Denn die sind von den USA (das deutsche Auswärtige Amt unter Minister Gabriel gibt offen zu, an der Seite der USA in der Causa Venezuela zu stehen), mit den altbewährten Methoden aus 70 Jahren Regime-Change-Erfahrung, losgetreten worden.

Die NachDenkSeiten und amerika21 haben wesentlich korrektere Zusammenfassungen der Geschehnisse publiziert.

Und noch einmal, ganz aktuell, wieder die NachDeckseiten mit einem erweiterten Bericht.

Kurz, Venezuela ist seit Jahren sozialistisch regiert, ist dazu noch im Besitz der vermutlich größten lateinamerikanischen Ölvorkommen, ist reich an Bodenschätzen, wie Diamanten etc.

Das muss geändert werden, das mit dem Sozialismus.

Der muss durch neoliberale Politik ersetzt werden.

Daran arbeiten US-Kreise, im Verein mit Deutschland (in welchem Umfang, ist mir nicht bekannt) intensiv zur Zeit.

Wie das aussieht und durchgeführt wird, kann man sich an den zahlreichen Beispielen in Nordafrika, Arabien (die Farb-Revolutionen) bis nach Afghanistan ansehen. Auch Chile, Argentinien und Brasilien sind gute Beispiele für bisher gelungene Regime-Change im Sinne der neoliberalen Aasgeier.

Die Proteste der jeweiligen Bevölkerungen werden dazu medial im Westen wenig bis gar nicht publiziert.

* * * * *

Habgier veranlasst einen Bombenanschlag auf den Reisebus des BVB.

Neoliberale Politiker heucheln ihr Entsetzen und ihre doppelbödige Abscheu.

Die NachDenkSeiten haben dazu einen treffenden Kommentar von Götz Eisenburg am 24. April eingestellt.

Sehr viel besser kann man dieses widerliche Schauspiel deutscher Polit-Luftikusse nicht analysieren.

Deren Verlogenheit und das widerliche, gesetzlich geschützte Agieren der Finanzgangster auf unserem Globus.

* * * * *

Hier kommt die Maut, wie versprochen.

Weil Mutti 2013 in aller Öffentlichkeit sagte: „Mit mir wird es eine PKW-Maut nicht geben.“

Auf die Frau ist eben 100%-iger Verlass. Die Hüterin der Demokratie….

Dobrindt kann Berichte schwärzen, aber nicht rechnen, denn diese Maut kostet mehr als sie einbringen wird.

Egal, der Mann ist aus Bayern, von der CSU, da muss man einfach grundsätzliche Defizite bei Anstand und Ehrlichkeit, im Rechnen, im Denken und der Aussprache mit einkalkulieren.

Und den Bayern gefällt es, das läuft dort unter Brauchtumspflege.

Außerdem geht es um ausgedehnte Überwachung der Bürger. Bewegungsprofile und so, sie verstehen? Sicherheit, das kostet Geld, für „Umme kriegste eben nüscht Vanünftijet“.

Über die Autobahnprivatisierung rege ich mich dann vielleicht später, an anderer Stelle, auf. Schaun‘ mer mal.

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faktenERfinder von der Tagesschau.

Ankläger, Richter und Henker in Sachen „fake-news“-bekämpfung.

Es wurde dazu bereits vieles und treffendes in Klein-Bloggersdorf geschrieben.

Ein Zwangsgebühren finanzierter Staatssender spielt sich auf und greift mal eben, mit den bekannten, daher haltlosen Vorwürfen die NachDenkSeiten an.

Klar, wen sonst, außer vielleicht noch Jebsen, amerika21, Flassbeck, Ganser oder ähnliche Kaliber der leider immer noch viel zu kleinen Gegenöffentlichkeit.

Mit Schmutz werfen, irgend was bleibt schon hängen. Das Motto: „Wer sich verteidigt, klagt sich an“ wird schon bei etlichen Flachbirnen und neoliberalen Sklaven hängen bleiben.

Das macht man dann immer öfter, immer gezielter, immer niederträchtiger. Um so mehr „bleibt hängen“.

Es ist zwar nur Propaganda und Meinungsbeeinflussung, aber sie funktioniert und wird obendrein noch vom Gebührenzahler finanziert, also von der „Zielgruppe“ der Kampagne.

Eigentlich schon genial und natürlich absolut niederträchtig. Eben neoliberal

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Regime-Change

Ich hatte bereits vor einiger Zeit und an anderer Stelle gesagt:

Niemand kann mehr die Macht der Besitzenden mit demokratischen Mitteln stoppen und beseitigen. Positive, humane und soziale Verbesserungen und Änderungen werden ohne Gewalt nicht mehr durchführbar sein.“

Damit habe ich ganz gewiss nicht zur Gewalt, zu Revolution und Aufständen aufgerufen.

Ich sage nur, das, aus meiner Sicht positive Veränderungen für die Lebensverbesserung der Menschen auf der Erde durch demokratische Prozesse nicht mehr hergestellt werden können.

Dazu fehlt es einerseits an politischen Angeboten und andererseits am Willen der meisten Menschen, sich solche Angebote zu schaffen, die Notwendigkeit zu radikalen und weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen einzusehen, zu überdenken und Veränderungen anzugehen.

Diese Herausforderung anzunehmen und umzusetzen. Das ist weder in Deutschland, noch in Frankreich, den USA, eigentlich nirgendwo in ausreichendem Maße vorhanden.

Wahlen erscheinen mir mittlerweile als ein lebenslang wirkendes Sedativum der Besitzenden, da die Menschen immer wieder auf dieses Sedativum zurück greifen.

Zumal die Medien, fast nur im Besitz der bestimmenden Zirkel, zu jeder Wahl hyperventilieren, um eine nicht-existente Spannung beim Volk zu erzeugen, die die Fata Morgana der „Veränderungen durch Wahlen“ aufrecht erhalten sollen.

Frankreich ist gerade ein gutes Beispiel. Die kommende BT-Wahl wird wieder genauso ablaufen, obwohl es klar ist, das die GroKO III der Wunsch der weltweiten Eliten ist. Denn CxU und spd sind der Garant für „Weiter so“ im neoliberalen Sinne.

* * * * *

Zum Regime-change:

Das ist doch eigentlich Illegal, nicht rechtens, nicht im Einklang mit dem Völkerrecht und unzähligen UN-Resolutionen, internationalen Vereinbarungen mit bindendem gesetzlichem Charakter, oder?

Und doch wird diese illegale Praxis durch die USA, durch die NATO, durch „den Westen“ seit mindestens Ende des II. Weltkrieges immer wieder durchgeführt.

Die UN guckt zu, debattiert, degradiert sich zu einem ohnmächtigen Zuschauer, kann nichts verhindern, noch weniger wirkungsvolle humanitäre Hilfe in ausreichendem Maße für die betroffenen Menschen bereitstellen. Dafür ist kein Geld da.

Das haben die Mitgliedsstaaten nämlich in Rüstung gesteckt.

Sorry, ihr Hungernden, ihr Flüchtlinge, ging nicht anders, wir müssen uns nämlich verteidigen, das war schon immer so.

2016, so schrieben die NachDenkSeiten am 24. April unter Bezugnahme auf das schwedische Friedensinstitut SIPRI, versenkten die Staaten dieser Welt gut 1,686 Billionen Dollar in Waffen und Rüstung. 0,4% mehr als 2015.

Und diese irrsinnige Idiotie wird so weitergehen.

Der „Westen“ muss seine neoliberale Vorstellung von „Frieden, Freiheit, Menschenrechten und Demokratie“ expansiv „verteidigen“.

Sonst schrumpfen die Profite und das widerspricht der ökonomischen Mär vom Wachstum.

Es wird also nichts verteidigt, sondern entgegen der sonst üblichen und weitverbreiteten Vorstellung von „Frieden, Freiheit, Menschenrechten und Demokratie“ völkerrechtswidrig gemordet, geplündert, destabilisiert, Chaos verbreitet, Hungertod gefördert und immense Flüchtlingsströme weltweit geschaffen.

Was ist da eigentlich noch Demokratie?

Wo sind da eigentlich noch Menschenrechte?

Wie kann man da noch von Frieden und Freiheit schwafeln?

Wenn die Regierungen der westlichen Welt, der NATO, deren niemals gewählte, im Verborgenen agierenden und größtenteils unbekannte Lenker und Vordenker, also deren „tiefe Staaten“, oder deren „Staat im Staat“, nennen Sie es, wie Sie wollen, sich seit JAHRZEHNTEN illegaler Mittel bedienen, um die Weltherrschaft des Kapitalismus und Neoliberalismus zu installieren, dann hat das alles absolut nichts mehr mit Recht, Gesetz, Demokratie, Menschenrechten, Frieden und Freiheit zu tun.

Sie haben sich selbst delegitimiert.

Daran ändern auch die täglichen Desinformationen („fake-news“) von Tagesschau, Springer, Bertelsmann, Burda, SZ et al überhaupt nichts.

Sie dienen nur dazu, die Bequemlichkeit der meisten Bürger zu stärken

Albrecht Müller hat dankenswerterweise wieder einmal, am 25. April einen provozierenden Text in „den Ring geworfen“, betitelt mit Wer regiert die Welt? Wer steckt hinter Macron? Wer hat ihn in kurzer Zeit aufgebaut?“.

Es geht gar nicht so sehr um Macron, sondern vielmehr um die „einflussreichen Kreise“, die Finanzgangster, die Konzerne, die Besitzenden, die Lobbyisten, die neoliberalen, neokonservativen, neokolonialen „Thinktanks“ dieser Welt.

Diejenigen, ohne Mandat, jene die steuern und beeinflussen, die Gesetze formulieren und durch Parlamentarier verabschieden lassen.

Die jeden Versuch, diese Kreise zu benennen und öffentlich zu machen, mit dem Totschlagargument der „Verschwörungstheorie“ brandmarken.

Diese Leute haben Demokratie, Justiz, Gerechtigkeit, Anstand und Ehrlichkeit, Frieden, Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte vollständig entkernt und ausgehöhlt.

Wenn diese Gestalten Regime-changes nutzen, dann könnten die Bürger das auch.

Auf Legalität muss keine Rücksicht genommen werden, die sich selbst Delegitimierten haben das auch nie getan. Gleiches Recht für alle.

* * * * *

Diese Idee wird aber scheitern, sie muss zwangsläufig scheitern.

An der Dummheit, der Bequemlichkeit und am Glauben der allermeisten Bürger.

* * * * *

Weil die Einsicht zur Notwendigkeit für drastische Änderungen unserer Art zu leben nicht vorhanden ist.

Weil „Weiter so“ viel bequemer ist.

Weil stupides weiter glauben um so vieles einfacher als selbständiges Nachdenken ist.

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5 Comments

  1. Danke für die umfangreiche Zusammenfassung. Tja, Freiheit und Demokratie sind nicht einfach. Vielleicht sollte man sie eher als Lernprozesse begreifen. Die Menschheit entwickelt sich. Da sind Fehler nicht ausgeschlossen. Erst wenn diese erkannt wurden, kann die Entwicklung andere Wege nehmen. Es braucht alles seine Zeit. Schade für die Mehrheit der Menschen, die jetzt lebt oder in den letzten paar tausend Jahren lebte.
    Und was die »Wahlen« betrifft, hast Du wohl inzwischen wichtige Erkenntnisse errungen. Sie sind eben nicht nur die unlogische Auslese von Menschen, die andere regieren/beherrschen sollen, was eh schon undemokratisch ist, oder das noch unlogischere Wählen von Parteien, also etwas, was selbst niemanden wählen kann, sie [»Wahlen«] sind auch eine konkludente Willenserklärung zur gesellschaftlichen Ordnung. In »Wahlen« versteckt sich die grundsätzliche Befürwortung der bestehenden »Spielregeln«. Freerk Huisken wirft die Fragen in diesem Text auf:
    »Was man Heranwachsenden zum Thema ‚Wahlen’sagen müsste, was ihnen aber viel zu selten gesagt wird.«
    »… Die Teilnahme an der freien, gleichen und geheimen demokratischen Wahl durch die Wahlbürger ist also nicht allein Zustimmung zum Regiertwerden; sie ist zugleich die Zustimmung zu einem in seinen Grundprinzipien feststehenden Regierungsprogramm des bürgerlichen Staatswesens. Jede Wahlbeteiligung ist der Sache nach – da mag der Wähler denken was er will – zugleich die Zustimmung zur Marktwirtschaft, zum Nationalstaatsprinzip, zur Existenz einer Staatsgewalt mit Gewaltmonopol, zum Interesse an imperialem Zugriffe auf andere Staaten usw. All das steht fest, weil nichts davon zur Wahl gestellt wird. All das ist beim Gang zur Urne geradezu als zustimmungspflichtig unterstellt.

    Dass das Regierungsgeschäft gerade nicht an irgendein partikulares Wählerinteresse gebunden ist, und dass die von der gewählten Mehrheit gebildete Regierungsmannschaft wenigstens für eine Wahlperiode freie Hand hat, ist die gewünschte Leistung des demokratischen Verfahrens. Wo sich Parlamentarier nach ihrer Ermächtigung durch das Volk als Regierungsfraktion und Opposition frei von Volkswünschen ihrer großen nationalen Aufgabe widmen, da geht das Regieren leicht; und dies fällt den Gewählten in dem Maße leichter, wie das Volk immer wieder aufs Neue alle vier Jahre zur Wahlurne schreitet und mit der Stimmabgabe zugleich die Zuständigkeit für die eigenen Interessen abgibt. Es darf nicht verwundern, dass alle Parteivertreter, die sich im Wahlkampf noch wechselseitig die Befähigung zum Führen der Staatsgeschäfte abgesprochen haben, nach der ersten Hochrechnung gemeinschaftlich sehr interessiert die Wahlbeteiligung begutachten. Ist sie ihnen doch ein Indiz dafür, wie sehr das Volk trotz – oder vielleicht sogar wegen – seiner notorischen Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Politik bereit ist, erneut den Gewählten die Entscheidung zu übertragen, dass es weiter regiert werden will…«
    http://fhuisken.de/Wahlen%20Cortax.rtf

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Carlo,
      eine gute und sinnvolle Ergänzung, der Text von F. Huisken.

      Ich hoffe, meine Leser werden auch diesen, von Dir verlinkten Text aufrufen, lesen und darüber nachdenken.

      Ja, ich befürchte auch, viel zu früh gelebt zu haben, denn die „Gesellschaft“, die mir vorschwebt, wird es noch lange nicht geben.
      Liebe Grüße

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  2. ich betätige mich nicht gern als klugscheißer, doch du hast dich bei der nennung der rüstungsausgaben um eine 1.000er stelle vertan. es sind 1,686 billionen oder 1.686 millarden.
    auch wenn diese zahl letztlich nicht zu fassen ist.
    genau so wenig zu fassen ist, wie all die anderen machenschaften, die uns als gut und erstrebenswert verkauft werden und die doch nur gammelfleisch in hochglanzverpackungen sind. all die hochwohlgeborenen, die noch im rokkoko sich wähnen und ihren üblen körpergeruch mit parfum versuchen zu übertünchen und den gestank noch schlimmer machen. doch die nasen / die gehirne gewöhnen sich viel zu schnell daran, wenn sie denn der täglichen pestilenz ausgesetzt sind.

    ein guter zusammenschnitt der aktuellen situation, doch lesen werden ihn, wie immer, nur die menschen, denen dies allzu wohl bekannt ist. die, die da ihre griffel in der jauche haben, werden es nicht lesen, sie müßten sonst freiwillig in die klärgrube springen. igitt, da würde ja ihre weiße weste flecken bekommen oder würde das tipp-es auf den braunen flecken abplatzen?

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    1. Moin,
      passende Metaphern (Rokoko etc) hast Du Dir da ausgesucht.

      Der Fehler mit der Billion ist korrigiert. Ich habe die engl. Schreibweise benutzt und nicht daran gedacht, das ich in Deutsch, für Deutschsprachige schreibe. Sollte trotzdem nicht passieren.

      Du hast Recht, solche Texte lesen nur Menschen, die verstanden haben, was falsch läuft, also sehr wenige Menschen.

      Diejenigen, die diesen Irrsinn durch ihren Glauben und Wählen gehen unterstützen,davon aber in keinster Weise profitieren, die lesen hier und anderswo erst gar nicht. Warum, es ist doch alles in Butter. Und diejenigen, die durch neoliberal profitieren, wissen was sie anrichten. Daher brauchen die meine Erklärungen gar nicht.

      Politik betrifft zwar jeden Menschen, aber nur die wenigsten haben daran Interesse.

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      1. und trotzdem sind solche beiträge sehr wichtig. zeigen sie doch, daß es auch differenzierte meinungen gibt und wie desinformation zur scheinbaren information umgespritzt wird.

        Gefällt 1 Person

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