Livin‘ „la vida loca“

und fast alle finden das „voll Normal“!

Im letzten Text schrieb ich von „Stillstands-GroKo“.

Was, im Nachhinein betrachtet, einerseits schon richtig ist, andererseits kompletter Unsinn.

Es kommt allerdings auf die Betrachtungsweise an, bzw. welche Erwartungen jeder einzelne Bürger an diese Regierung des Großen Knock out stellt.

Denn diese GroKo befindet sich, was positive gesellschaftliche und soziale Veränderungen, Verbesserung für Lohnabhängige, Arbeitslose, Rentner, Kinder, Flüchtlinge und Kranke angeht, nach wie vor im Endlos-Koma. Diese Themen, also Menschen und die Verbesserung der Lebensbedingungen sind keine Themen für die GroKo, das Kabinett Merkel III, die Regierungskoalition aus CDU, CSU und spd.

In den Bereichen Menschen, Leben, sozial, gemeinschaftlich, faire Löhne, Rente ist die Bezeichnung „Stillstands-GroKo“ also durchaus angebracht.

* * * * *

Nicht so in anderen Bereichen, wie Wirtschaft, Finanzwirtschaft, „öffentliche Sicherheit“, Kriege, Medienmaulkörbe für als unpassend empfundene Äußerungen aus nicht-neoliberalen Medienhäusern.

CETA ist derzeit nicht im medialen Fokus. Still ruht der See, denn das unterschriebene Abkommen soll jetzt wohl, so unbemerkt und geräuschlos als möglich, also ohne dieses unerträglich öffentliche Geschrei und Tammtamm, in den EU-Mitgliedsstaaten als Gesetz endlich verankert werden.

Was wurde aus dem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht der LINKEN-Bundestagsfraktion, der am 28.10.2016 eingereicht wurde? Zu einem Ergebnis habe ich nichts mehr gelesen.

Ich hatte keineswegs damit gerechnet, das dieses BverfGer noch irgend etwas gegen diese neoliberale, verfassungswidrig handelnde Regierung juristisch entscheiden wird. Ich hatte aber doch irgendwie damit gerechnet, das den Bürgern der Beschluss des Gerichtes zum Eilantrag medial zugänglich gemacht werden würde.

Der Antrag 18/1458 der Grünen Bundestagsfraktion zur Ablehnung von Schiedsgerichten wurde durch die CxU-spd-Abgeordnetenhansel ebenfalls verhindert. Siehe diesen Link zu „abgeordnetenwatch.de“. Aber diese „Abstimmung“ ist wohl bereits im Mai 2016 durchgeführt worden und hat mit der Initiative der LINKEN von Ende Oktober 2016 nichts zu tun.

Nur, wenn ich Google bemühe und mit Stichworten füttere, erhalte ich keine Ergebnisse zum Geschehen um CETA seit Ende Oktober 2016 bis jetzt. Es wundert mich nicht. Ich wollte es nur mal bemerkt haben.

* * * * *

Die EU hat einen Antrag angenommen, man nimmt in diesem Kreis viele Anträge an, wenig sozial sinnvolles, man lehnt auch Anträge ab, wenn es der neoliberalen, wirtschaftsfaschistischen Ausrichtung nicht zuträglich ist.

Dieser Antrag ist auch nicht „von schlechten Eltern“, nämlich die

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 23. November 2016 zu dem Thema „Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken“

Frau Dr. Merkel befand diese Entschließung ebenfalls für nützlich. Sie sagte selbst in der kürzlich stattgefundenen Generaldebatte im Bundestag, das:

„ … die Menschen inzwischen aber andere und viel weniger kontrollierte Medien zur Meinungsfindung nutzen,…“

Es geht aber eher nicht um die Unterbindung von „Hatespeech“, dafür gibt es bereits ausreichend und einschlägige Paragraphen im StGB, zur Strafbarkeit solcher Äußerungen.

Das der Herr Maas und der Herr de Maziere und deren gesamten Organisationen nicht in der Lage sind, Facebook und andere Medien aus dem Bereich der „asozialen“ Medienlandschaft dazu zwingen können, Hass, Gewaltdrohungen zu löschen und die Kontoinhaber der Justiz zu melden, ist nicht der Gegenstand von Frau Merkels Zustimmung.

Es geht um die Meinungsfindung der Bürger durch alternative Medien, also durch nicht neoliberal ausgerichtete Berichterstattung, so wie es Sputniknews und RT Deutsch betreiben.

Es geht vielleicht auch schon um Blogs, wie die NachDenkSeiten, die Rationalgalerie und so viele andere große und kleine Blogs und Foren, die gezielt versuchen aufzuklären oder auch ganz einfach nur eine gegenteilige Meinung zu neoliberal vertreten.

Sputniknews haben dazu eine Einlassung von Ulrich Gellermann, einem Journalisten, der auch für Sputniknews schreibt und den Blog „Rationalgalerie“ betreibt, veröffentlicht.

Gellermann weist in diesem Artikel auf die wahren Absichten der EU hin und zeigt auf, das die EU selbst Propaganda durch ein eigens Medienzentrum im Ausland betreibt, dessen Chef Elmar Brok ist.

Ich persönlich halte diese „Entschließung“ für den Anfang vom Ende der Meinungsfreiheit

in Europa.

* * * * *

Zum derzeitigen deutschen politischen Personalkarussell möchte ich nur noch zu einer Personalie Stellung beziehen, zu Martin Schulz.

Die spd braucht eine sprechende „Wohlfühl-mag-ich-der-iss-nett-nich-so-uffjedonnert-“Politpuppe. Ein Gegenstück zur CxU-Merkel.

Eben Martin Schulz!

Er wird derzeit für die spd hoch geschrieben, das frühere „personelle Endlager EU“ wird neuerdings als Reaktivierungs-Wiederauferstehungs-Lager genutzt. Besondere Umstände erfordern eben besondere Maßnahmen.

Klar, es bleibt den „sozialdemokraten“ auch nichts übrig. Gabriel mag das Wahlvieh nicht so besonders. Aber Schulz, der selbst ebenfalls komplett für neoliberale Politik steht, der muss/soll jetzt „gemocht“ werden, diesen Auftrag haben die deutschen Medien angenommen und werden dementsprechend die „Meinung der Wähler“ bilden. Es ist ja noch etwas Zeit. Das wird schon, da bin ich mir sicher.

Zweck: Fortführung der sozialen Stillstands-GroKo, Weiterführung des neoliberalen Wirtschaftsfaschismus ab September 2017. Deshalb muss die spd ein „Zugpferd“ bekommen, das die Wählerabwanderung begrenzt, möglicherweise stoppt, im besten Fall in Zuwächse umkehrt. Bei unter 20% sieht es für die spd duster aus.

Vielleicht doch keine GroKo, vielleicht doch schon schwarz-braun ab 2017.

Die spd könnte, gezwungenermaßen, den früheren Weg der FDP gehen, als „Zünglein an der Waage“, wie im alten 3 (4)-Parteien-Parlament der alten Bundesrepublik. Keine wirkliche Bedeutung, die auf einem hohen Wahlergebnis basiert, aber zur Koalitionsbildung damals notwendig.

All das hat aber keine Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung. Dadurch ist das Diktat des neoliberalen Faschismus nicht betroffen und nicht gefährdet.

Es ändert sich nur etwas für einzelne Karrieristen, die vom öffentlich satt finanzierten Politkarussell fallen, oder aufsteigen können.

* * * * *

Ich möchte an dieser Stelle auf die NachDenkSeiten zu sprechen kommen.

Zum ersten möchte ich auf einen neuen Service der NDS hinweisen, der neuen Rubrik » Brauchbare Zitate.

Schon beim ersten „Überfliegen“ fielen mir so manche „brauchbare Perlen“ auf, z. B. was so ein „Rentenexperte“ wie Raffelhüschen zum Thema „Rente“ einerseits vor Versicherungsvertretern sagte (nämlich die Wahrheit) und dann das genaue Gegenteil in öffentlich-rechtlichen Laberrunden.

Da sind aber noch viel mehr gelungene Beispiele zu Aussagen zum Thema „Neoliberalismus“ zu finden.

So etwas zum Beispiel, von Sir Alan Budd:

Stichwort: Reservearmee von Arbeitslosen.
Verwendung in der Auseinandersetzung mit dem Vorwurf „Verschwörungstheoretiker“: Die Realität ist schlimmer, als sich das Verschwörungstheoretiker ausdenken könnten.

Der ehemalige konservative Notenbanker Sir Alan Budd – seine Biografie siehe hier – beschrieb die Geldpolitik der Bank of England unter Margret Thatcher so:

Viele „haben nie (…) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bekämpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Und die Erhöhung der Arbeitslosigkeit war mehr als wünschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schwächen. […] Hier wurde – in marxistischer Terminologie ausgedrückt – eine Krise des Kapitalismus herbeigeführt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren.“ (The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)

Ich hoffe, die NDS werden diesen Service weiter ausbauen und öffentlich machen und ich wünsche mir, das eine breite Öffentlichkeit dort liest und endlich kapiert.

* * * * *

Aber ich habe noch einen weiteren Beitrag auf den NDS, vom 25. November, betitelt mit: „Die globale Wirtschaftselite“, auf den ich aufmerksam machen möchte.

Dr. Michael Hartmann, seit 2014 emeritierter Professor für Soziologie an der TU Darmstadt bespricht und bewirbt sein neues Buch und vertritt darin die

„These, die globale Wirtschaftselite gäbe es gar nicht, eine internationale Kapitalistenklasse sei Fiktion.“

Dieser Theorie kann ich ganz und gar nichts abgewinnen und halte seine Forschungsergebnisse und die dadurch aufgebaute Beweiskette für wenig belastbar.

Ich bin sehr wohl der Überzeugung, das, anders als es Dr. Hartmann thematisiert, es eine „globale Elite“ gibt, die steuernd die Politik bestimmt.

Aus welchem Grund gibt es die zahllosen Gruppierungen, wie die „Bilderberger“, den „ERT“, um nur zwei der bekanntesten zu nennen und all die zahllosen Lobbyistenverbände der Wirtschaft?

Internationale Banker treffen sich regelmäßig, mit dabei die Chefs der FED, der EZB und anderer großer nationaler Notenbanken.

Nein, ich glaube ganz sicher nicht, das es eine zentrale „Weltregierung“ der ganz besonders Reichen gibt, eine Villa, ein Glasturm, irgendwo auf der Welt befindlich, in dem jeden Tag „Weltregierungsarbeit“ geleistet wird und wo von dort die Anweisungen an die „gewählten“ Politiker ausgehen.

Sicher sind diese „Finanzeliten“ organisiert, sind durch Glasfaserkabel und abhörsichere Satellitenkommunikation miteinander und untereinander verbunden.

Sicher handeln sie alle nach dem gleichen System, der Profitmaximierung.

Und ganz bestimmt haben „sie“ in der Vergangenheit alles Nötige unternommen, um „die Politik“ in ihrem Sinne zu steuern. Sie tun es gegenwärtig und werden ihren Einfluss auch in der Zukunft ausüben, wenn nicht etwas passiert.

Ich habe diesen Artikel der NDS hier verlinkt, gerade deshalb, weil er meinen Annahmen nicht entspricht.

Jeder, der die Zeit erübrigen will, sollte sich seine eigenen Gedanken zu Dr. Hartmanns These machen.

Ich glaube nicht daran, das „die Politik“ immer noch die Macht hat, die ihr Dr. Hartmann zuspricht.

Da spricht in Deutschland seit 1998 zu viel Erlebtes dagegen.

* * * * *

Abschließend ein Hinweis auf „Voltairenet.org“, der neueste Artikel von Senor Ariel Noyola Rodríguez.

Er schreibt in seinem Aufsatz „Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit führt die große Transformation von Eurasien“ über die aktuellen Bemühungen Pekings und Moskaus, die US-Vormachtstellung in Eurasien zu begrenzen, zu brechen.

Meine Gedanken hierzu:

Es sieht wieder mal so aus, als ob die Menschen nichts anderes können, als Blöcke zu bilden. Machtblöcke, wie zu Zeiten des „kalten Krieges“.

Ein Gleichgewicht des Schreckens, aufgebaut auf militärischer Macht und Kraft, gefüttert durch wirtschaftliche, finanzielle Stärke und der Fähigkeit zu weiteren „Innovationen“, Erfindungen.

Mit dem Ziel, das Gleichgewicht zu kippen, um als alleinige Hegemonialmacht die Welt und deren Bevölkerung zu lenken, zu führen.

Das China und Russland sich den Interessen der G7, der USA, der NATO widersetzen müssen und dafür genug Unterstützung, durch die G7 bereits arg gebeutelten, zahlreichen anderen Staaten aus Asien, Lateinamerika und Afrika, erhalten, ist eigentlich kein großes Wunder.

Bisher gaben die USA, die EU, die NATO den Ton an, ziemlich rüde. Bei der Ressourcenverteilung galt bisher immer nur: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“

Es gab kein sichtbares Interesse an „gemeinsam handeln, fair verteilen, fair bezahlen“.

Es gab nur Interesse an Profiten, schnell und viel. Und an Machtzuwachs, schnell und viel.

Auch die VR China, Russland, Indien sind kapitalistisch ausgerichtete Staaten, die aus der westlichen Arroganz und Ignoranz nur gelernt haben. Und auch dort wird von Seiten der Regierungen, der politischen und wirtschaftlichen Machthaber auf das Volk „geschissen“

* * * * *

Die Welt hat 2 Möglichkeiten, das Wiederauferstehen der bekannten Blockbildung, mit anderer Farbgebung, die Wiedererrichtung alter Feindbilder „West gegen Ost“ mit allen idiotischen Propagandaslogans.

Das könnte im „Westen“ wieder dazu führen, das die „Reichen“ die Arbeitnehmer wieder als „Bollwerk gegen den Osten“ entdecken und dementsprechend Arbeit, Einkommen und Zufriedenheit bereit stellen wollen.

* * * * *

Oder wir alle fangen an, uns jetzt von den altbekannten politischen, gesellschaftlichen und unsolidarischen Dogmen zu lösen, die die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz daran gehindert haben, friedlich, gleichberechtigt und neidlos miteinander zu leben.

* * * * *

Ich sehe absolut keinen Sinn darin, die „Hegemonie des Big Mac“ gegen eine „Hegemonie der Ess-Stäbchen“ einzutauschen.

Es würde für die meisten Menschen nur bedeuten, das alles beim Alten bleibt. Die Armut, die soziale Ungleichheit und die absolute Chancenlosigkeit.

* * * * *

Eines ist für mich sicher, die gegenwärtigen und zukünftigen machtpolitischen Vorhaben der EU, allen voran Deutschlands, ob mit oder ohne die „Schirmherrschaft“ der USA unter Präsident Trump, sind zum Scheitern verurteilt.

Jeder Deutsche, jeder Bürger, jeder Wähler, der in 2017 seine Stimme für CXU, spd, Grüne, AfD abgibt, trägt selbst die Verantwortung für dieses Wählen „wider besseren Wissens“.

Ob eine (sehr) starke PdL den aktuellen Konfrontationskurs zu ändern vermag, weiß ich nicht. Ich habe mir abgewöhnt, zu hoffen. So sehr ich Frau Wagenknecht schätze und bereit bin, ihr zu glauben und sie zu unterstützen, so sehr bin ich von vielen anderen Personen in der PdL angewidert.

* * * * *

Carl Friedrich von Weizsäcker hat einmal wenig Schmeichelhaftes über die Deutschen gesagt. Ich gehöre diesem Volksstamm ja auch an, fühle mich jedoch nicht dirket angesprochen. Er sagte, auszugsweise:

.>>absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!….<<

Er sagte noch mehr, aber diese wenigen Auszüge aus dem Zitat sollten ausreichend sein.

* * * * *

Anders ausgedrückt, verehrte Mitbürger, fangt zu Denken an, zu Handeln, es sei denn IHR wollt „die ganze Welt zu Gast“ haben, als Flüchtlinge.

Oder IHR wollt selbst als Flüchtlinge enden, in Afrika, in der Türkei, in Vorderasien.

IHR wollt selbst einmal erleben, wie komplett beschissen das ist, nichts mehr zu haben, alles verloren zu haben und auf Gedeih und Verderb irgendwelchen Bürokratenarschlöchern ausgeliefert zu sein.

* * * * *

Ihr habt diese Wahl noch.

IHR müsst euch nur darüber im Klaren sein, das die beiden letzten Szenarien sehr schnell möglich werden können, herbeigeführt durch CxU, spd, Grüne, FDP und AfD, auch durch R2G.

Und IHR müsst das wieder alles ausbaden, wie nach 1918, wie nach 1945. Wie die meisten Ostdeutschen nach 1989.

Die politisch Verantwortlichen und die Wirtschaftseliten wird es nie wirklich so treffen wie es euch immer trifft.

* * * * *

Überrascht mich doch mal, überrascht die Politnasen, das Kapital, überrascht die ganze Welt in 2017 mal richtig positiv.

Überrascht und beeindruckt vor allem EUCH SELBST!

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7 Comments

  1. Habe auch das Hartmann-Interview gelesen und war erstaunt, wie er eine Definition globaler Elite anscheinend vor allem am offiziellen Wohnsitz festmacht. Die Vorzüge der Digitalisierung, die da sind eben nicht seinen Wohnsitz verlassen zu müssen, um sich zu vernetzen (obwohl das für Privatjet-Besitzer auch das geringste Problem sein sollte), werden nicht erwähnt. Seine Aussagen sollen wohl auf irgendeine Weise Mut machen, werden aber wahrscheinlich eher das Gegenteil erreichen, von wegen: Ah, jetzt bin ich beruhigt, doch nicht so schlimm, mein Kreuzchen wirds schon richten, also bleib ich weiter bequem auf dem Sofa sitzen.

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  2. Hallo Anna,
    danke Dir für deinen Kommentar.

    Es beruhigt mich, zu lesen, das ich nicht der Einzige bin, dem die Thesen von Hartmann aufgestossen sind, oder zumindest befemdlich vorkamen.

    Die von dir angesprochene Befürchtung hege ich ebenfalls ganz konkret. Auch unter vielen Hochschulabsolventen ist die Bereitschaft zum Glauben weit verbreitet.

    Daher freuen mich deine Besuche und Kommentare um so mehr.

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  3. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit wird ja auch mit der Digitalisierung am Leben erhalten. Mantra: Es ist nicht genug Erwerbsarbeit für alle da, aber nur mit Erwerbsarbeit kann man ein menschenwürdiges Leben führen (bis zur Verschrottung im Rentenalter). 2017 wird in Deutschland ganz im Zeichen des „Weiter so“ mit Merkel stehen, so wie früher mit Adenauer oder Kohl.

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  4. Dieses „Weiter so“ steht durchaus zu Befürchten.

    Die Deutschen haben einfach keinen Mumm und benötigen die Fesseln als Korsett, für den aufrechten Gang in den Untergang.

    Alan Budd wusste damals wohl noch nichts von den Möglichkeiten der heutigen Digitalisierung.
    So mussten er und seine Kumpels eben die Arbeitslosigkeit alleine mittels des Monetarismus herstellen. Heute können die Besitzenden aus dem „Vollen“ schöpfen.

    Und Arbeitslose können ja auch noch durchaus als „Volkssturm“, als das „vorletzte“ Aufgebot zu gebrauchen sein.. Sonst gibts Sanktionen. F-J Weise und A. Nahles sei es gedankt.

    Schön, das Du wieder „online“ bist.

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  5. »Oder wir alle fangen an, uns jetzt von den altbekannten politischen, gesellschaftlichen und unsolidarischen Dogmen zu lösen, die die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz daran gehindert haben, friedlich, gleichberechtigt und neidlos miteinander zu leben.«

    Das ist eine Aussage, die ich mit ganzem Herzen unterstütze. Und dann fangen wir gleich damit an: Es gibt keine »fairen Löhne«. Eines der wichtigsten, gefährlichsten und unlogischsten Dogmen der modernen Gesellschaft ist der Lohn und fast niemand denkt darüber nach.

    Und weil Du Zitate magst, bekommst Du noch eines für die Sammlung 😉
    »Die unheilvolle Neigung, über die Dinge nicht mehr nachzudenken, sobald sie nicht mehr zweifelhaft sind, hat die Hälfte aller menschlicher Irrtümer zu verantworten.«
    Blaise Pascal

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    1. Hallo Carlo,
      danke für dieses Zitat.

      Dein Vorredner Matthias kennt auch viele Zitate und seine Veröffentlichungen auf „Kiezschreiber“ sind mir ein unerschöpflicher Quell.

      Zum fairen Lohn und Lohnarbeit zum Zwecke der Lebensfinanzierung. Als ich das schrieb, hatte ich tatsächlich an Dich und deine Beiträge und Kommentare gedacht. Überlegte kurz, diesen Passus zu löschen. Tat es nicht, weil ich zwar gegenwärtig sehr viel zu diesem Thema lese, aber innerlich immer noch nicht so weit bin, ein tragbare Alternative anzubieten zu können. Wollen will ich schon und bis ich mein persönliches Problem mit Alternativen zur Lohnarbeit gelöst habe, will ich vorerst dieses und andere Relikte der bisherigen Gesellschaftsausrichtung nicht völlig unausgesprochen lassen.

      Ich versuche nämlich dann gleichzeitig, quasi im Reflex, ein tragbares Gegenmodell zur albekannten "Lohnarbeit" und alles, was das impliziert anbieten zu wollen. Das habe ich aber noch nicht.

      Ich weiß tatsächlich nicht, wer alles bei mir liest, durch welche Vorstellungen meine Leser geprägt sind.
      Ob ich, ohne weiteres die Abschaffung von Lohnarbeit ansprechen kann, soll und will, ohne ein belastbares Gegenmodell für eine neue Gesellschaft anbieten zu können, die ich zwar selbst für unabdingbar erachte und auch selbst erreichen möchte, weiß ich nicht.
      Dazu muss ich viel mehr lesen, nachdenken, bevor ich selbst dazu schreiben kann und will.

      Noch ist dieses Modell "Lohnarbeit" ein fester Bestandteil des menschlichen Denkens und Glaubens, auch und gerade in diesem Deutschland.

      Das es für eine gerechte, faire, sozial ausgerichtete Gesellschaft kontraproduktiv ist, ist mir durchaus klar.

      Du merkst, "da schlagen 2 Herzen in meiner Brust", Einerseits die Notwendigkeit neue Wege anzusprechen, andererseits will und kann ich nicht die vorherrschenden Glaubensvorstellungen der Menschen und vllt. auch meiner Leser vollständig ignorieren.

      Vielleicht ist auch dieses Denken falsch. Ich weiss es nicht.

      Vielleicht bin ich auch einfach noch nicht so weit und suche nur nach Ausreden. Ich bin eben auch nur ein Mensch, der einen Weg sucht, diesen ganzen Irrsinn lebenswerter und friedlicher zu gestalten.

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      1. Mein Lieber,

        Du sprichst unbewusst ein weiteres Dogma an. Warum müssen Du und/oder ich oder andere Alternativen anbieten? Warum willst Du Denkfaulheit bedienen? Weil Du Probleme aufzeigst, musst Du doch nicht gleichzeitig die Lösung präsentieren. Denkst Du, dass Menschen, die ein Problem nicht in seiner Tiefe erfasst haben, für Alternativen offen sind? Nein, sie werden immer so weiter machen, wie sie es kennen und werden sich darüber beschweren, dass sie aus dem Hamsterrard nicht aussteigen können. Das Hamsterrad hat gegenüber einem freien Leben den Vorteil, dass man in geordneten Bahnen laufen und denken kann. Eben dogmatisch. Dann kommt eben soetwas wie die »Alternative« für Deutschland heraus.

        »Unser« Motto sollte sein: Von der Utopie zur Eutopie.

        P.S.: Und richte Dich nicht danach, an welches Brot Deine Leser gewöhnt sind. Ich backe jeden Sonntag und probiere oft neue Rezepte. Nach meiner Meinung musst Du Dich erst gar nicht orientieren. Ich habe keine Erwartungen an Dich, aber freue mich immer von Dir zu lesen.

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