Demos, Notstand, Aufstand

Was gesellschaftlich notwendig, sinnvoll und machbar sein könnte

Bei meinen Streifzügen der letzten Woche durch das Internet, durch Foren und Blogs, durch Medien, fiel mir die vermehrte schriftliche Auseinandersetzung mit Demonstrationen, Notständen und Volksaufständen/Revolutionen auf.

Die Auseinandersetzung und Thematisierung von Gewalt, generell, als Mittel zur Abschaffung von neoliberalen Regierungen, zur Herbeiführung der dringend notwendigen gesellschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen.

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Mir erschien, diese vermehrte Behandlung des Themas ist auf mindestens drei aktuelle mediale Auslöser zurückzuführen:

  • Die „Empfehlung“ dieser unsäglichen Bundesregierung an die Bevölkerung, sich mit Grundnahrungsmitteln und wichtigen Dingen zu „bevorraten“.
  • Die Ankündigung, das am 17.09. 2016 in 7 deutschen Städten zeitgleich gegen CETA demonstriert wird.
  • Friedensinitiativen zu Demonstrationen für den Frieden aufrufen und organisieren

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Ich las Kommentare, die Gewalt nicht mehr gänzlich ausschließen wollen, um das Establishment, die Regierung, das neoliberale System, die Finanzdiktatur beenden zu können.

Kommentare, die sich mit der Gewalt schriftlich und der Legalität von Gewaltanwendung auseinandersetzten, obwohl den meisten Kommentatoren, Bloggern eine pazifistische, friedliche und gewaltfreie Grundhaltung innewohnt.

Kommentare, die Mehrzahl, so war mein Eindruck, die die Sinnhaftigkeit und die Erfolgsaussichten von Demonstrationen grundsätzlich bezweifeln.

Kommentare, die zynisch oder resigniert von „zutexten“ schrieben, das Wirken und die Versuche von Bloggern und Systemgegnern im Internet eine „Gegenöffentlichkeit“ aufzubauen, als sinnlos bewerten.

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Sinnlos, nicht zielführend, keinerlei Erfolgsaussichten, Chancenlos.

 

Ja, es ist eine Tatsache, das der gewünschte Erfolg sich viel zu langsam einstellt, weil nur wenige Menschen Blogs, alternative Medien selbst suchen, weil es darunter viele Leser gibt, die gar nicht kommentieren, Meinung äußern, aber zumindest gelesen haben, vielleicht auch nicht den kompletten Text, querlesen bevorzugen, was immer zum Verlust von Informationen führt.

Die Alternative wäre:

  • NICHTS TUN,
  • nichts schreiben,
  • nicht bloggen,
  • nichts veröffentlichen,
  • nicht demonstrieren,
  • zu Hause bleiben,
  • zur Arbeit gehen,
  • weiter machen,
  • die Schnauze halten,
  • Tagesschau gucken,
  • Springer und Bertelsmann konsumieren,
  • Facebook und Twitter konsumieren.

 

Weiterhin zu GLAUBEN,

weiterhin selbständiges Nachdenken unterlassen.

 

Mediale Orgien zu konsumieren, wie Gender-Wahn, militanten Feminismus, Ernährungsdikaturen, wie „vegan“, zu huldigen.

Oder glauben, mit Yoga und Tantra-Übungen den Übeln der Welt erfolgreicher begegnen zu können, ohne überhaupt eine Ahnung zu haben, weshalb das überhaupt in Indien entstanden ist.

In welchem Zusammenhang diese Übungen mit Hinduismus und Buddhismus stehen.

Oder medial aufgebauschten Ablenkungen folgen, wie „#gina-lisa“.

Ein „Internet-Girl“, ein „Modell“, eine unbegabte „C“-Schauspielerin, die mit 29 Jahren bereits „fertig hat“ und nochmal Aufmerksmakeit entfachen wollte. Vor Gericht. Im Internet, in den Medien. Davon hat die Welt viele.

Menschen, die (irgendwie) „gut“ aussehen, also den gängigen Vorstellungen von „gut aussehen“ entsprechen, richtiger Arbeit zeitlebens erfolgreich aus dem Weg gehen, hier und da kosmetisch, für viel Geld, nachhalfen und von Polit-Selbstdarstellern wie Schwesig (spd-Quotenfrau) und Maas für deren politisches Weiterkommen genutzt werden.

Nein, das alles gibt niemandem das Recht, eine Frau zu vergewaltigen, aber ebenso hat niemand das Recht, solche Vorgänge auszuschlachten, für sich zu nutzen.

Und wenn Frau Lohfink aus Presseberichten vermutlich noch zählbares Kapital schlägt, dann muss sie sich gefallen lassen, das es auch kritische Stimmen dazu gibt.

Und sich nicht von nur anderen Selbstdarstellern, aus der Politik, wie Frau Schwesig und Herrn Maas, oder sonst wie bekannten Menschen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen „unterstützen“ lassen.

Leute, die auch nur ein Ziel verfolgen, nämlich auch nur mittels der Internet-Netzwerke mediales Kapital auf Kosten einer „Prominenten“ für sich und ihr politisches, öffentliches Fortkommen erzielen wollen.

Soziale“ Netzwerke nenne ich FB, Twitter u.a., nicht mehr. Der Begriff „sozial“ im Zusammenhang mit FB und anderen Meinungsplattformen ist für mich falsch und irreführend.

Gerade Fr. Schwesig und Herr Maas, als Minister, täten gut daran, ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen, indem sie sich für Vergewaltigungsopfer einsetzen würden, die der Masse der Menschen unbekannt sind, deren Leiden, Verletzungen und Traumata ebenfalls beklagenswert sind. Die aber aus einer Vergewaltigung kein öffentliches Drama machen (lassen).

Aber mit diesen Opfern kann man in der Öffentlichkeit keine, zeitlich befristete, Aufmerksamkeit erregen!

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Die meisten Menschen sind gesellschaftlich gelangweilt und politisch völlig überfordert.

Lassen sich alles und jedes aufschwätzen, greifen nach jedem „Angebot“, sobald es „kurz und knackig“ beworben wird. „Ich bin doch nicht blöd“.

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Die wichtigen Dinge sind aus dem öffentlichen und privaten Fokus verschwunden. Das sollen sie auch, nach dem Willen der wenigen Gewinner unseres heutigen Gesellschaftsspieles „Neoliberal“.

Erinnere ich mich an Fidel Castro, 1959 auf Cuba und versuche Parallelen zum heutigen Deutschland zu ziehen, dann finde ich (fast) keine.

Fidel, Ho Tschi Minh und andere „erfolgreiche“ Revolutionäre, die immer noch in unserem Gedächtnis vorhanden sind, hatten die fast uneingeschränkte Unterstützung der jeweiligen Bevölkerung.

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Das fehlt in Deutschland komplett.

Deutsche sind und waren mehrheitlich dem Biedermeier ergeben.

Ruhe, Ordnung, Pünktlichkeit, Disziplin, Gesetze, Verbote, regeln das Leben der Deutschen.

Dem Konsum ergeben, dem „Haben“ und „nehmen können“ verpflichtet.

Wohlstand“ haben sie mehrheitlich, als einzig erstrebenswerte gesellschaftliche Anerkennung verinnerlicht.

Ohne diese gesellschaftlichen und politischen „Krücken“ wären die meisten Deutschen vermutlich gesellschaftlich hilflos, lebensunfähig.

Als ob sie im Dschungel Brasiliens zeitgleich einem Jaguar und einer hungrigen Anaconda, Giftschlangen und allerlei unbekanntem Getier völlig nackt, an einen Baum gefesselt, ausgesetzt wären.

Und ich frage mich ernsthaft, wie soll jemand,

  • der in einen gewissen gesamtgesellschaftlichen Wohlstand hineingeboren wurde,

  • der ein Studium absolvierte,

  • durch fast alle äußeren Einflüsse

  • jeden Tag von Reichtum, und Besitz überzeugt wurde,

wie soll so jemand erkennen und wissen, was Not bedeutet?

Oder Elend, oder Krieg?

Was es bedeutet, verletzt zu werden, traumatisiert zu werden, Angehörige zu verlieren, völlig wehr- und hilflos zu sein, nicht fliehen zu können, nirgendwo Schutz geboten zu bekommen?

Um wie viel weniger können Politiker, Mandatsträger, Aufsichtsräte, Vorstände, Juristen, Banker, die es gewohnt sind,

  • in einer fast vollständig abgeschirmten Parallelwelt zu agieren,

  • die fast nie die wirkliche Welt kennen lernen müssen,

  • sich fast nie mit dieser Welt auseinandersetzen müssen,

  • nicht in ihr bestehen und überleben müssen,

wie können die menschliche Not und Unrecht erkennen?

Gerade heutige Politiker, die fast alle in Parteien eintraten, um „Karriere“ zu machen.

Denen soziale, gesellschaftliche Missstände nichts bedeuten, die sie gar nicht kennen, fast nie selbst erleben mussten, und bewusst davon ferngehalten werden.

Die bedenkenlos für asoziale Gesetze wie Hartz IV stimmten, für deutsche Kriegsbeteiligungen, die das einstmals vorhandene staatliche soziale Sicherungsnetz für die Bürger zerrissen haben, zum Vorteil des Kapitals, der Besitzenden.

Die für ständig steigende Arbeitslosigkeit, Zwang gegenüber Arbeitslosen und Geringstverdienern, für Altersarmut verantwortlich sind.

Die an ausgeufertem Lobbyismus, an Steuerhinterziehung in ganz großem Stil, an „Finanzkrisen“ schuld sind, dafür die Verantwortung tragen, aber niemand sie zur Verantwortung zieht.

Die durch ihre uniformierte, neoliberale Politik und Ausrichtung den Menschen keine wirkliche Wahl mehr lassen. Ob CxU, spd, FDP, Grüne, AfD, alle fressen den neoliberalen Herren des Geldes aus der Hand.

Und die LINKE, der größte Teil von deren Führung (Frau Wagenknecht klammere ich hiervon bewusst aus) hat sich ebenfalls vereinnahmen lassen, schon vor langer Zeit.

Hierzu eine Einlassung von Prof. Rainer Mausfeld, Uni Kiel:

Parteien im linken Teil des politischen Spektrums erfüllen für die herrschenden Eliten eine wichtige Stabilisierungsfunktion.

Nur sie können die Verlierer der herrschenden Wirtschaftsordnung, deren Interessen sie ja zu vertreten vorgeben, in einen politischen Konsens einbinden, wodurch der Status der herrschenden Eliten stabilisiert wird.

Dafür werden ihre Vertreter dann mit geeigneten Privilegien und mit einem Platz an den Katzentischen im Palais der Machteliten belohnt.

Damit die Parteien diese Pazifizierungsfunktion für die Klasse, deren Interessen zu vertreten sie vorgibt, erfüllen können, muss natürlich sichergestellt werden, dass in ihnen nicht Kräfte Einfluss gewinnen, die sich tatsächlich für die Interessen der Bevölkerung einsetzen – also für eine gerechtere und wirklich demokratische Gesellschaft.“

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Dieses Deutschland, nämlich die überwiegende Mehrheit seiner Bürger, die sich gerne einer politischen „Mitte“ zugehörig fühlen, aber nie ihren Nationalismus, Patriotismus und ihre völkischen Traditionen abgelegt haben, daher gerne auch auf Parolen „rechter“ Bauernfänger hereinfallen, ist nicht bereit

  • für gesellschaftliche, politische, soziale Verbesserungen,

  • für gesellschaftliche, politische, soziale Veränderungen

  • die Notwendigkeit dieser Veränderungen zu erkennen

  • die Ablehnung von Demonstrationen für Frieden, gegen Finanzfaschismus zu überdenken, geschweige denn aufzugeben

  • ihre gewählten Politiker, das gesamte parlamentarische System der Bundesrepublik, das Parteiensystem von Korruption und äußerer Beeinflussung in Frage zu stellen

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Damit fehlt die allerwichtigste Voraussetzung für eine Veränderung: Nämlich die mehrheitliche Unterstützung aus dem Volk für Veränderungen, für Veränderer.

Ich las vermehrt Kommentare von Foristen, die anfingen darüber nachzudenken, ab wann Gewalt zur Erreichung der notwendigen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen „gerechtfertigt“, ab wann sie „legal“ sei.

Wann ist der Punkt erreicht, sich mit Gewalt zu wehren? Gewalt einzusetzen, um Veränderungen, Verbesserungen herbeiführen zu können!

Ich beschäftige mich mit dieser Frage auch schon geraume Zeit und bin zu keinem Ergebnis gekommen, weil ich Gewalt verabscheue, ablehne und viel zu viel davon in meinem Leben, unfreiwillig, erleben musste.

Wer die „legale“, vorherige Absolution braucht, um Gewalt einsetzen zu können, dem kann ich nur sagen: Nur der Sieger hat und bekommt Recht“.

Gewalt führt zu weiterer Gewalt. Und letztlich doch wieder in Faschismus, in Diktatur, Willkürherrschaft, zu Intoleranz.

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Sehen wir uns Fidel Castro an, er war anfänglich kein Kommunist, im Gegensatz zu seinem Bruder Raul und seinem Freund Che Guevara.

Genau wie sein Armeechef Camilo Cienfuegos, dem fast noch mehr Verehrung durch die Cubaner zuteil wurde, als Castro selbst, lehnte El maximo Lider, den Kommunismus anfänglich komplett ab.

Ab 1959 tat er politisch, gesellschaftlich das, weswegen er und seine ca. 63 Mitkämpfer angetreten waren. Das haben die allerdings nicht alleine fertig gebracht. Aber der „Bewegung 26. Juli“ wird der größte Anteil am Kampf gegen Batista zugesprochen

Er enteignete die allmächtigen US-Konzerne auf Cuba, verstaatlichte sie und gründete Kooperativen. Er versuchte, die Armen und Ärmsten besser zu stellen. Und die dankten es ihm durch eine unerschütterliche Treue und Verehrung.

Die USA bekämpften ihn, wo sie konnten. Wirtschaftlich, finanziell, militärisch, geheimdienstlich. Fidel suchte und fand Unterstützung für sich und sein Land bei den Comecon-Ländern, beim Warschauer Pakt.

Das machte die USA nur noch zorniger und führte zur Cuba-Krise.

In dessen Verlauf Fidel noch nicht einmal mehr eine Randfigur war, was er Chruschtschow immer nachtrug.

Dann brach der Ostblock zusammen, die dringend notwendigen Unterstützungen aus den „sozialistischen Bruderländern“ fiel weg, komplett.

Durch die rasend schnell einsetzende Verschlechterung der Lebenssituation auf Cuba wurde Fidel mehr und mehr zum Unterdrücker, zum Diktator, ließ gegenteilige Meinungen nicht mehr zu, Gegner seiner Politik mussten fliehen oder starben, bei Autounfällen, in den Gefängnissen des DGI, auf der Straße, in ihren Häusern.

Irgendwann ersetzten Personenkult und Militärpräsenz fast vollständig die Bemühungen um soziale und gesellschaftliche Verbesserungen auf Cuba.

Fidel suchte neue Unterstützung in Kolumbien, unterstütze die FARC mit militärischer und geheimdienstlicher Hilfe und ging noch ein Bündnis mit den Kokain-Kartellen ein, allerdings wurde das durch andere Leute gedeichselt.

Den Castros konnte nie eine Beteiligung bei der Unterstützung der lateinamerikanischen Koks-Dealer nachgewiesen werden. Vielleicht wollten manche US-Kreise das auch gar nicht, man muss ja nicht jede Bombe direkt hochgehen lassen.

Danach fand er Venezuelas Unterstützung. Dessen damaliger Präsident Hugo Chavez schickte Öl und Geld, Fidel unterstütze durch Soldaten und DGI-Leute Chavez‘ Kampf gegen die USA, die in Venezuela alles unternahmen, um Chavez und seine Sozialisten loszuwerden.

Vor kurzem schüttelten Obama und Raul Castro bereits Händchen.

Meine bescheidene Erwartung: „Die Cubaner werden nie das erlangen, was sie seit gut 500 Jahren erreichen wollen, nämlich Frieden, Freiheit, Unabhängigkeit, und ein klein wenig persönlichen Wohlstand, durch gerecht bezahlte Arbeit.“

Jetzt erst recht nicht mehr, denn die US-Konzerne werden wieder „investieren“ und Wallstreet rechnet schon mal zusammen, was ihren Banken seit 1953 an entgangenen Zinsen und Tilgungen zusteht.

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Ho Tschi Minh und seine Mitkämpfer setzten der französischen Kolonialherrschaft 1953 bei Dien Bien Phu ein Ende.

Das vietnamesische Volk erteilte auch den übermächtigen USA 1975 eine Niederlage.

Seitdem hat sich die militärische Ausrichtung der US-Army drastisch geändert. Wo ein West-Pointer, wie W. Westmoreland, noch „asynchrone“ Kriegführung komplett ablehnte, wurde nach Vietnam die „asynchrone Kriegführung“ zu einem wesentlichen und integrierten Bestandteil der Kampfführung der US Army.

Zwischen 1954 und 1975, der amerikanische Vietnamkrieg begann schon 1955, verloren nach Schätzungen zwischen 2 und 5 Millionen Menschen ihr Leben, darunter 1,3 Millionen Soldaten, die USA opferten 58.220 Bürger wegen der „Domino-Theorie“, die toten Soldaten anderer Nationen werden mit 5.264 Opfern angegeben.

Der französische Indochinakrieg dauerte von 1946 bis 1954, bereits seit 1941 zerrissen kriegerische Auseinandersetzung das Land, die Toten werden auf eine halbe Million geschätzt.

Und ich will hier, aus Zeitgründen, auch gar nicht mehr auf Mao Zedong eingehen, auf Millionen Tote, die dieser unsägliche Diktator und kommunistische Faschist seit seinem Einstieg in die Politik ab etwa 1921 bis 1976, also in 55 Jahren, zu verantworten hatte und nie zur Rechenschaft gezogen wurde.

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Und, was ist geblieben, was ist seit dem „Sieg der Revolution(en)“ passiert?

  • Weitere Tote durch Verfolgungen der Sieger,

  • Umerziehungen,

  • Flucht und

  • weiteres menschliches, soziales, gesellschaftliches Elend,

  • weil zunächst einmal die Festigung der Siegerdoktrin als wichtigstes Ziel anstand, weniger der Wiederaufbau von Infrastrukturen.

Trotz

  • Millionen Toten in 34 Jahren Krieg und Gewalt in Vietnam,

  • trotz kommunistischer Umerziehungsmaßnahmen der Gesellschaft des ehemaligen Südvietnams,

  • trotz all der verkrüppelten Napalmopfer,

  • einer unglaublich hohen Rate an missgestalteten Neugeborenen, die auf „Agent Orange“ (deutsche Wertarbeit) und andere chemische Kampfstoffe zurückzuführen ist,

hat sich die Kommunistische Partei Vietnams bereits 1986 zu den Đổi mới genannten Liberalisierungen entschlossen, die letztendlich wieder die USA und jede westliche Firma zu „Investitionen“ animierte, um ihre Profite durch billige Arbeitskräfte in SO-Asien zu steigern. Darunter „Adidas“ mit einer Sportschuhfabrik!

Anders ausgedrückt: Einige wenige Eliten aus der Kommunistischen Partei Vietnam beschützen die Investitionen ihrer ehemaligen Feinde, und überlassen ihre Landsleute ungeniert der Ausbeutung, weil sie von den Investoren im Gegenzug reich belohnt werden.

Wie es die VR China seit Nixons Besuch 1972 praktiziert. „Ein Land, zwei Systeme“

Bedeutet für die Mehrheit der 1,5 Milliarden Chinesen:

  • Konsequente Fortsetzung der faschistischen Unterdrückung der Chinesen, die nie etwas anderes gekannt haben, durch die Kader der KPCh

  • und staatlich geförderte Ausbeutung der lohnabhängigen Bürger durch ausländische „Investoren“

Wie auch die Bewohner der ehemaligen Ostblockländer mit der ersehnten „Demokratie und Freiheit“ weiter ausgebeutet werden.

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Ja, dann brauchen wir ja gar nicht erst antreten und uns gedanklich damit zu beschäftigen.

Doch, genau deshalb müssen, sollten wir alle uns damit beschäftigen, darüber nachdenken.

Was muss verändert werden:

  • Die Allmacht des Geldes, der Finanzkonzerne über die Realwirtschaft

  • Die Verflechtung von Politik und Geld, der Lobbyismus

  • Die als NGO’s getarnten Organisationen, die ganze Länder verändern können, siehe aktuell Soros‘ Machenschaften, hier ein Link auf die NachDenkSeiten, zum Beitrag „Die Demokratie des George Soros“ vom 30.08.2016

  • Staatlich legitimiertes Unrecht, wie Hartz IV, Niedriglohnsektor, Leih- und Zeitarbeit, Rentenschliff

  • Staatliche Nachlässigkeit, (eigentlich muss es Förderung heißen) gegenüber Steuerhinterziehung und Kapitalflucht

  • Zerstörung der Sozialsysteme

  • Grundsätzlich: alle „neoliberalen“ Zustände und Ungerechtigkeiten

Wer soll das machen:

  • Die vorhandenen Politpopanze aus CxU, spd, FDP, Grünen, AfD oder aus den Reihen der „LINKEN“?

  • Mitglieder von attack, blockupy, Greenpeace, dem Roten Kreuz, der Caritas, aus dem DGB?

Ja, WER kann eine neue Regierung stellen, formen, arbeitsfähig machen, zum Wohle der Bürger, der „Gesellschaft“ arbeitsfähig machen?

WER ist integer genug, charakterlich genug gefestigt, um nicht bei den Vorzügen der jetzigen parlamentarischen Demokratie umzufallen?

Bei Einladungen des BDI, Friede Springer oder Liz Mohn, von den „Bilderbergern“, die angebotene Machtfülle und geldwerten Vorteile aller Art abzulehnen?

Frau Wagenknecht! Und wer noch?

Manuela Schwesig, Claudia Roth, Dietmar Bartsch, Gregor Gysi? Eher nicht!

Wir müssten Menschen finden, die keine Macht wollen, die sich bisher nicht in Parteien engagiert haben, die die Grundsätze einer humanen, sozialen und empathischen Welt selbst leben, ihre Kinder dazu erziehen, erzogen haben.

Die den Unterschied zwischen wirtschaftlichem Handeln und Finanzdiktatur kennen, und dementsprechend Politik gestalten können, wollen und werden.

Die bereit sind, auch Nicht-Akademiker mit politischer Verantwortung zu bedenken.

Die Demokratie richtig verstehen, als Volksherrschaft, die die Wähler nicht als Stimmvieh ansehen.

Die bereit sind, bestehende Gesetze, die Unrecht legalisierten, auch zu wieder zu kippen, die Gesetzbücher von unnützem Müll befreien, statt immer noch weitere Gesetze zu produzieren.

Vor allem das Steuerrecht grundsätzlich neu und gerecht gestalten.

Die in der Lage sind, den Verfassungsschutz zu entnazifizieren, den BND und andere Dienste der Republik wieder so auszurichten, wie es auf den zahllosen Papieren und in Gesetzestexten einstmals beschrieben wurde.

Die den Richter*innen dieser Republik den Weg zu Gerechtigkeit im Gerichtsaal unmissverständlich weisen

Welcher Mann, welche Frau ist geeignet, als Außenminister(in) unsere direkten Nachbarn und Staaten dieser Welt davon zu überzeugen, das sie uns bitte unterstützen, zumindest aber mit wohlwollendem Desinteresse/Neutralität gegenüber stehen?

Denn die U.S.A. werden eine solche Regierung bekämpfen, das haben sie schon immer getan, Cuba, Iran, Lateinamerika, aktuell Brasilien, der ganze Nahe Osten, Afrika und Asien, überall hatten, haben und werden die U.S.A. jede Abkehr von ihren Interessen zu unterbinden suchen.

Und WIE soll das alles vonstatten gehen?

  • Wie kann vorhandener Wille zum Widerstand, generell Ablehnung von Neoliberal, von marktkonform, kanalisiert und gebündelt werden?

  • In eine deutliche, laute, starke Ablehnung verwandelt werden?

  • In eine gesellschaftliche Kraft, die nicht mehr ignoriert werden kann?

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Bevor diese Fragen nicht beantwortet sind, bevor nicht ein wesentlich größer Teil der deutschen Bevölkerung sich mit diesen Fragen beschäftigt und breitere Zustimmung zu gesellschaftlichen, sozialen und politischen Verbesserungen durch Veränderungen entsteht, braucht sich niemand mit Revolution, Aufstand, Gewaltfragen befassen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, das eine Veränderung in Europa nur durch andere europäische Völker entstehen wird, wenn überhaupt.

Aber niemals durch Deutsche, die von materiellen Werten mehr begeistert sind, als von Mitgefühl und Rechtsbewusstsein.

Immer noch sind die meisten Deutschen willig, ohne nachzudenken bereit, sich durch Ruhe, Ordnung und Disziplin in den nächsten Krieg jagen zu lassen!

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Dann sollten sie sich besser mit den empfohlen Grundvorräten eindecken, falls sie es sich leisten können. Hartz-Sklaven werden den Notvorrat, mangels Geld vermutlich geringer gestalten müssen.

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Ab wann verstehen sich die meisten Deutschen eigentlich als „kriegführende Nation“?

Wenn es in der BILD steht, in der Tagesschau bekaspert wird?

Wenn es offiziell gegen Putin geht? Gegen Russland?

Wenn Paraden, Blumen und „Winke-Winke“ „toitscher“ Frauen im TV gezeigt wird, wenn Kinder gezeigt werden, die ihre Mütter/Väter verabschieden müssen und nicht verstehen, warum Papa/Mama „weg“ muss?

Reichen die aktuellen 15 Auslandsbeteiligungen den Deutschen nicht aus, um endlich zu kapieren, das „ihr“ Deutschland bereits eine kriegführende Nation ist?

Nein, die meisten „mündigen Bürger“ wissen das gar nicht!

Steht ja auch nix von inne Zeitung“.

Richtig, das soll auch gar nicht in unser aller Bewusstsein gelangen.

Gelernt haben „unsere“ medialen Strategen auch hier wieder vom „großen imperialen Bruder U.S.A“, wie man solche Tatsachen geschickt NICHT in die öffentliche Wahrnehmung transportiert.

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