Recycling?

Vor einigen Wochen las ich eine Lokalmeldung in der „Rheinischen Post“. Es ging um einen 67-jährigen Rentner, der in einem Bochumer Supermarkt versucht hatte, eine PET-Flasche aus Bulgarien mit einem selbst aufgeklebten Bar-Code in 25 Cent Pfandrückgabe zu verwandeln. Die herbeigerufene (!) Polizei musste ermitteln.

In der Meldung war, seitens des Polizeisprechers, die Rede von „möglichem gewerbsmäßigen Betruges“, Betrugsversuches und das „für viele Läden Pfandbetrug mittlerweile ein großes Problem darstellen würde“.

Ich kenne den Senior nicht, vielleicht trieb ihn Langeweile zu seinem Tun, vielleicht auch einfach die, durch das neoliberale System herbeigeführte persönliche Not und Armut. Die Stichworte „gewerbsmäßiger Betrug“ und „Pfandbetrug“, dazu noch im Zusammenhang mit 25 Cent, ließen mich nicht zur Ruhe kommen, denn ich bin von jeher der Überzeugung gewesen, das dieses sogenannte „Müll-Recycling mittels Wertstofftrennung und -sammlung“ von Anfang an nicht „koscher“ war und ist.

Das, was da abläuft, ist, meiner Auffassung nach „Betrug“, auch wenn das Gebaren durch „Gesetze“ legitimiert scheint.

Ich habe von Anfang an, nie all den Privatfirmen, die sich auf „Wertstoffwiederverarbeitung und Recycling spezialisiert hatten, ihre altruistischen Motive und deren propagandistischen Dauerbeschuss geglaubt. Noch nie das „Duale System“ als sinnvoll angesehen

Einfach, weil ich in den frühen 80igern einen jung-dynamischen Pleitier kennen lernte, der wiederum viele Bekannte aus der damaligen „Grünen“-Bewegung hatte, die sich bereits damals schon anschickten, unter dem Mantel „Ökologie und Umweltschutz“ ihr Parteibuch für gewinnorientiertes Handeln zu benutzen.

Ideen hatten sie bereits.

Ideen, die die alteingesessene Industrie damals noch nicht als Profit-trächtig genug einstufte.

So musste ich für diesen Text zunächst belastbare Informationen über „Gewinnung von Rohstoffen mittels Recycling“ suchen. Über „Dosenpfand“, „duales System“. Vielleicht ist das System ja doch seriös?

Nein, ist es nicht. Im 13ten Jahr besteht der unsinnige „Pfand auf Einwegverpackungen wie Dosen und PET.Flaschen“ bereits. Ich hab nur wenig an Tabellenmaterial gefunden, das die letzten 12 Jahre in evidenter Form zahlenmäßig zusammenfasst.

Mich interessiert vor allem,

  • wie viel PET, wie viele Dosen wurden/werden gesammelt?
  • wie viel davon recycelt und dem Verpackungskreislauf wieder zugeführt?
  • Wie viel Tonnen pro Jahr verbrannt, mit steigender oder fallender Tendenz?
  • Sind die recycelten Verpackungen billiger, als aus Neuproduktion?,
  • wenn ja, wirkte sich das bereits positiv auf den Verbraucher aus?
  • Wer verdient wie viel Geld durch das „duale System“, durch Recycling?

Ich fand heraus, das eine Tonne PET-flakes (gereinigtes und geschreddertes PET) mit um die €490 gehandelt wird. Das etwa 50% dieses PET-Rezyklataufkommens nach China gekarrt wird, wo dort, vorwiegend Sporttextilien gefertigt werden und wieder nach USA/Europa zurück gekarrt werden (Das ist ja mal Globalisierung – Chinesen, Asiaten sammeln kein PET, müssen zukaufen, um den Welt-Textilmarkt für Sportbekleidung zu beschicken?)

Dazu eine der wenigen lesenswerten Quellen: www.verpackungsbarometer.de aus 2010. Bitte lesen sie diesen Text, er ist empfehlenswert.

Auch Wikipedia sagt dazu etwas:

Zitat:

  • Recycling

PET-Einwegflaschen werden gesammelt und teils recycelt, teils „thermisch weiterverwendet“, also in Müllverbrennungsanlagen oder Heizkraftwerken als Feuerungsmittel eingesetzt

Bedingt durch die Pfandregelung in Deutschland wird ein Großteil der PET-Flaschen über die Leergutsammelstellen der Wiederverwertung zugeführt. So gelangen etwa 30 % der PET-Flaschen in einen „sortenreinen Stoffkreislauf“.

  • Rücklaufquoten Deutschland

Der Umlauf an PET-Flaschen in Deutschland wurde im Jahr 2003 auf etwa 800 Millionen Stück in den Größeneinheiten 1,5 Liter, 1 Liter und 0,5 Liter geschätzt. Mit der Einführung des Pflichtpfands auf definierte Einweg-Getränkeverpackungen am 1. Januar 2003 kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Umlaufmengen. Vor diesem Stichtag recycelte das „Duale System“ rund 99 % der gesammelten PET-Flaschen, was einem Anteil von etwa der Hälfte der insgesamt produzierten Flaschen entsprach. Seit Anfang 2003 werden etwa 70 % der deutschen PET-Flaschen direkt von den Verkaufsstellen zurückgenommen. Über die aktuellen Umlaufmengen gibt es derzeit keine verlässlichen Angaben.

Volker Pispers sagte dazu einmal, so oder ähnlich: „Duales System, getrennt sammeln, vereint verbrennen“.

Eine weitere Informationsquelle will ich ebenfalls nicht unterschlagen, und zwar die Website: pflichtlektuere.com

Dort wurde sich des Themas in 2012 angenommen, unter dem Titel: „Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf“. Der Leser erfährt unter anderem, das China in 2006 (Tendenz vermutlich steigend) 100 Milliarden Plastikflaschen importierte. Das man für einen aus PET produzierten Pullover ca. 16 PET-Flaschen benötigt, mit einem Materialwert von damals 30 Cent, 5 Cent kriegt die Näherin (bestenfalls).

Rechnen sie mal spaßeshalber mögliche Gewinnmargen aus, wenn Sie „adidas“, „Puma“, „Nike“ Markenklamotten kaufen, die bestimmt auch einen solchen oder ähnlichen Produktionsprozess ganz oder teilweise durchlaufen haben, vielleicht nicht alle Textilserien dieser Marken, aber es wird mit Sicherheit auch Markt-Segmente geben, die von den o.g. Firmen mit solcher Kleidung beschickt werden.

Und selbst wenn sie nur bei „H&M“, „Primark“, Kik“, „C&A“ usw. kaufen, dort „preiswerte“ Sporttextilien aus Polyester erstehen. Die Gewinne dürften nicht uninteressant sein. Sind sie auch nicht, sonst würden die Firmen nicht so „unverschämt viel“ Geld verdienen, und vermutlich ebenso „unverschämt wenig“ Steuern abführen

Nicht verschweigen möchte ich weitere links zu „Süddeutsche“ aus 2015 mit einem Text, betitelt mit „Probleme beim Recycling – Wettlauf um den Müll“ und „Welt“, die unter dem Titel: „PET-Flaschen für die Umwelt jetzt besser als Glas“ 2010 darauf hinwies, das US- und deutsche Forscher unabhängig voneinander Verfahren entwickelten, die PET-Flaschen zu 100% recyceln können.

Die Süddeutsche berichtete hingegen in 2015, das zwar 90% aller PET-Flaschen zurückkommen, aber nur 43% recycelt werden. 55% werden nach wie vor verbrannt, sollen u.a. auch der Strom- und Wärmegewinnung dienen.

Die SZ berichtet von Problemen in den Entsorgehöfen oder „Sammelstellen“ schon beim eindeutigen Trennen der verschiedenen Kunststoffe, darüber hinaus vom ungebrochenen Konkurrenz- und Preiskampf zwischen Recyclingfirmen und Müllverbrennungsanlagen, wie das Fraunhofer-Institut beobachtet.

Auch das Bundesumweltamt hat erkannt, das Plastikmüll immer noch mehr verbrannt als recycelt wird, einfach weil MVA’s, Stücker 70 in Deutschland, sehr oft mehr Geld für Müll bieten. Es sei noch sehr viel „Luft nach oben“ bei der „Gewinnung von Rohstoffen durch Recycling“.

Das habt ihr aber schön gesagt. Wie ich mittlerweile diese nutzlosen „Bundesämter“ hasse, jeder Hartz IV-Sklave wird durch eine „Bundesagentur“ drangsaliert, gedemütigt, sanktioniert, in prekäre Arbeit gepresst, die Industrie wird durch Bundesumweltamt, oder Bundeskraftfahrtamt oder BaFin hofiert. Tja, das sind die feinen Unterschiede in einer „marktkonformen Demokratie“.

Bundesämter beobachten vornehm und zurückhaltend, Bundes-Agenturen erzwingen!

Ich hatte es geahnt, hatte noch nie daran geglaubt, das „Recycling, „Duales System“, „Der grüne Punkt“, „FSC“, „Der blaue Engel“, „Mehrweg“ und wie all diese Unternehmen heißen, flächendeckend, erfolgreich „die Umwelt entlasten“, eine Gesamtquote von deutlich über 75% an recyceltem Müll treffen, eventuell sogar mit steigender Tendenz.

Schon, als ich versuchte Tabellen, konsequente mehrjährige Erhebungen, belastbare Zahlen und Informationen zu finden, wurde mir klar, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Das es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den „hehren“ Zielen, mit denen man öffentlichkeitswirksam hausieren geht und der tristen, aber gewinnbringenden Realität geben wird.

„Augenwischerei“ erscheint mir eine zu zahme Beschreibung für die tatsächlichen Zustände zu sein, die in diesem Marktsegment vorherrschen.

Seit 1991, also seit 26 Jahren gibt es das „Duale System“ (Wikipedia-Zitat: Das Duale System bezeichnet die haushaltsnahe Sammlung und Entsorgung von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland gemäß den Vorgaben des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG).)

Seit 2003 gibt es den „Einwegpfand“ in Deutschland, 2006 wurde er nochmals novelliert.

Europa-einheitliche Regelungen gibt es natürlich auch nicht. IBAN schon.

Der schwachsinnige Einwegpfand war, wieder mal, nichts als eine „grüne“ Nebelkerze, verdient haben die Hersteller von Pfandautomaten. Dem Plastikmüll kann man auch auf andere Art und Weise Herr werden. Die Politik wollte aber mal wieder die Bevölkerung beteiligen, in Haft nehmen.

Selbst 25 Cent, oder weniger, für kleinere Verpackungen, sind doch für viele Bürger kein wirklicher Anreiz, zu sammeln und Pfand zu kassieren. Wie viele Armutsrentner und Obdachlose sammeln nach wie vor Unmengen an Dosen und PET aus Parks, öffentlichen Einrichtungen und Mülleimern, verdienen damit etwas Geld zusätzlich, weil der „Staat“ sich zum „Verrat an den Bürgern“ entschieden hat. Was ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft ist, gegen jeden Humanismus und Empathie.

Wo ist der Sinn, Leergut in den Laden zurück zu tragen, wenn dort das gesammelte Zeug an Wertstoffsamelfirmen, Entsorger vertickt wird, dort statt komplett recycelt, doch wieder an MVA’s verkloppt wird, weil die mehr bieten, als „Recycler“.

Da kann es auch direkt weiter in den Hausmüll gedrückt werden, ohne diesen schwachsinnigen „Pfand“.

Nein das sind Millionen-Gewinne durch Einwegpfand für den Einzelhandel, wie das „Handelsblatt“ schon 2010 auf 3 Seiten zu berichten wusste. Bitte unbedingt lesen!

Die Karikatur zum Thema passt, wie „Arsch auf Eimer“!

Ja, aber die „Umwelt“ wurde doch deutlich entlastet, viel weniger Dosen und Plastik in der Öffentlichkeit weggeworfen. Ich sage „Quatsch“! Fragen sie mal die Flaschensammler, wo die überall ihre Fundstücke auffinden.

Aber der Schwachsinn mit dem Pfand wird nicht aufhören:

Ein letzter Link wird Ihnen vermitteln, was da noch alles kommen kann und bestimmt kommen wird: 2015: Vorteilhafte Getränkeverpackungen verlieren weiter an Bedeutung

Quelle: Wirtschaftsdienst EU 95. Jahrgang, 2015, Heft 3 | S. 220-222

Ökonomische Trends – „Ökologisch vorteilhafte Getränke­verpackungen verlieren weiter an Bedeutung“ von Markus Groth

Den kompletten Text bitte ich unter dem o. a. Link aufzurufen. Ich möchte mich hier nur auf die Schlussfolgerungen beschränken.

Und muss noch einmal explizit auf „ÖKONOMISCHE TRENDS“ hinweisen.

Ökologisch ist nämlich zunächst mal ökonomisch.

Es geht um Geld, um sonst gar nichts!

Die Umwelt ist denen „scheißegal“!

Warum auch nicht, sehen Sie sich doch bitte die nichtsnutzigen Orgien an, die als „Welt-Klima-Gipfel“ und „Umwelt-Konferenzen“ betitelt werden. Politik und Kapital machen es doch vor.

Zu den Schlussfolgerungen des Artikels, der als einzige Quelle wenigstens Tabellen zur Verfügung stellte, die einen längeren Zeitraum umfassten, leider zu wenige der vielen, noch offenen Fragen unbeantwortet ließ.

Zitat:

Schlussfolgerungen für die Umweltpolitik

Es hat sich gezeigt, dass das umweltpolitische Ziel der Förderung ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen durch die Pfandpflicht für ökologisch nachteilige Einweg-Getränkeverpackungen nicht erfüllt wurde. Zudem ist abzusehen, dass es im Hinblick auf zukünftig durchzuführende Ökobilanzen zu Weiterentwicklungen kommt, die sich auf die politische Rahmensetzung auswirken werden.

Dieser umweltpolitische Handlungsbedarf kann dann auch genutzt werden, um – konzeptionell abgestimmt – eine Weiterentwicklung umweltpolitischer Instrumente in diesem Bereich auf den Weg zu bringen. Dies muss natürlich mehr umfassen als einfach nur eine bessere Kennzeichnung von Mehrwegverpackungen. Letzteres war der Lösungsvorschlag aus dem Bundesumweltministerium, der kürzlich als Reaktion auf die Veröffentlichung der in Tabelle 2 dargelegten Entwicklungen erfolgte.10 Sofern das umweltpolitische Ziel der Förderung ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen aufrechterhalten wird, kann letztlich kein Weg mehr an einer Verpackungsabgabe bzw. Verpackungssonderabgabe für ökologisch nachteilige Getränkeverpackungen zusätzlich zu der bestehenden Pfandpflicht vorbeiführen.

Durch diese Instrumentenkombination bestünde die Möglichkeit, die spezifischen Vorteile sowohl der Pfandpflicht (hohe Rücklaufquote, sortenreine Verwertung, Eindämmung des Litterings) als auch der Verpackungssonderabgabe (Lenkungswirkung durch einen unmittelbaren Preiseffekt, zweckgebundene Verwendung) zu nutzen. Dabei würde die Pfandpflicht zur Sicherung einer hohen Rücklaufquote bestehen bleiben. Die Verpackungssonderabgabe könnte durch die selektive Verteuerung ökologisch nachteiliger Getränkeverpackungen und die davon ausgehenden Substitutionsanreize zu einer Förderung ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen beitragen. Das entstehende Abgabenaufkommen sollte dann beispielsweise im Rahmen von Informationskampagnen zur Steigerung des Umweltbewusstseins, zur Finanzierung neuer Ökobilanzen oder zur Beseitigung der Littering-Folgen eingesetzt werden. 24 Jahre nach Inkrafttreten der VerpackV, 13 Jahre nach der letzten umweltpolitisch relevanten ökobilanziellen Untersuchung von Getränkeverpackungen und zwölf Jahre nach Einführung der Pfandpflicht ist abzusehen, dass das Thema der Förderung ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen in naher Zukunft einmal wieder prominent auf die umweltpolitische Agenda kommen wird.“ Zitatende

Meine persönliche, leider völlig unmaßgebliche Meinung zu diesem Weg des aktiven Umweltschutzes, der wiederum die Aufrechterhaltung bzw., mögliche Erweiterung des Pfandsystems auf weitere Verpackungen in Aussicht stellt:

Nein, auch das wird nichts bringen, nur den Bürger im Endeffekt mit weiteren Ausgaben belasten. Was aber die politischen Protagonisten nicht kümmert, sie können ja nichts anderes und sollen auch nichts anderes können!

Die Geschichte der Bundesrepublik ist eine Geschichte unfähiger, eindimensional denkender und handelnder Entscheider, ausgenommen Willy Brandt und Egon Bahr, in Teilen auch noch Helmut Schmidt.

Wer als Bundestag und Bundesrat Hartz IV und andere Ungerechtigkeiten im Sozial und Arbeitsrecht als „Gesetz“ einführen konnte, damit für Millionen Menschen, Zwang, Demütigung, Armut betonierte und gesellschaftlich akzeptabel machte, der kann auch die Industrie zwingen, umweltschonende Mehrwegverpackungen herzustellen und zu nutzen. Der kann den Anteilseignern von Chemiekonzernen die „gelbe Karte“ zeigen. Den anderen Umweltgroßverpestern gleich mit.

Es geht also nur um Geld, „Wachstum“, Dividenden für Anteilseigner, nicht um die Umwelt. Die Mengen an Plastik, Alu, Weißblech, Pappe und was weiß ich noch, werden erst produziert, dann verkauft, dann entsorgt.

Aber es ist der einfachere Weg, die Bürger, die Gesellschaft in Haft zu nehmen, an Stelle des Kapitals, des Geldes, der Konzerne, so wurde es gelehrt, erlernt und immer wieder erfolgreich durchgesetzt.

San Francisco, als einzige Kommune der Welt, verbietet seit 2015 Plastikflaschen in Supermärkten. Eine Stadt in den USA geht den einzig sinnvollen Weg, 2008 verbot sie schon Plastiktüten in Supermärkten und Drogerien. Und Deutschland?

Und die „Grünen“ in Deutschland haben immer noch Wähler!

Vermutlich Wähler, die es völlig in Ordnung finden, das ein Rentner beim Versuch, lächerliche 25 Cent zu ergaunern, von einer „braven“ Marktangestellten (vermutlich in Teilzeit prekär beschäftigt) angezeigt wird, statt dem Mann zu sagen: „Wirf den Barcode in die Tonne und deine Flasche nimmst du wieder mit. Und lass‘ den Unsinn in Zukunft. Tschö.“

Was für eine erbärmliche Gesellschaft sind wir geworden, jeder sucht sich einen, auf dem er/sie noch herum trampeln kann.

Wegen „Betruges ermitteln“ ist in Deutschland A.D. 2016, wenn ein Rentner mit einer bulgarischer Plastikflasche im Supermarkt erwischt wird.

Die Nebelkerzen von Politik, Wirtschaft und Medien dagegen sind „systemrelevant“!

Advertisements

3 Comments

  1. Tja, gibt ja auch sonst nichts zu tun für die Polizei,wie zum Beispiel,Mörder und Vergewaltiger einzufangen.Nur leider, wenn sie dieser Supermarkt ruft und Anzeige erstattet ,müssen die Beamten ermitteln, statt dem Marktleiter ins erboste Angesicht zu lachen, und ihm eine Strafe wegen groben Unfugs zu verpassen.
    Was das DSD betrifft, so haben Studien schon früher gezeigt, das es teuer ökologisch fragwürdig ist.Aber das DSD ist ein Konzern, und die Verpackungsverordnung die ihm und dem Einwegpfand zugrunde liegt, stammt von niemand anderem als unsere Kanzlerin Merkel aus ihrer Zeit als Umweltministerin.
    Und natürlich geht es hier nicht um Umweltschutz, sondern um Profite mit Rohstoffen.Zur Zeit wird diskutiert um ein neues Kreislaufabfallwirtschaftsgesetz, das eine „Wertstofftonne“ vorsieht, in die alle Kunststoffe, also bspw. auch Spielzeuge ,die jetzt noch in den Restmüll wandern, ,sowie Töpfe und Pfannen zur Verwertung gefüllt werden sollen(in wieweit eine Verwertung statt findet ,ist eine andere Frage),und die Hauptdiskussion dreht sich darum, ob die Kommunen oder Private dies organisieren.Ein Kompromissvorschlag sieht die Grundorganisation durch die Kommunen vor,allerdings unter Beauftragung privater.Der streit, der seit langem läuft,dreht sich darum ,wer die rohstoffe verwerten, d.h.,vermarkten darf.
    ein Hauptproblem besteht ,auch bei den Verpackungen, ist das Abfallmenge so groß ist, das sie die Verwertungskapazitäten übersteigt.ein vergleichbares Beispiel ist hier der Elektro-Schrott, von dem ein Großteil auf afrikanischen Müllhalden landet, weil auch hier mehr Abfall entsteht, als verwertet werden kann
    http://schumt3.blogspot.de/2015/03/umweltfreundlich-entsorgt.html
    .Das sinnvollste ist eben dafür zu sorgen, das unnötiger Abfall gar nicht erst entsteht, aber hier geht es eben auch um die kapitalistische Verwertungslogik.Wenn die Leute nicht weg schmeißen, und neues kaufen, hat man keinen Markt mehr,und Vermeidung unnötigen Verpackungsmülls „gefährdet Arbeitsplätze in der Verpackungsindustrie,“oder doch eher die Boni der Vorstände….?

    Gefällt mir

    1. Fehlerteufel.
      (…)Ein Hauptproblem, auch bei den Verpackungen,besteht darin, das die Abfallmenge die Verwertungskapazitäten,weit überschreitet(…)

      Gefällt mir

  2. Servus Doc,
    danke für deinen Besuch und den Kommentar.

    Ich schrieb es ja bereits im Text, das ich für dieses Thema recherchieren musste, völlig „wissenslos“, dafür aber voller „dunkler Ahnungen“ und einen gewaltigen Zorn auf diese neoliberale Verwertungsmaschine in Zusammenhang mit „Ermittlungen wegen Betruges“, sogar „möglichen gewerbsmäßigen Betruges“, eine Idee zu einem Text entwickelte.
    Es wäre nur schön, wenn endlich die Mehrheit der Bürger in Deutschland erkennen will, was sie da alle 4 Jahre in Ämter und satte Auskommen, zu ihrem eigenen Nachteil, hieven.
    In diesem Sinne, bis bald und einen hoffentlich ausgeglichenen Tag

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s