Die Märkte

Das „scheue Reh“ Kapital, die Börsen, die Medien und die Verbraucher

Sind sie einer von fast 9 Millionen „Anlegern“ in 2015, die endlich endlich, den Abwärtstrend bei deutschen Aktienbesitzern von 2013 und 2014 stoppen konnten und in 2015 mit mehr als einer halben Million neuen „Anlegen“ zusätzlich, zumindest das weltweite Finanz-Karussel der „Wertpapier“an- und -verkäufe bestiegen haben?

Zitat:

Die Aktienkultur in Deutschland erleidet in 2014 einen erneuten Rückschlag. Rund 500.000 Menschen trennen sich von

Aktien oder Anteilen an Aktienfonds.1 Trotz steigender Kurse an den Börsen sinkt die Zahl der Aktienanleger das zweite

Jahr in Folge. Lediglich rund 8,4 Millionen Anleger oder 13,1 Prozent der Bevölkerung sind am Aktienmarkt engagiert.2

Dies ist das Kernergebnis der jüngsten Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts zur Zahl der Aktienbesitzer.

Zitatende

Zitat

09.02.2016 – Deutsches Aktieninstitut

Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts 2015: Zahl der Aktienbesitzer steigt um eine halbe Million – negativer Trend gebrochen

Die Deutschen haben in 2015 wieder Vertrauen in die Aktie und den Aktienfonds gefasst. Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer bei gut 9 Millionen und damit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Das sind rund 14 Prozent der Bevölkerung im Alter über 14 Jahren. Im Vergleich zu 2014 wurden damit 560.000 Aktienbesitzer mehr gezählt, was einem Plus von 6,7 Prozent entspricht.

Zitatende

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Sind sie einer von den Losern, die sich nicht für Glücksspiele, die von Banken und Börsen organisiert werden, interessieren? Denen die täglichen Meldungen vor den „Nachrichten“ vom „Parkett“ aus Frankfurt, London, New York, Tokyo, Singapur sprichwörtlich „am Arsch vorbei gehen“? Die mit dem ganzen „Finanzkram“ nichts anfangen können und wollen?

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Oder sind Sie einer von den wenigen Menschen, die erkannt haben, wie gefährlich diese organisierte Zockerei einiger weniger (gemessen an der Weltbevölkerungszahl) Leute mit richtig viel Kapital, vieler Zocker mit viel weniger Kapital, aber dafür äußerst risikobereit (von nix kommt nix), für jeden von uns ist?

Einer von denen, der die Banken und Börsen, die an jeder „Transaktion“, durch satte Gebühren, mitverdienen, dazu selbst das große Rad der Spekulationen drehen, durch die immensen Summen, die Banken sich leihen und an den Börsen einsetzen, sehr kritisch sieht?

Banken und Investmenthäuser kritisch gegenübersteht, die mit eigenen „Finanzprodukten“, was für eine beschissene Lüge, denn es sind nur Wetten, gerade unwissenden Kleinsparern viel zu oft schon das letzte Hemd genommen haben?

Das die Zockerei eben nicht in einem abgeschlossen, eigenen Universum stattfindet, der auf die Realwirtschaft wenig Einfluss hat und auf das tägliche Leben der allermeisten Menschen wenig Auswirkungen hat?

Das Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln, wie Reis, Weizen so mit das asozialste ist, was Menschen betreiben können? Weil es sie nicht im Geringsten interessiert, das ihr soeben erzielter satter Profit, der in Deutschland nur mit 25% Kapitalertragssteuer besteuert wird, Millionen Menschen vor ungeheure Probleme stellt, sich und ihre Kinder satt zu bekommen.

Das Profis gerne dann Aktien kaufen, wenn ein Unternehmen Massenentlassungen angekündigt hat, weil das die Rendite, aller Wahrscheinlichkeit nach, steigern wird.

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Haben Sie diese Meldung der WELT vom 10. Juli 2016 auch gelesen? Wie haben Sie reagiert? Achselzucken? Zustimmung? Empörung, Wut?

Zitat:

Bankenrettung – 10.07.16

Deutsche-Bank-Chefökonom fordert 150 Milliarden

Europa droht eine neue Bankenkrise. David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, schlägt deshalb ein gigantisches EU-Rettungsprogramm vor. Private Gläubiger sollen sich nicht beteiligen.

Der Chefökonom der Deutschen Bank fordert ein milliardenschweres Rettungsprogramm für europäische Banken. Die Institute sollten nach amerikanischem Vorbild mit frischem Kapital ausgestattet werden. Damals war der Staat mit 475 Milliarden Dollar eingesprungen. „In Europa muss das Programm nicht so groß sein. Mit 150 Milliarden Euro lassen sich die europäischen Banken rekapitalisieren“, sagte David Folkerts-Landau der „Welt am Sonntag“.

Insbesondere Italien und der Zustand der dortigen Banken bereiten dem Experten große Sorgen. Der öffentlich kolportierte Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro dürfte noch konservativ kalkuliert sein, so Folkerts-Landau. Die Bankenrettung hält er für derart dringlich, dass er dafür auch einen möglichen Bruch mit den Regeln der neuen Banken-Richtlinie in Kauf nimmt.

Folkerts-Landau: „Europa ist schwer krank“

Zitatende

Zur Erbauung, hier der Link zum vollständigen „Artikel“: Deutsche-Bank-Chefoekonom-fordert-150-Milliarden

Ja, nun! Der Mann ist ein hochbezahlter Angestellter und muss im Auftrag seiner Herren, für seinen Berufsstand, für das deregulierte, völlig enthemmte westliche Spekulantenwesen Panik und Angst in Politik und bei den nichts ahnenden Bürgern verbreiten.

Zur Erinnerung, 2008 haben sich weisungsgemäß Frau Merkel (CDU und Bundeskanzlerin) und Peer Steinbrück (spd und damals Bundesfinanzminister) zu einer Bankenrettung drängen lassen. Das Ergebnis sind bis 2015 bereits um die 236 Milliarden Euro Zahlungen aus Steuern, lt. Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten vom 23.06.2015.

Damals mit involviert, der smarte Josef „Joe“ Ackermann, Vorstandschef der Deutschen Bank von 2006 bis Mai 2012. Der seinen 60sten Geburtstag im Bundeskanzleramt feiern konnte. Dafür werden Bundeskanzleramtsgebäude auch gebaut.

Der Herr Folkerts-Landau latscht also auf den bereits ausgetretenen Pfaden seiner Vorgänger und Mitstreiter.

Warum? Weil die nichts anderes können!!

Es hat bereits mehrmals funktioniert, es sollte auch diesmal funktionieren, denn die Voraussetzungen sind immer noch die gleichen:

  • Banken zocken weiter mit Schrott,

  • sind weiterhin völlig unterkapitalisiert,

  • sind weiterhin viel zu dereguliert

  • haben die ungebrochene Unterstützung der Politik.

Wie sie das auch immer angestellt haben!

Wie kam es eigentlich in Deutschland zu diesen Zuständen? Daran haben viele mitgearbeitet, aus allen Parteien, aber einem Mann gebührt größere Aufmerksamkeit, dem Herrn Jörg Asmussen. Der Link geleitet zu Wikipedia und seiner aktuellen Biographie.

Ein weiterer Link auf Youtube leitet zu einer phantastisch gemachten Satire des Kabarettisten H.-G. Butzko, in dem er das Wirken des Herrn Asmussen beschreibt.

Bitte anschauen. Dann muss ich auch nicht so viel erklären und schreiben.

Mein kurzes Fazit:

  1. Die Deregulierung des Bankensystems in Deutschland muss sofort wieder aufgehoben werden.

  2. Banken, die um staatliche Gelder bitten, werden sofort verstaatlicht, Vorstände und Aufsichtsräte werden sofort enteignet und wg. Veruntreuung und fortgesetzten Betruges vor Gericht gestellt

  3. Staatliche bad banks gibt es nicht mehr, die Verluste aus „Investment-Geschäften“, also dem Zocken und Glücksspielen an Börsen sind das Problem der Anleger, auch privater Anleger.

  4. Sind dadurch deutsche Pensionsfonds betroffen, werden diese Läden ebenfalls verstaatlicht, deren Vorstände und die verantwortlichen Portfolio-Manager enteignet und wegen Veruntreuung vor Gericht gestellt. Der Staat steht für die Zahlung der Pensionen an die Pensionsfondteilnehmer grade.

  5. Der Staat gründet eine Bank, übernimmt und garantiert die Einlagen der Sparer, indem alle Werte, die die verstaatlichten Banken mitbringen, als Einlagensicherung herhalten

Das geht nicht…., das ganze System stürzt ein und reißt alles mit in den Abgrund.

Doch das geht alles! Man muss eben nur neue Wege beschreiten, sich von den althergebrachten Arbeitsweisen lösen.

Neoliberal und Deregulierung ist nicht das Medikament, das diese Krankheit heilt.

Ein System, das nicht funktioniert muss weg, es muss ersetzt werden.

Niemand mit Verstand versucht, ein Auto immer wieder, mit anderer Leute Geld, reparieren zu lassen, obwohl der Karren weder Achsen, noch Karosserie hat. Nur weil das Lenkrad aus einem Ferrari stammt.

Sie müssen von dem, was ich hier als meine Gedanken formuliere, nichts glauben.

Sie können aber auch im Netz selbst suchen.

Ich habe zum Beispiel folgenden Youtube-Link gefunden: Steve Keen, Kingston Univversity London: The Alternative To Neoliberalism in Englisch, aber gut verständlich und nur 29 Minuten lang.

Oder in Schriftform mittels Google-search: Alternativen zum Neoliberalismus. Eine Kette von Vorschlägen für den interessierten Menschen.

Oder die Website Voltairenet.org in Deutsch aufsuchen und lesen, was internationale Wissenschaftler und Journalisten dort zusammentragen und veröffentlichen.

Das alles ist aber nicht kompatibel zu Tagesschau, Springer und Bertelsmann. Im Gegenteil.

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Dann noch der andere Weg, wo der neoliberale Staat kassiert. Zum Beispiel beim Ölpreis. Der fällt signifikant, aber der Spritpreis sinkt, zumindest in Deutschland, nicht in gleichem Maße mit. Weil der Staat zwischen 65% und 70% Steuern am Sprit einnimmt und seine Einnahmequellen, aus der vom Deutschen so geliebten Mobilität nicht gefährden will.

Grad jetzt, wo Frau Merkel richtig viel Geld für „Verteidigung“ ausgeben will, weil Obama, Wallstreet und MIC das so von den anderen NATO-Mitgliedern fordern. Da wird die „schwarze Null“, die „schwäbische Hausfrau“ der Austeritätsfanatiker Schäuble nicht von seinem Vetorecht Gebrauch machen. Solche Ausgaben sind systemrelevant und kein unnötiger sozialer Ballast.

Die Idee ist bewährt, siehe „NATO-Doppelbeschluss“ in den 80ern. Da wurde der damalige Ostblock durch ein irrsinniges Wettrüsten finanziell und volkswirtschaftlich in die Knie gezwungen. Die CIA konnte damals sogar noch nicht einmal herausfinden, wann die Sowjets am Ende gewesen wären und wurden vom Zusammenbruch überrascht. Das Rezept will man aktuell wieder einsetzen, um Russlands Ressourcen zu bekommen.

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Sie freuen sich über niedrige Milch und Fleischpreise in Deutschland? Über Einzelhandelskonzerne wie Aldi, Netto, Norma, Rewe, Edeka, Lidl, die sie preiswert und viel einkaufen lassen. Wein, Grundnahrungsmittel.

Verstehe ich, bei knappen Einkommen, dem asozialen Hartz-IV-Satz, muss man automatisch so denken.

Und jedes Jahr werfen sie dazu noch Lebensmittel weg, weil das MHD überschritten wurde.

Das Handelsblatt 2011 schrieb, das 21% aller gekauften Lebensmittel in Deutschland in die Tonne gedrückt werden. In 2011 soll jeder Deutsche für etwa 300 Euro Essen im Jahr weggeworfen haben. Millionen Tonnen „Happa Happa“ gekauft, für den Müll.

Und 50.000 Menschen sterben derweil jeden Tag auf dieser Welt an Hunger.

Zusätzlich gehen Bauern, Winzer, landwirtschaftliche Erzeuger massenhaft in die Insolvenz. Weil Aldi, Lidl und Co. die Preise diktieren. Damit die Deutschen trotz niedrigster Löhne, Arbeitslosigkeit und Altersarmut ruhig bleiben, denn „der Kühlschrank ist voll und die Heizung tut’s“.

Und trotz geringer Verkaufspreise werden die Inhaber von Aldi, Lidl und Co. immer reicher und können so immer weiter die Preise drücken.

Das interessiert aber keinen Niedriglöhner.

Und deshalb funktioniert es auch, das Reich werden einiger weniger Menschen und die Monopolbildung zum Nachteil der meisten Menschen.

Das jeder Verbraucher an Monopolen mitarbeitet und sie mit erschafft, die jeden Einzelnen letztendlich erwürgen wird.

Das mittlerweile nur noch finanziell gut ausgestattete Unternehmer und börsennotierte Großkonzerne die komplette Kette von Anbau, Weiterverarbeitung und Vertrieb stemmen können.

Dabei helfen Börsen. Es werden Monopole geschaffen, durch die Versorgung mit billigem Kapital von FED und EZB, Bank of England.

Vertrauen sie nicht auf Bafin und Kartellamt. Ihr derzeitiger Wirtschaftsminister ist ein Atlantiker und durch und durch neoliberal. Ihr Finanzminister ist neoliberal bis zum Abwinken, dem die Menschen „am …. vorbei gehen“.

Zwar hat das OLG Düsseldorf kürzlich den seit 2014 „Tengelmann-Deal“ vorerst gestoppt, trotz „Ministererlaubnis“ von Sigmar Gabriel, aber die Beteiligten geben nicht auf, so Die Lebensmittelzeitung.

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Sie freuen sich über Amazon, bequem einkaufen, billig, schnell geliefert. Fast alles, was sie glauben, kaufen zu müssen, gibt es dort. Nur einen Mausklick entfernt. Und die Kreditkartennummer ist bequemer Weise auch dauerhaft gespeichert.

Wo hat Amazon, Jeff Bezos, wohl das Geld her, um einen weltumspannenden und dermaßen beherrschenden Konzern aufzubauen und zu führen? Von der Börse?

Der und alle die großen, mittleren und kleinen Onlinehändler, machen den Einzelhandel überall da kaputt, wo Internet ein nicht mehr wegzudenkendes Muss ist. Geschäfte in Innenstädten sind leer, Verkäufer sitzen beim Jobcenter. Dafür karren tausende Laster jeden Tag den bestellten Dreck durch die Weltgeschichte.

Weil die Menschen es bequem haben wollen.

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Sie haben eine tolle Geschäftsidee? Aber kein Kapital! Klar, woher auch?

Sie gehen zur Bank ihres Vertrauens, betreten den alten, ausgetreten Pfad der früher üblichen Beschaffung von geliehenem Kapital. Die winkt ab, zu unsicher, keine schnellen Gewinne, wie sie der Börsenzirkus garantiert.

Sie finden Investoren, mit Knebelverträgen. Wären nie mit ihrem Wissen, ihrem „know how“ der Chef, weil ihre Investoren sie auspressen werden. Weil die das Geld und die Anwälte haben, das was sie für ihre Idee brauchen und nirgendwo anders mehr bekommen.

Wissen sie was, verkaufen sie ihre Idee an einen Konzern, sie müssen aber hart, unfair und clever sein, genau wie die. Und spielen somit der Monopolbildung, gezwungenermaßen in die Hand.

Weil der Staat „schlank gemacht“ wurde und für sie, der vielleicht einmal zu einem steuerzahlenden Mittelständler hätte werden können, nichts übrig hat. Aber für Konzerne, denen dieser Staat jede Menge Steuerschlupflöcher anbietet.

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Der Markt regelt alles.“

Ist ihnen auch schon aufgefallen. Fast jede Meldung in den Medien muss in Euro und Dollar beziffert und bewertet werden. Warum?

Weil jeder Bürger eingehämmert bekommen muss, das Geld und Börsen alles andere an Wichtigkeit überstrahlt.

Das das Leben der Menschheit sich nur an Geld zu orientieren hat.

Deshalb, rund um das Votum der Briten um Brexit, die deutschen medialen Orgien um Kapitalfluchten, Milliarden Dollar, Pfund, Euro, die „vernichtet wurden“.

Stimmt nicht, irgendwo auf diesem Planeten gibt es Leute die davon profitieren. Wo Verluste sind, sind immer auch Gewinne. Wie beim Wetten mit Hütchenspielern. Sie setzen 50 Euro, verlieren und der Hütchenspieler gewinnt.

In Deutschland klappt das prima, schon seit Jahrzehnten. Weil die Deutschen schon immer gerne besitzen wollen. Manchmal auch Länder, die ihnen gar nicht gehören.

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Die meisten Märkte regeln für die allermeisten Konsumenten gar nichts mehr. Im Sinne einer fairen und ausgeglichenen Preisfindung, die auf Angebot und Nachfrage basiert.

Weil die meisten „Märkte“ monopolisiert sind, bzw. von wenigen, untereinander einig agierenden Anbietern beschickt werden. Denen stehen unorganisierte, machtlose und entsolidarisierte Einzelpersonen gegenüber. „Friß Vogel, oder stirb“.

Die Märkte, die noch nicht monopolisiert sind, werden es bald sein. Dafür sorgt die neoliberale Wirtschaft und Politik, im Verein mit Banken, Börsen und dem Kapital.

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Wenn sie also recht bald wieder, z. B. morgen früh, neue Schreckensnachrichten von Börsen und Kapitalmärkten lesen müssen, man kommt ja fast gar nicht daran vorbei, dann überlegen sie doch mal, ob sie, ihre Familie, ihre Nachbarn, die Stadt, das Land, der Staat, in dem sie wohnen, ob die alle das alles wirklich brauchen, oder ob das weg kann. Dauerhaft. Für mehr soziale Gerechtigkeit, für Frieden auf der Welt.

Es sei denn, sie sehen zwischen den „Märkten“ und Kriegen, sozialer Ungerechtigkeit keinen Zusammenhang.

Wenn doch, und dann konsequenterweise auch nicht mehr CxU, spd, FDP, Grüne und AfD wählen, wäre ein Schritt zur politischen und gesellschaftlichen Entspannung.

Darüber nachdenken, das Rot-rot-Grün auch keine wirkliche Alternative sein kann, wenn zwei komplett neoliberal ausgerichtete Parteien, nämlich spd und die Oliv-Grünen einen kleinen Partner mit sozialem Parteiprogramm an die Wand drücken. Wie in Thüringen, wie bei allen bisherigen Regierungsbeteiligungen der „LINKEN“ in einigen Bundesländern. Und viele Genossen damit kein problem haben werden, damit sie nur endlich in die Regierung kommen.

Der Linken eine Chance geben, so stark zu werden, das die ihr Programm durchsetzen können, wenn sie es tatsächlich wollen, oder letztendlich auch vorm großen Geld umfallen, wie es damals spd und Grüne gemacht haben, muss ich ihnen überlassen.

Ich weiß nicht, was die Linke machen würde, wenn sie deutlich stärkste Partei in einer Koalition mit spd oder den Grünen wäre. Ich habe mittlerweile sehr große Vorbehalte gegenüber sehr vielen Politikern aus der Linkspartei

Eigentlich sollte die spd die nächsten Jahrzehnte mal ohne „Regierungsverantwortung“ auskommen, damit man dort kapiert, das man sich nicht an Neoliberal verkaufen darf. Aber das hätte schon 2005 passieren müssen.

Deutschland kommt so einfach nicht mehr an dieser Truppe vorbei.

Vielleicht sind „Die Partei“, Herr Sonneborn und seine „Titanic“-Kollegen noch die letzte Möglichkeit, bevor die Straßen durch viele Monate Massendemonstrationen und Massenstreiks bevölkert werden. Wie es die Franzosen machten und vermutlich wieder machen müssen.

Ob die Deutschen zu so etwas auch fähig wären?

Vielleicht, aber nur wenn kein Geld mehr für Auto, Urlaub und BIO da ist. Ach nee, dann auch nicht. Dann sind wieder die Ausländer, Flüchtlinge und Muslime schuld.

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