Wer von uns braucht …..?

diese EU, neoliberale Privat“universitäten“, neoliberale „Stiftungen“, neoliberale „Wirtschaftsinstitute“, neoliberale Herrschaftssprache, europäischen „Steuerwettbewerb“, das Hamsterrad der europäischen/internationalen „Wettbewerbsfähigkeit“, diese neoliberalen deutschen Parteien?

Ganz zu Anfang möchte ich auf einen Text von Ulrich Gellermann, geschrieben am 02.06.d.J. und eingestellt auf seiner Website „Rationalgalerie“, hinweisen. Titel des lesenswerten Beitrages: Aufwärts mit der Europäischen Union. Ich gebe auch gerne zu, das mich dieser Text, in Teilen, zu meinen heutigen Überlegungen inspirierte.

Ein weiter Link zu den NACHDENKSEITEN, auf einen Beitrag vom 03.06.2016, betitelt als: Zur Krise Der Europäischen Union – Eine Dokumentation von Peter Munkelt behandelt die jüngere Geschichte der EU und gibt eine recht übersichtliche Zusammenfassung von politischen und wirtschaftlichen Taten, Handelns und Ereignissen, die die „EU“ dort hin gebracht haben, wo sie aktuell steht.

Meine LeserInnen bitte ich, die beiden recht unterschiedlich aufgebauten Texte zum Thema EU/Deutschland zu lesen.

Mein erster Gedanke, wenn mir Worte wie z. B. Neoliberal, USA, Freihandelsabkommen, EU, NATO, EURO EZB, AUSTERITÄT, spd, Grüne, AfD, CDU/CSU, FDP, HARTZ IV, Eingliederungsvereinbarung unterkommen, ist:

Es muss für die Menschen zwingend sehr viel einfacher sein, Ungerechtigkeiten zu schaffen, auszubauen, zu perfektionieren, sie gesellschaftlich zu betonieren und die ungerecht Behandelten gleichzeitig mit Erfolg, fast mühelos, davon zu überzeugen, das es sich überhaupt nicht um Ungerechtigkeiten handelt, unter denen die Mehrheit der Menschheit zu „leben“ hat.

Ich fände ein geeintes Europa, mit einer einheitlichen Steuer- und Wirtschaftspolitik, einem einheitlichen Bürgerlichen Gesetzbuch, einheitlicher Sozialgesetzgebung, einheitlicher Steuergesetzgebung, mit einem einheitlichem Justizwesen, einer einheitlich zusammen arbeitenden Polizei grundsätzlich für erstrebenswert, zum Vorteil der über 500 Millionen Menschen, die heute großkotzig von den Politnarren als „EU-Bürger“ tituliert werden.

Europa ist, nach wie vor, zunächst einmal nur eine Menge unterschiedlicher Nationalstaaten, mit unterschiedlichen Sprachen, unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten, unterschiedlichen sozialen, ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Problemen. Mit nationale Identitäten, die niemand der Herrschenden und fast niemand der Beherrschten (also die jeweiligen Souveräne, vulgo Bürger) aufgeben will.

Und hier bin ich generell für Vielfalt, denn neben Dummheit, Arroganz und Ignoranz, hasse ich ebenso sehr ein Streben nach uniformierter Einfalt und das findet seinen Ausdruck, gerade in letzter Zeit wieder vermehrt, in nationalem und völkischem Schwachsinn.

Multikulti“ ist nicht gescheitert, es wurde zu Tode geschrieben und geredet, von Rechtspopulisten, von völkisch-national indoktrinierten Maulhelden, die ihren ebenso, in geistigen Höhlen wandernden Wählern, nach dem Maul reden, um ihre satten, überdimensionierten Auskommen zu sichern. Und mehrheitlich von einer überalterten, ängstlichen Bevölkerung abgelehnt wird, weil jeder etwas anderes unter diesem, eigentlich positiv gemeinten, Schlagwort verstanden hat. Weil der positive Ansatz bewusst in sein Gegenteil verkehrt wurde und in seinem neuen, negativen Sinne, dankbar aufgenommen und verinnerlicht wurde.

Es muss etwas mit „Abgeben“ und „Aufgeben“ zu tun haben. Völlig falsche Gedankengänge, von den Gegnern kultureller und menschlicher Vielfalt, bewusst und geschickt genutzt.

Nicht nur in Deutschland. National, völkisch, undemokratisch, Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit ist kein Alleinstellungsmerkmal der Deutschen, sondern in jeder Nation, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, anzutreffen.

Die Gründe dafür sind nicht in einem überwiegend ländlich geprägten Leben (die sprichwörtlichen „Landeier“ und „dörflich geprägten Deppen“) zu suchen, sondern es ist hauptsächlich die gewollte wirtschaftliche Komplettverwertung menschlicher Arbeitskraft unter rechtlosesten Bedingungen, die unweigerlich die Mehrheit einer Bevölkerung in eine soziale Abwärtsspirale und Armut presst.

Die sich dann noch nicht einmal wehrt, in dem sie ihren Zorn und berechtigte Wut auf die Verursacher lenken, sondern sich an noch hilf- und rechtloseren Menschen abreagieren. Die sich keine eigene gesellschaftliche und soziale Solidarität schafft, sondern von Kapital und Politik immer noch weiter auseinander dividieren lässt, sich noch weiter widerspruchslos entsolidarisieren lässt.

Es ist, wie eigentlich immer schon, alles recht einfach, wenn man den Willen zu einer einfachen Gestaltung hat:

Zunächst geht es um die persönliche Freiheit, das Recht eines jeden Menschen, sich so entfalten zu dürfen, wie jeder einzelne Mensch es will und kann, es vermag.

Diese Freiheit ist automatisch begrenzt, nämlich in dem Moment, wo die persönliche Freiheitsentfaltung die Freiheitsentfaltung eines oder mehrerer anderer Menschen bedroht und verletzt.

Die Einhaltung und Durchführung dieser Regel muss einer unabhängigen Organisation obliegen. Nach allgemeinem Verständnis sollte das ein funktionierender Staat sein. Der neoliberal ausgerichtete und größtenteils skelettierte Staat, der seit 1998 als Überwacher (VDS, BfV,) und Unterdrücker (Jobcenter) nur den Besitz und die Besitzenden schützt, kann und will diese primäre Pflicht und Aufgabe natürlich nicht erfüllen. Einen solchen Staat muss sich der Bürger allerdings zunächst einmal wieder zurückholen, auf der Straße, durch Demos und Streiks, durch gelebte Solidarität untereinander.

Das führt mich zum Thema, zu der heutigen EU, ihrer einseitigen, nämlich neoliberalen Ausrichtung. Meiner Meinung nach, ist diese EU, wie alle ihre Vorgänger, nie etwas anderes als eine pan-nationale Veranstaltung mit rein wirtschaftlicher Ausrichtung und Interessen.

Der EURO ist nichts anderes als eine monetäre neoliberale Waffe. Die Bürger in Griechenland, Spanien, Portugal, Irland, in den baltischen EURO-Mitgliedern und in den ehemaligen WP-Staaten leiden täglich unter der EZB-Knute und Austeritätsfanatikern wie Schäuble und Dijsselblom. Schon bei seiner Planung war der EURO als eine neolberale Waffe konzipiert worden. Wer das nicht glauben will, sollte mal weiterführende Links im Internet zum Thema EURO, EZB und Austerität suchen. Es wird auch ein klein wenig im eingangs verlinkten Artikel der NDS angesprochen.

Die politischen Aufgaben, die die EU seit ihrer Gründung übernahm und umsetzen sollte, sind meiner Meinung nach, nie richtig in Angriff genommen worden. Entweder wurden sie im Ansatz den wirtschaftlichen Interessen bereits komplett geopfert, oder bis zur Unkenntlichkeit den wirtschaftlichen Interessen angepasst.

Tatsächlich befindet sich die EU in einem Wettbewerb untereinander, nämlich dem Steuerwettbewerb. Staaten wie Irland, Niederlande und Luxemburg, produzieren zwar nicht so viel, generieren aber Firmengründungen auf ihren Staatsgebieten, durch unsagbar geringe Steuern.

Diese Konzerne (u. a. Apple, Starbucks, IKEA, Amazon, etc.) gründen in Irland, den NL, Lux dann ihre europäischen Zentralen, führen dort lächerliche „Steuern“ ab, verkaufen ihren Ramsch in allen anderen EU-Ländern, meist durch Gründung von nationalen GmbH’s. Importieren, wie Apple, ihre Produkte aus Billigstlohnländern wie China und machen irrsinnige Gewinne für ihre Anteilseigner, sichern den Vorständen ihre völlig überdimensionierten Einkommen. Als Zugabe nutzen diese Konzerne dann noch, z.B. in Deutschland, ein nicht mehr vorhandenes Arbeitnehmerrecht, um die Ausgaben für Löhne und Lohnnebenkosten auch noch weiter minimieren zu können.

Das, und nur das bedeutet das mantraartige Geschwafel von neolberalen Politikern, Arbeitgeberverbänden und Öko-Gnomen wie Hans-Werner Sinn über „Wettbewerbsfähigkeit“ tatsächlich.

Welchen Nutzen hat für normale Bürger dagegen noch ein weinroter, mit Elektronik vollgestopfter Reisepass für 50 Euro, auf dem „Europäische Union“ geschrieben steht? Ehrlicher ist es, diese Pässe mit „Steuer- und neoliberales Ausbeuterparadies EU“ zu bedrucken.

Ich gebe den Mitgliedern der „Bilderberg-Konferenzen“ unbedingt Recht. Dort wird über die Abschaffung von nationalen Regierungen und Wahlen durch einige Mitglieder schon länger diskutiert. Da hören unsere Gemeinsamkeiten aber auch schon auf.

Denn was diese Wirtschaftsfaschisten wollen, sind Kontrollorganisationen, die ausschließlich der wirtschaftlichen Potenz und deren Machthabern dienen sollen.

Ich dagegen will aber diesen neoliberalen Wirtschaftsfaschismus dauerhaft komplett erledigt sehen. Regierungen, Politiker, Beamte und öffentliche Angestellte und Arbeiter müssen (wieder? Oder zum ersten Mal überhaupt?) ausschließlich Diener der Allgemeinheit sein.

Diese Art von europäischer Union braucht kein normaler Bürger, kein Arbeitnehmer, kein Mittelständler, kein Klein- und Kleinstunternehmer, kein Rentner, keine Kinder, keine Rentner, keine Alten, keine Kranken, kein Pflegebedürftiger, keiner der viel zu viel produzierten sozial Schwachen, Armen und Ausgegrenzten.

Es ist eine Union für Ausbeuter, Konzerne, Banken, Versicherungen, Heuschrecken, Hedgefonds, Spekulanten, Immobilien- und Börsenhaien und für all die Millionäre und Milliardäre, die sich Juristen halten können, um die zahllosen Verordnungen der EU-Kommission und ihrer Behörden ausnutzen zu können. Die sie selbst erdacht, ausformuliert und durch ihre Lobbyisten in diesem neoliberal ausgerichteten Zirkus durchgedrückt haben.

EU, das sind Gesetze, Verordnungen, „Gipfel“, Politik von und für die Wirtschaft, für Konzerne, Banken und die Reichen. EU ist nicht Europa, sollte es vielleicht auch nie sein. Etikettenschwindel?

Was dort seit Jahrzehnten völlig undemokratisch von

  • EU-Kommission,
  • den Bürokraten die aus den Mitgliedsländern entsandt werden, die wiederum nur die Interessen ihrer Partei, bzw. ihres Landes, bzw. der heimischen Konzerne vertreten und
  • den amtierenden Staats und Regierungschefs im 1992 zusätzlich geschaffenen Europäischen Rat entschieden wird,

führte zu den gegenwärtigen Zuständen, die angeprangert werden müssen, z. B.:

  • der derzeitige (komplett inhumane, asoziale) Umgang mit Flüchtlingen aus Nicht-EU-Ländern
  • Aushebelung der noch bestehenden, unterschiedlichen nationalen Arbeitsschutzgesetze
  • und alle anderen politischen, wirtschaftlichen, sozialen, humanen Ungerechtigkeiten, die das Leben jedes einzelnen Bürgers negativ beeinflussen
  • das TTIP, TISA, CETA, durch die EU-Kommission verhandelt werden. Das dies überhaupt geschieht, und unter den bekannten Geheimhaltungsschranken geschehen darf, ist ein Auftrag eben jenes Europäischen Rates, der aus den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer besteht. Fr. Merkel tut so, als ob sie da überhaupt nichts machen kann. Nun gut, Lügen gehört zum Politikgeschäft, das ihr dieser Blödsinn tatsächlich abgekauft wird, deutet auf eine komplette Verblödung der von ihr Regierten hin. Oder auf Desinteresse. Oder auf eine Mischung beider Komponenten.

Fragen sollten wir uns zunächst, was ist diese EU, die undemokratisch das Leben von mehr als 500 Millionen Menschen diktiert, die man in Politikerkreisen gerne großkotzig als EU Bürger betitelt. Diese „Bürger“ sind keine Bürger, sie sind wirtschaftliche Verwertungsmasse.

Die EU ist keine Heimat (bitte nicht als völkisches, nationales Schlagwort verstehen), sondern eine wirtschaftliche und politische Entscheidungsmaschine, die dem Kapitalismus neo-liberaler Prägung durch völlig antidemokratische Entscheidungen zu Diensten ist.

  • Wer instrumentalisiert diese EU mit ihren Behörden, „Agenturen“, ihrer Kommission, ihren „Gipfeln“ der Bösartigkeit und humaner und sozialer Inkompetenz, mit ihren unzähligen Abkommen?

Die Mitgliedsstaaten, von denen jeder einzelne zunächst seine eigenen nationalen, wirtschaftlichen und politischen Interessen durchsetzen will.

  • Wer diktiert in jedem einzelnen Mitgliedsstaat, was die Einzelinteressen sind?

Vermutlich das Kapital, deren „Stiftungen“ und „think tanks“, die gleichgeschalteten Medien. und dergleichen mehr. Öffentlich verkauft wird das ganze dann von den Marktschreiern, die sich Politiker nennen, unisono mit der neoliberalen Presse.

  • Wer ist das wirtschaftlich und finanziell stärkste, somit tonangebende Mitgliedsland?
  • Wessen Interessen setzen die Vertreter dieses Land durch?

Ausnahmslos die Interessen des Kapitals und manchmal auch, die teils kruden ideologischen Ansichten gewisser Kreise in deren führenden Parteien, aber niemals die Interessen der Bürger.

Dublin I,II,III, Lissabon, Schengen, Nizza, Amsterdam, Maastricht sind Verträge, deren Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Menschen im EU-Raum einen derartig dominanten Einfluss haben, aber von fast niemandem der Betroffenen verstanden werden und auch nicht verstanden werden können.

Politische Verträge werden geschlossen, um eine bestimmte Situation herbeizuführen und zu festigen, solange bis sich die Parameter geändert haben, dann werden sie entweder gebrochen oder neu verhandelt, überarbeitet, ergänzt, Passagen gestrichen, bis es wieder „stimmt“. Bis es wieder zum Vorteil gereicht.

Diese Einrichtung muss gründlich überdacht werden, sie muss zwingend und grundlegend verändert werden!

Diese EU ist doch nichts anderes als eine völlig degenerierte europäische Wirtschaftsveranstaltung, die jetzt auch noch politische, humane, soziale Aspekte auf europäischer Ebene abhandeln soll, dies aber ausschließlich auf der Basis wirtschaftsrelevanter Vorbedingungen und Ziele abhandeln will.

Sie ist zu einem dilettantischen Flickwerk von Verträgen, Verordnungen und Absprachen verkommen.

Zu einem weiteren Trog für abgehalfterte Altpolitiker und den Massen von nachdrängenden Jungschwätzern, die immer weiter in allen Ländern produziert, herangezüchtet und durch das Kapital gezielt aufgebaut werden.

Ganz aktuell, plant die deutsche Partei „Die LINKE“ den Herrn Gysi nach Europa zu bugsieren, als Vorsitzenden der europäischen Linken. Ganz ehrlich, da ist besseres, glaubwürdigeres, vor allem wirklich links denkendes und handelndes Personal vorhanden. Ich halte diese deutsche „Die Linke“ mittlerweile für absolut unglaubwürdig, ein dem parlamentarischen System angepasster Haufen irgendwie mitregierungsgeiler Postenjäger.

Diese EU, ihre Kommissionen und Behörden kommen mir wie eine Gruppe wahnsinnig gewordener Alchimisten vor, die immer wieder neue chemische Stoffe in einen brodelnden Kessel werfen und dabei nicht mehr wissen, was sie ursprünglich einmal herstellen wollten.

Die sind natürlich nicht wahnsinnig, sie sind einfach nur neoliberal!

CETA wurde z. B.im Windschatten von TTIP zu Ende verhandelt. Fast unbemerkt und soll jetzt nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs „vorläufig“ in Kraft gesetzt werden. An den nationalen Parlamenten vorbei. Und wieder wird auf DEMOKRATIE, demokratische Entscheidungen GESCHISSEN.

Damit hat die US-Wirtschaft und alle neoliberal ausgerichteten Gewinnler hier, wie dort, ihren Willen bekommen. Die real existierenden unterschiedlichen nationalen Gesetze werden außer Kraft gesetzt und die nicht erzielten Gewinnvorstellungen werden per „Schiedsgerichtsentscheidungen“ bei den Steuerzahlern eingetrieben.

Das ist die perfekte Aushebelung aller demokratischer Prinzipien und Prozesse par excellence, gewollt und betrieben durch die gewählten Staats- und Regierungschefs, in dem sie diese undemokratischen Gesetzesbrüche durch die EU-Kommission für EU-Land vollstrecken lassen.

Die Herren von Wagner und Uthoff haben es in der Mai-Sendung 2016 „Die Anstalt“ einfach und deutlich erklärt: Der Sinn von privaten Schiedsgerichten ist es, jedes nationale Recht zu umgehen und außer Kraft zu setzen. Der juristische Begriff „Enteignung“ wurde bereits neu definiert. Der umfasst nunmehr auch nicht gemachte Gewinne, die nicht erzielt werden konnten, weil höhere Schutzstandards und umfangreichere Gesetze den Konzernen und deren Anteilseignern „unzumutbare“ Vorschriften auferlegen. Vattenfall probiert das gegenwärtig mit uns allen wegen Frau Merkels einsamer Entscheidung, Atomkraftwerke abzuschalten.

Das ist kein Witz, ich habe schon in meinem Text: „Es ist einfach zu viel Geld im Spiel“ darauf hingewiesen, was US-Konzerne in mittel- und südamerikanischen, angeblich souveränen Staaten, mittels den dort gültigen Freihandelsabkommen und unkontrolliert „arbeitenden“ Schiedsgerichten angerichtet haben. Ecuador, Bolivien, Chile, Guatemala, Honduras, Argentinien, Mexico oder Uruguay sind zahlreiche Beispiele. Es gibt eigentlich keinen Staat in Lateinamerika, der nicht negativ betroffen ist. Das kann alles nachgelesen werden. Man müsste sich nur mal der Mühe unterziehen….

Und genau DAS will die Kanzlerin, ihr Kabinett, ihre Partei, die spd, die Grünen, die AfD und die FDP, die Mehrzahl der neoliberalen EU-Staats- und Regierungschefs für die EU und damit ganz besonders auch für Deutschland. Warum? Warum nicht?

Es interessiert doch kaum jemand in Deutschland und Europa. Die halbwegs sozial und human eingestellten Menschen, die all dies anprangern, werden pronto abqualifiziert und als unglaubwürdige Spinner und Quertreiber abgestempelt.

Von der Presse, den neoliberalen Kampfmedien und allen möglichen neoliberalen „Stiftungen“, Wirtschaftsinstituten und allen anderen neoliberalen Schwätzern werden sie als „Querfrontler“, „Verschwörungstheoretiker“, „Gutmenschen“, oder als Typen, die „von Wirtschaft“ eh keine Ahnung haben, bezeichnet. Und natürlich als Sozialisten, Kommunisten, Marxisten, Weicheier, Sozialromatiker.

Damit die betrogenen Bürger/Wähler „bei der Stange bleiben“, wird nebenbei noch weiterer Druck gemacht, durch entsprechend aufbereitete Sprüche besorgt klingender Politiker, Arbeitnehmervertretern und den Glaskugelguckern/Hohepriestern der Volks- und Betriebswirtschaft.

Regelmäßig wird die deutsche „Wettbewerbsfähigkeit“ weiter geschwächt, und selbstverständlich sind auch immer wieder deutsche Arbeitsplätze in Gefahr. Hinzu kommt, das die deutschen Gewerkschaften bereits so derart im Rektum des neoliberalen Systems verkantet sind, das aus dieser Richtung auch niemand mehr den platten, dreisten Lügen wirkungsvoll entgegentreten kann und will.

Im übrigen: „Arbeitsplätze sind immer dann in Gefahr“, wenn die unverschämt hohen Gewinne von Anteilseignern und Besitzenden, die seit 1998 auf viel zu niedrigen Steuern und viel zu gering entlohnter Arbeit basieren, in irgendeiner Weise verringert werden KÖNNTEN.

Aber ich darf auch niemals vergessen: Die Mehrheit der deutschen WählerInnen hat das alles so gewollt. 70% bis 80% wählen immer wieder die gleichen neoliberalen Totengräber aller humanen, sozialen und gesellschaftlich Aufgaben. 3 mal haben sie Frau Merkel in ihre Sänfte gehievt, mit wechselnden Sänftenträgern. Wenn es ganz gut für die neoliberalen Strategen bei Bertelsmann, BDI, INSM läuft, dann bekommt Mutti 2017 stramm „toitsche“ Sänftenträger, frisch und unverbraucht.

Dann muss man sich im goldenen Turm der Besitzenden vorläufig nicht so sehr mit den Grünen oder der spd beschäftigen. Die sind zwar mittlerweile auch stramm auf neoliberalem Kurs, aber man weiß ja nie so genau, bei diesen Umfallern. Die haben schon einmal alles an politischer Identität über Bord geworfen, es könnte durchaus im Bereich des Möglichen liegen, das so etwas wieder passieren kann. Und so ein Hin und Her ist für eine langfristige Planung eher kontraproduktiv. Da sind die, vom Club der Neoliberalen gesponserten, AfD’ler schon als weitaus zuverlässiger einzuordnen.

Genau so wenig, wie deutsche Parteien an sozialer, humaner, gerechter Politik für das deutsche Volk interessiert sind, genau so wenig haben die nicht von den EU-Bürgern gewählten EU-Kommissare, deren Instanzen und Behörden ein Interesse daran, eine europäische Union mit einer humanen, sozialen und integrierenden Ausrichtung und Politik zu gestalten. Auch die sind nur neoliberale Lobbyisten, die für die Zeit ihrer Ämter aus öffentlichen Mitteln fürstlich bezahlt werden. Nach den Amtszeiten sind hochdotierte Frühstücksdirektorenposten bei den Besitzenden aus der Wirtschaft die standesgemäße Belohnung für treue Dienste.

Als was und für was die EU ursprünglich vorgesehen war, kann ich mühelos finden und nachlesen. Das was ich finden werde, wird mit den Ergebnissen inkompatibel sein.

Solange wirtschaftliche Belange, ein völlig abstruser und zerstörerischer Wettbewerb für alle Bereiche des Lebens oberstes Gesetz darstellt, dem sich die Menschen auch noch viel zu bereitwillig und nicht fragend unterwerfen, kann das Projekt einer politischen und gesellschaftlichen Union in Europa keinen Erfolg haben.

Schon gar nicht mit dem aktuell zur Verfügung stehenden politischen Personal. Denn diese Damen und Herren können und kennen nichts anderes, als das was sie zum Teil schon seit über 30 Jahren machen. So wurden sie dressiert und konditioniert. Die Ergebnisse kann man, wenn man will, jede Minute betrachten.

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Katzen werden niemals bellen, Hunde niemals miauen und Ochsen werden niemals Computer bauen können. Und neoliberale PolitikerInnen werden niemals ihr Können, ihr Wissen und ihre Verbindungen darauf verwenden, gegen Armut, Hunger, Elend, soziale Missstände vorzugehen.

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Man kann als einzelner Bürger auch das Nachdenken anfangen. Man kann dann auch über Solidarität nachdenken, mit wem und für was….

Man kann auch weiterhin alles mit sich widerspruchslos machen lassen.

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