Links, Mitte, Rechts – Nichtwähler

Gedanken zu politischen Richtungen und Wählverhalten

Warum mache ich mir schon wieder Gedanken, schon wieder Politik, schon wieder die Nichtwähler „im Visier“?

Nein, nicht nur die Nichtwähler im besonderen, es geht es mir auch um die „anderen“, die apolitischen Schläfer, dann um Vegetarier, Veganer, Tierschützer, Ökologieanhänger, die vom Gender-Wahn befallenen, ganz allgemein um Bürger, die andere „Leidenschaften“ pflegen als Politik.

Völlig apolitisch zu sein, halte ich gerade seit 1998 für bedenklich.

Andere Vorstellungen und Themen zu favorisieren, ist ein Grundrecht der persönlichen Entfaltungsfreiheit, die aber auch, meinem Dafürhalten nach, ihre Grenzen hat, nämlich da, wo die persönliche Freiheit Andersdenkender in Frage gestellt und beeinträchtigt wird.

Im Besonderen, durch die „militanten Eiferer“ und „Missionare“ unter Umweltaktivisten, Tierschutzaktivisten, veganen Aktivisten. Jene, die nicht kapieren wollen, das ihre Leidenschaften und Anliegen zwar wichtig für jede menschliche Gesellschaft sind, aber niemand das Recht hat, Andersdenkende zu diskriminieren, mit allen Mitteln bekehren zu wollen oder zu müssen.

Darüber ruhig und sachlich diskutieren, muss ausreichen, die eigene Meinung zu vertreten, in höflichen Grenzen zu verteidigen ist ok, die Grenze des Erlaubten zieht die Freiheit des Gegenübers, sich anderweitig zu entscheiden, anders zu leben, eine andere Meinung zu haben.

Keine Meinung zu haben, alles als „wurscht“, als „egal“ zu empfinden, sehe ich, persönlich nicht als so „prickelnd“ an. Letztlich ist alles Politik, sobald es um gesellschaftliche Themen geht.

Ich muss dieses Verhalten, diese Meinung aber ertragen, tolerieren.

Das muss ich mit und in meinen politisch motivierten Texten auch respektieren. Es ist mir aber (noch) erlaubt, darüber zu schreiben, es zu kritisieren und trotz des weitverbreiteten Desinteresses, immer wieder zu appellieren: „Lasst euch nicht alles vorkauen, glaubt nicht alles, sondern fangt an, Fragen zu stellen, fangt an euch zu informieren.“

Werdet endlich unbequeme Bürger!

Ich vermerke viel zu oft in politischen Blogs, denen ich grundsätzlich gerne folge, gelegentlich selbst kommentiere, das es den meisten Menschen nicht möglich ist, eine Diskussion, einen Meinungsaustausch zu führen, ohne Unsachlichkeiten, Beleidigungen, Häme oder Spott anzuführen, sobald jemand eine andere Meinung vertritt.

Unter „Meinung vertreten“ verstehe ich die Menschen, die tatsächlich Argumente anführen können. Nicht jene uninformierten, nicht selbsttätig denkenden Leute, die nur das wiedergeben, was sie, ohne jemals auch nur ansatzweise, reflektiert zu haben, als „ihre Meinung“ übernommen haben, bar jeglichen Wissens um die Themen.

Ebenso sind mir solche Kommentatoren unangenehm, die jede ihrer Äußerungen mit Zitaten von irgendwelchen bekannten oder unbekannten Professoren, Denkern, Philosophen oder anderen „öffentlichen“ Menschen glauben belegen zu müssen. Als ob derjenige nicht selbst denken könne, oder glaubt seine Äußerung ist nun, mit dem beigefügten Zitat, zu einer „unumstößlichen Gesetzmäßigkeit“erhoben worden.

Das größte, viel zu oft gesehene Problem so mancher Leser ist, Texte anderer nicht vollständig zu lesen, dazu sich nicht auf die vorgestellten Aussagen und Ideen des Verfassers einlassen zu können, ODER mangels Phantasie und Vorstellungskraft nicht darauf einlassen wollen, UND/ODER die eigenen Vorstellungen, das seinerzeit Erlernte, als EINZIG gültige Meinung und Wahrheit anzusehen und verteidigen zu müssen.

Mit ein Grund dafür, das dieses neoliberale System immer noch und mit ungebrochener Kraft weiterhin bestehen kann…

Bei Negativkommentaren zu Alternativen zum Kapitalismus und zu neoliberaler Kritik unterscheide ich, für mich persönlich, eigentlich nur noch zwischen 2 Gruppen.

Die „WISSENDEN“, eben jene Leute die um das System wissen, es kapiert haben und auch davon profitieren können und wollen. Somit selbstverständlich kein Interesse daran haben, das neoliberale System fallen zu sehen und vehement gegen die Gegner des neoliberalen Systems schreiben müssen.

Die „GLAUBENDEN, GLÄUBIGEN“, die die weitaus größere Gruppe darstellen, die die „glauben“ müssen, eben weil sie nicht „wissen“, daher die „Opfer“ des Systems sind, nicht profitieren können, unter anderem auch glauben: „Alles gut“. Die nur „nachbeten“!

Dagegen kann man wenig bis gar nichts ausrichten.

Der Appell, sich zu informieren, verhallt im Nirgendwo der Bequemlichkeit und Arroganz.

+ + +

Was hat das jetzt mit Linken, Rechten, der Mitte und den Nichtwählern zu tun?

Kommt darauf an, inwiefern jeder Einzelne diesen, seit langer Zeit gebräuchlichen politischen „Schubladen“, folgen will, sie weiterhin benutzen will.

Ich glaube, das diese „Schubladen“ größtenteils obsolet geworden sind, spätestens seit 1998, als Schröder/Fischer den neoliberalen Highway für Deutschland, als Einbahnstraße, bauen ließen.

„Mitte“ und „Rechts“ sind für ich nicht mehr erkennbar, spätestens seitdem die AfD einen so starken Zulauf erhalten hat, immer noch erhält, einzig durch ihre nationalistischen, völkischen Parolen, die den nationalsozialistischen Parolen in nichts nachstehen. Weil sie gegen Ausländer und Muslime hetzen, was anscheinend einem nicht geringen Teil der noch zur Wahl schreitenden Bürgern zu gefallen scheint.

Natürlich haben sich die wenigsten dieser „Wähler“ mit dem Parteiprogramm, den darin stehenden, unsinnigen und unerträglichen politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen der AfD auseinandergesetzt. Mit den führenden Protagonisten der AfD auf Bundes- und Landesebene ebenso wenig. War vor 1933 mit den führenden Protagonisten der damaligen NSDAP auch nicht anders. 1945 dann wiederum, „konnte das ja niemand ahnen!“

Und ich Dummerchen glaubte, das Volksverhetzung, lt. Paragraph 130 StGB, seit 2010 strafbar sein würde. Das dieser Paragraph die Staatsanwaltschaft sogar zum Handeln zwingt, selbsttätig, ohne Anzeigen, zu Ermittlungen verpflichtet.

Aber es sind ja „weisungsgebundene“ Behörden, mit Mitarbeitern, die selbst Parteibücher besitzen. Soviel zur im Grundgesetz verankerten Unabhängigkeit der Judikative.

Was sich manche „Wähler“ dabei denken, in BaWü aktuell die AfD mit 11% Anteil zu bedenken, in Sa-Anhalt sogar 17%, in Rh.-Pfalz immer noch 10%, möchte ich einerseits schon gerne wissen, anderseits dann aber doch wieder nicht. In Rh.Pfalz steht die spd ja auch noch bei 34%.

Seit „Neoliberal“ hat sich alles (wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch) verschoben, das Prekariat, die Anzahl der sozial Schwachen und Schwächsten steigt stetig und ungebremst an, dafür schmilzt die Mittelschicht und die Reichen und Superreichen werden immer reicher, einflussreicher, mächtiger und bestimmender.

Die „Mitte“ ist nach „Rechts“ gewandert, übernimmt in aller Deutlichkeit nationale, völkische, extreme und extremistische Tendenzen und Parolen, weil sie abgehängt wurde von CxU, spd, FDP und den „Grünen“, alles neoliberale Knechte und Steigbügelhalter.

Persönliche wirtschaftliche Unsicherheit führt automatisch zu extremeren politischen Ansichten und Wahlverhalten. In Deutschland traditionell, bei dieser mehr bequem und national eingestellten, überalterten Bevölkerung in das „rechte“, nationale Lager. Das Ende der Weimarer Republik zeigt es ganz deutlich.

Wobei die Weimarer Republik, die erste deutsche Demokratie überhaupt, auch, zwar nicht ausschließlich, mit ganz anderen, denkbar schlechteren Voraussetzungen, an „den Start gehen“ musste.

Und die AfD ist darüber hinaus eindeutig neoliberal ausgerichtet! Und da muss ich mich wirklich fragen: „Wie blöd muss man sein, um das nicht zu kapieren?“

Seit „Mauerfall“ und „Wiedervereinigung“ geht das schon. Die Menschen in der ehemaligen „DDR“ wurden enteignet und abgewickelt, durch die westliche Politik und Wirtschaft, durch die „Gewinnler“.

Denn durch die „Treuhandanstalt“, spätestens seit 1991, maßgeblich herbeigeführt durch deren Präsidentin, Birgit Breuel (CDU und neoliberal bis zum „Abwinken“) wurden die Bewohner durch den Ausverkauf, den Raubbau, die Auflösung von DDR-Betrieben auch ihrer Arbeit, ihren Einkommensmöglichkeiten beraubt. Sie wurden schlicht enteignet.

Im Westen der Republik hatten das damals nur die wenigsten Bürger begriffen. Oskar Lafontaine wollte eine Art „Sonderwirtschaftszone“ im Osten errichten. Zum Schutz der Bürger, die wollten aber lieber die D-Mark haben und glaubten einem Helmut Kohl, der von „blühenden Landschaften“ phantasierte.

Jedes Jahr wurden sodann rund 50 Mrd. DM vom Westen in den Osten gepumpt. Da begann der Niedergang des Westens, z. B. von NRW, dem einstigen wirtschaftlichen „Motors“ der Bundesrepublik, richtig Fahrt aufzunehmen. Verarscht waren die Bürger in Ost und West, nicht das Kapital, die Wirtschaft, die Banken.

Die wurden ab 1998 erst richtig „ausgestattet“, per asozialen und m.M.n. auch grundgesetzwidrigen Gesetzen. Um ihre asozialen „Geschäftsmodelle“, zum Nachteil fast aller Bürger des „wiedervereinigten Vaterlandes“ (damals wohl stolze 81 bis 82 Millionen Trottel) zu immer höheren Gewinnen, zur Mehrung und Konzentration irrsinniger Vermögen und Reichtümern in den Händen weniger Menschen nutzen zu können.

Da tauschten die ehemaligen Bürger der DDR ihren sozialistischen Faschismus flugs gegen einen neoliberalen Kapitalfaschismus ein, wollten das auch so, weil sie ja glaubten und nicht wussten.

Die Wessis kapierten gar nicht, das ihre soziale Marktwirtschaft, die sie seit 1949 satt und zufrieden machte, die sie zu Vertretern eines „Bollwerks gegen den weltweiten kommunistischen Terror und Unfreiheit“ gemacht hatte, urplötzlich zerschossen wurde.

Tja, man brauchte eure Zustimmung nicht mehr. Der Ostblock war nicht mehr existent. Die dortigen Politiker waren sofort von „Demokratie, USA, NATO, EU und Kapitalismus“ (mit Geld!) überzeugt worden.

Von nun an war dem westlichen Kapital das vorher gehätschelte „soziale“ Netz, das euch bei der Stange hielt, nicht mehr wichtig, eher hinderlich. So hat man euch kurzerhand eure vormalige soziale und gesellschaftliche Sicherheit, für die ihr ja auch bezahlt habt, weg genommen. Eure Rechte geschliffen, begründet mit: „Jeder kann es schaffen, wenn er nur will“ (Gerhard Schröder, großer Philosoph und führender deutscher Sozialverbrecher der Neuzeit).

Und aktuell sind die mündigen Wähler in Ost und West auf der Suche nach ihrer ganz persönlichen, verloren gegangen wirtschaftlichen, politischen, sozialen und gesellschaftlichen Sicherheit.

Suchen diese Sicherheit jetzt, auch wieder vermehrt, bei rechten, rechtsextremen Schreihälsen, und natürlich immer noch bei den komplett neoliberal ausgerichteten Alt-Parteien.

Das ist das Prinzip: „Hoffen und Glauben“ statt „Fragen, Nachdenken, Wissen erlangen“.

Ihr seid verraten worden, aber den demokratischen Sozialisten, der „LINKEN“ gebt ihr keine Chance. Gut, Ramelow ist kein wirkliches Vorzeigebeispiel für gelungene linke Politik. Ich beobachte seine eher rot/grüne Ausrichtung mit Sorge, Argwohn und Ablehnung. Aber, die LINKE, die einzige demokratische und sozialistische Stimme, die wirklich etwas gegen „neoliberal“ tun will und könnte, wird von den Wählern ja erst gar nicht mit einem mehrheitsfähigen Mandat ausgestattet.

„ENTEIGNUNG“, sozialistische Misswirtschaft“. Ja glaubt ihr tatsächlich, die wollen die DDR und Stasi wieder beleben?

Ihr kleinbürgerlichen Besitzstandwahrer! Was ist denn die „alternativlose Bankenrettung“ gewesen? Ein Paradebeispiel von seriösem kapitalistisch-wirtschaftlichen Handelns?

Was ist denn die Abschaffung der griechischen staatlichen Souveränität durch einen Dr. Schäuble?

Was ist die „alternativlose“ Austeritätspolitik, die die schwächeren EU und EURO-Teilnehmer in noch mehr Abhängigkeit vom internationalen Kapital führt und letztendlich demokratische Strukturen zerstören soll. Griechenland war doch erst der Anfang.

Das ist Krieg, neoliberaler Kapital- und Finanzkrieg!

Was ist die ungesetzliche Abschaltung von Atommeilern gewesen? Ich mag die Dinger grundsätzlich auch nicht, aber dieses Abschalten wird euch bis zu 5 Mrd. Euro Strafzahlungen der Bundesreierung an die Betreiber oder noch mehr einbringen. Stichwort Vattenfall und Schiedsgerichte. Ja, bitte selbst googeln und informieren.

Die „Privatisierung von Gewinnen“, auf die obendrein noch viel zu wenig Steuern abgeführt werden müssen, dagegen die „Sozialisierung von Verlusten“ von Konzernen ist sicher auch „seriöses wirtschaftliches Handeln“, darüber hinaus gesellschaftlich von allerhöchstem Nutzen.

Ihr glaubt, die „PKW-Maut für Ausländer“ ist vom Tisch“? Dobrindt sei gescheitert?

Das war nie eine „Maut für Ausländer“, sondern für alle. Und die wird kommen. Denn die Allianz Versicherung (Zentrale in München nahe bei der CSU) will und muss in das Mautgeschäft. Die suchen nämlich verzweifelt, wie alle „Geldfirmen“ nach Möglichkeiten für gewinnbringende Investitionen.

Sie wollen einsteigen, um die Zinsen und Dividenden verdienen zu können, die sie ihren Versicherten und ihren Anteilseignern, den Anlegern versprochen haben.

Zinsen und Dividenden werden nämlich immer noch durch reale Arbeit erwirtschaftet, durch die, die noch Arbeit haben und damit den Vermögenden, den Anteilseignern und Versicherten ihr Auskommen sichern. Im Gegenteil zu Geld, das die EZB und Banken aus dem Nichts, als „Giralgeld“, mit sehr wenig Sicherheiten, schöpfen können.

Das diese PKW-Maut für alle, und nicht nur für die Nutzung von Autobahnen, sondern auch auf Bundesstraßen eingeführt wird, ist für mich sonnenklar. Das Problem ist nur gegenwärtig immer noch, das die mit dem Aufbau des Systems beauftragten Soft- und Hardwarefirmen die Spezifikationen noch nicht erfüllen können.

Die nämlich nicht nur zur Berechnung von Gebühren herangezogen werden wird, sondern eine weitaus bessere Überwachung des „mobilen Bürgers“ garantieren wird.

Handys und GPS-Systeme in vielen Autos reichen noch nicht aus, um das Sicherheitsbedürfniss von Kapital, Politik und Staat zu befriedigen

Deshalb wählt ihr lieber das Altbekannte. Schon 1957 warb Adenauers CDU mit „Keine Experimente“.

Der „Alte“ kannte seine „Pappenheimer“ Denn Experimente, DAS will der Deutsche wirklich nicht in der Politik, eigentlich überhaupt nicht, es kann für Aufregung sorgen, die Bequemlichkeit so unangenehm touchieren..

Es wäre aber kein Experiment, euch endlich vom altbekannten, von Pathos, von „national und völkisch“ zu lösen. Denn dann könntet auch ihr endlich wieder mal, wenigstens ein bisschen auf der „Siegerstraße“ mitfahren, wie es die West-Bürger zwischen 1949 und 1998 konnten.

Was mich zu den „Linken“ führt, nicht zu der Partei „Die Linke“, den Verfechtern eines demokratischen Sozialismus.

Sondern zu dem Sammelsurium, was von Medien und der Mehrheit der deutschen Gesellschaft als „links“ verortet wird. Ein nicht homogener „Haufen“, von extremen, von gestrigen Anhängern des totalitären Ostblocks, von Marxisten, die immer noch nicht begriffen haben, das Marxens Ideen als Philosophie einen hohen Wert haben, aber keine Grundlage für eine neue, gerechte Gesellschaft darstellen.

Unter anderem, auch darum die Herren Lenin, Stalin, Mao, Kim etc. sich in totalitären Faschismus flüchteten, weil sie der Kraft der eigenen Ideen, zurecht, nicht vertrauten.

Von vielen Menschen, die diskutieren wollen, sich politisch streiten wollen, die „neoliberal“ komplett ablehnen. Die ihre Freiheit zur Meinungsäußerung nutzen wollen.

Die sich eben nicht als Einheit präsentieren wollen und können und das ist dem Deutschen nicht geheuer, den der verwechselt eine gepflegte Streitkultur mit Instabilität.

Natürlich gibt es im linken Spektrum auch Strömungen und Meinungen, die ich auch nicht verstehen kann oder verstehen will, darüber auch nicht diskutieren will, einfach weil es mir zu „spinnert“, phantastisch und Realitätsfremd vorkommt.

Demokratischer Sozialismus, wie ich ihn mir vorstelle, wird ein wirtschaftliches Handeln der Menschen nicht verbieten, es aber gerechter gestalten, die Gewinne gerecht verteilen und dafür Sorge tragen, das niemand ausgeschlossen wird. Er wird diejenigen mit Steuern belegen, die haben, viel zu viel haben, sich immer mehr nahmen und nehmen und sich bisher an der angeblichen Solidargemeinschaft nie beteiligt hatten.

Er wird nichts enteignen, aber umverteilen und gerechter für alle gestalten.Er wird für ausreichend Arbeit und faire Entlohnung sorgen. Natürlich gegen den Widerstand der neoliberalen Kreise. Aber die sind so was von „wurscht“.

Er lässt auch niemanden hängen, auch solche die einfach nicht arbeiten wollen. Denn es sind Menschen, keine Tiere, kein Fallobst. Sie sind in dieser Gesellschaft vorhanden und wir alle müssen uns kümmern. Wenn wir Menschen sein wollen.

Wenn ich schon „Enteignung durch die Roten“ nur höre, reißt mir der Geduldsfaden. Wer hat den die Enteignung der Sparer seit Jahren, durch Niedrigstzinsen und Inflation forciert? Genau, die „schwarze Null“, die „schwäbische Hausfrau“.

Und nicht nur der, alle CxU-, spd-, FDP-, Grünen-Wähler haben das zu verantworten. Auch die Nichtwähler. Sie haben auch zu verantworten, das 50% aller Deutschen kein Sparguthaben mehr besitzen, die verdienen nämlich zu wenig, auch die sind „enteignet“ vom Neoliberalismus worden.

Keiner will das „günstig finanzierte“ neue Auto enteignen, in Rumänien von ausgenutzten armen Arbeitern für 5€/Std. Kosten zusammen „gekloppt“, aber hier zum Verkaufspreis angeboten, der auf den deutschen 53€ Kosten pro Stunde basiert.

Wisst ihr nicht? Sicher, das gekaufte Sommermärchen ist ja wichtiger!

+ + +

Eines, der von mir meist gehassten neoliberalen Auswüchse sind die sogenannten Freihandelsabkommen, mit denen die USA die Welt überschwemmen und unermesslichen Schaden bei der normalen Bevölkerung der jeweiligen „Partnerländer“ anrichten.

Die EU kann das auch, „EPA“ das wirtschaftliche Erpressungsinstrument mit Afrika läuft richtig gut. Für die Konzerne in Europa, nicht für die Afrikaner und deren Wirtschaft.

TTIP – Da verhandeln amerikanische Wirtschafts- und Regierungsvertreter (was eins ist) mit nicht durch Wahlen legitimierte EU-Knallchargen und europäischen Interessenvertretern von Kapital, Finanzen und Konzernen, um die staatliche Souveränität der europäischen Staaten, den letzten Rest von Demokratie, von Gesetzgebung und staatlicher Judikative vollständig auszuhebeln, auf den neoliberalen Müllkippen endgültig zu entsorgen.

Das ist dann die „marktkonforme Demokratie“.

Alles hat sich den anbietenden Monopolisten zu beugen, der Rest ist vollkommen rechtlos dem neoliberalen Aasgeiern ausgeliefert, zahlt oder wird sterben.

„Man“ verhandelt geheim, es geht angeblich, ganz verharmlosend genannt, um die Angleichung von “Standards“, also der ungünstige hohe Standard der einen Seite soll aufgegeben werden, um den wirtschaftlich und gewinnbringenderen niedrigeren Standard zu übernehmen. Das sind Handelshemmnisse, hohe Schutzstandards.

Da malen sich neoliberale Gewinnler, rücksichtslose Soziopathen, Finanzgangster von beiden Seiten des Atlantiks die Welt, wie sie ihnen gefällt. Die betroffenen Völker haben in dieser, völlig undemokratischen, Veranstaltung bequemerweise kein Mitspracherecht.

Sogar die vom Volk gewählten deutschen Parteienvertreter dürfen, seit neuestem und nur unter perversen, undemokratischen Umständen in einem kleinen Raum der US-Botschaft in Berlin, für einen kleinen Zeitraum, Einsicht nehmen.

Keine Notizen machen, keine Kopien anfertigen und berichten dürfen sie öffentlich auch nichts.

Die EU stellt sich mal ganz doof und erklärt alles für geheim.

Mutti und Hollande, Cameron, Renzi, die sehr wohl dem Spuk eine Ende bereiten könnten, der EU-Kommission dieses Verhalten verbieten könnten und Transparenz durchsetzen könnten, tun das nicht, sondern lassen die Eintänzer in Brüssel gewähren. Es ist ihnen nämlich „wurscht“, vollkommen egal, sind sie doch selbst die ersten Diener der Neoliberalen.

Da versuchte sich ausgerechnet der deutsche „Wirtschaftsminister“ Gabriel als Demokrat zu profilieren, weil doch angeblich er es war, der sich in die „Waagschale“ warf und den Amis in ihrer Berliner Botschaft eine Besenkammer abrang.

Ausgerechnet jener TTIP-Befürworter, der in Davos vor 1 oder 2 Jahren die berechtigten Bedenken einiger seiner Landsleute als „hysterisch“ abtat und dann merkte, das Kameras liefen, darum bat, seine Äußerung diskret zu behandeln. Aber das haben wir ja alles bereits wieder „vergessen“. Brav!

Was ist das alles für ein ekelhaftes, unwürdiges, durchsichtiges und undemokratisches Schmierentheater. Interessiert den Bürger eigentlich gar nichts mehr? TTIP und die „geheimen Verhandlungen“ sind nicht nur ein Grund für tägliche Massenproteste überall in Europa.

Das alleine ist schon ein völlig ausreichender Grund, niemals wieder CxU, spd, FDP, Grüne, AfD und jeden anderen neoliberalen Polit-Onanierer zu wählen. Aber gar nicht zu wählen, denn die Nichtwähler stützen ja das System, das sie, völlig zu Recht, verachten, ist keine Option.

Denn deren Enthaltung führt dazu, das der tatsächliche politische Wille und die tatsächliche Einstellung der Bevölkerung nicht berücksichtigt wird. Sie verhelfen gerade einer spd und AfD zu einer Macht, die die eigentlich gar nicht (mehr) haben.

Aber euer nicht ausgedrückter Wille wird im politischen Tagesgeschäft in einer parlamentarischen Demokratie nicht berücksichtigt. Dazu müsste man eben doch wieder wählen gehen.

TTIP ist das endgültige Diktat des Kapitals über die Politik, die Demokratie und jeden einzelnen Menschen.

+ + +

Es geht den Menschen mehrheitlich scheinbar auch völlig „am Arsch vorbei“, das am 4. oder 5. März in der „Tagesschau“ dieser unerträgliche Rechtsausleger der CDU, Innenminister de Maiziere, sein Lob an die Türkei öffentlich ausschütten und deren ausgezeichnete Arbeit bezüglich der Eindämmung der Flüchtlingsströme Richtung Europa, hervorheben durfte.

Einen Tag später berichteten die „Medien“ darüber, das türkisches Militär gegen die regierungskritische Zeitung „Zaman“ vorging. Über den Krieg, den Erdogan, gegen die Kurden diesseits und jenseits der türkischen Grenzen ungehindert führt, wird nicht so viel berichtet.

Dem allem darf ein deutscher Innenminister Lob zollen und wird dafür auch noch, von nicht wenigen, Bürgern bewundert. Unsere Regierung verbündet sich mit Despoten und Mördern, damit der deutsche Bürger nicht nach „links“ wandert. TOLL!

Mir ist ein solches wohlwollendes Verhalten vieler Bürger gegenüber solchen „Politikern“ und Scharfmachern unerklärlich und zuwider.

Die NachDenkSeiten vom 3. März 2016 geben den Versuch einer Erklärung, darauf möchte ich verweisen und darum bitten, diesen Artikel zu lesen. Dort schrieb Albrecht Müller einen Aufsatz, betitelt: „Merkels Popularität gründet auf Vergessen, Ausblenden und dem Wunsch, dazu zu gehören.“

Hier der Link: http://www.nachdenkseiten.de/?p=31801

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In „Xtra3“ vom 18.02.2013, einem politischen Satire-Format des NDR, fiel folgende Bemerkung in einem Sketch: „Menschen mit eingeschränktem Sympathiepotenzial“.

Ist das die gelungene, satirisch-kabarettistische Umschreibung für die derzeitige Mehrheit der deutschen Wähler?

Für all die Herdentiere, die Schafe, die Schlafenden, die Bequemen, die Wegducker, die Stammwähler aus Leidenschaft und Nichtwissen, die „ich-hab‘-schon-immer-xxx-gewählt“?

Die politischen und gesellschaftlichen Siebenschläfer, die „Kopf-in-den-Sand-Stecker“?

Die „Interessiert-mich-nicht-mehr,-die-machen-ja-doch-was-sie-wollen“-Nichtwähler?

+ + +

Irgendwie habe ich auch keine Lust mehr auf PolitikerInnen in führenden staatlichen Positionen oder in den jeweiligen Parteien, die aus dem Osten der Republik stammen (Ostmigrationshintergrund), wie z. B. Frau Dr. Merkel, Herr Gauck, Frau Schwesig, Frau Petry, Herr Höcke, Frau Göring-Eckardt.

Aber einen hätte ich unheimlich gerne wieder: Gregor Gysi. Sie fehlen bereits jetzt.

Frau Wagenknecht, Frau Kipping nehme ich, ganz bewusst, aus der o.e. Riege von, aus dem „Osten“ stammenden, Politikern aus.

Allerdings, die Mehrheit jener PolitikerInnen, die aus dem Westen kommen, sind mir genauso suspekt, als da wären: Herr de Maiziere, Herr Dr. Schäuble, der schwärzeste „Grüne“ MP Kretschmann den die CDU jemals hatte, dann Tübingens OB, der angeblich „Grüne“ Boris Palmer, Thüringens MP Bodo Ramelow, Frau Nahles, Herr Gabriel, Herr Steinmeier (der Agenda-Pate), Frau Fahimi, ein Jörg Asmussen, die Talkshow-Dauerbesetzung von der FDP, Chr. Lindner und und und.

Nein, ihr alle sollt nicht mehr machen, was ihr wollt!

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